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BYD – Elektromobilität aus dem Reich der Mitte

Auf dem Automarkt gibt es Weltmarken wie General Motors, VW, Toyota oder auch Renault – speziell, was Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren anbelangt. Der chinesische Autobauer BYD Auto, hierzulande bislang oftmals nur Experten und Brancheninsidern ein Begriff, ist im Gegensatz dazu neben Nissan der weltweit führende Anbieter von elektrisch aufladbaren Fahrzeugen. Größter Investor von BYD ist Warren Buffet, der über Berkshire Hathaway seit 2008 zehn Prozent an BYD hält.

BYD - E-Mobilität in allen Größen 

Ähnlich wie die großen europäischen oder US-amerikanischen Autohersteller verfügt auch BYD über ein breit gefächertes Angebot an Fahrzeugen. Neben Klein-, Kompakt- und Mittelklassewagen fehlen auch SUVs und Vans nicht in den Schauräumen. Im Segment der größeren Fahrzeuge bietet BYD zudem noch Linien- sowie Reisebusse, klassische LKWs und Arbeitstiere wie Gabelstapler und Niederhubwagen an. 

Nicht Tesla, sondern BYD ist der weltweit größte Hersteller von E-Autos . Allein im ersten Halbjahr 2019 verkaufte BYD laut eigenen Angaben rund 140.000 sogenannte New Energy Vehicles (E-Autos). Allerdings holt Tesla auf, spätestens, seit das Unternehmen von Elon Musk Anfang 2019 eine Fabrik in Shanghai eröffnete. 

Sind in Europa und speziell in Deutschland E-Autos noch im oberen Preissegment angesiedelt und gelten hierzulande noch als Statussymbol, ist dies in China nicht so. Dort bietet BYD den E-Kleinwagen BYD F0 für umgerechnet 7.800 Euro an.

Der Erfolg von BYD fährt E-Bus

BYD setzt im Stab der Mitarbeiter auf hochqualifizierte und gut ausgebildete Menschen. Weltweit arbeiten aktuell um die 220.000 Menschen für den chinesischen Autobauer. Laut BYD ist jeder zehnte davon ein Ingenieur. So will das Unternehmen einen hohen Qualitätsstandard auch längerfristig gewährleisten.

Der Erfolg von BYD fußt auf dem aufstrebenden Markt der E-Mobilität sowohl im Individualverkehr (Autos) wie auch im öffentlichen Sektor (Busse). Ein Grund für den bisherigen Erfolg in China war, dass die dortige Regierung vielfach die E-Mobilität subventioniert hat. Chinas Führung wollte die Smog-Werte in den Städten in den Griff bekommen und förderte deswegen die E-Autos. Hinzu kam, dass die kommunistische Zentralpartei über das ganze Land hinweg Ladestationen errichten ließ . Diese Zahlungen wurden mit Beginn 2019 allerdings gekürzt . Dies war auch bei BYD bemerkbar, obwohl der Umsatz zwischen 2017 und 2018 um 23 Prozent stieg. 

BYD in Deutschland

Laut eines Artikels der ZEIT* will BYD in Bezug auf die Expansion ins Ausland keinen Schnellschuss abgeben. Viele chinesische Autohersteller hätten diesen Weg versucht und wären daran gescheitert. Das Risiko, mit einer reinen E-Auto-Flotte auf einen Markt zu gehen, wo die Nachfrage danach noch so überschaubar ist wie zum Beispiel auf dem deutschen, wolle man bei BYD nicht eingehen. 

Abseits der Automobile ist BYD aber schon über die Grenzen Chinas hinweg erfolgreich – bei Elektrobussen. Diese werden auf dem gesamten Globus in rund 300 Städten verwendet – darunter Brüssel, Barcelona und München. Die E-Busse  bei Flixbus stammen von BYD.

Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Center Automotive Research Universität Duisburg-Essen meint im angesprochenen Artikel, er ginge davon aus, dass die europäischen Autohersteller den heimischen Markt mit E-Autos schneller abdecken können als BYD dies mit Exporten schaffen würde. Man habe bei BYD laut Dudenhöffer vermutlich zu lange für den Sprung nach Europa gewartet. 

Der Markt an E-Mobilität wächst in Europa und spezielle auch in Deutschland unaufhörlich. Man wird sehen, ob sich in diesem florierenden Geschäft nicht doch eine Nische für den aktuellen Weltmarktführer in diesem Bereich finden lassen wird. 

*Quellen:

https://www.capital.de/wirtschaft-politik/byd-6-fakten-zum-groessten-e-auto-hersteller-der-welt 

https://www.zeit.de/mobilitaet/2019-08/elektromobilitaet-byd-elektroautos-batteriehersteller-china/seite-2 

https://www.deraktionaer.de/artikel/aktien/byd-schwache-margen-starker-ausblick-462030.html 

https://www.zeit.de/mobilitaet/2019-08/elektromobilitaet-byd-elektroautos-batteriehersteller-china/seite-2 

https://www.manager-magazin.de/unternehmen/autoindustrie/flixbus-schickt-elektro-fernbus-auf-deutsche-strasse-made-in-china-by-byd-a-1234927.html 

 

Über den Autor

Stefan Köstlinger

Stefan Köstlinger ist Kommunikationswissenschaftler, ehemaliger Journalist und selbstständiger Texter mit seiner K & K Schreibwerkstatt. E-Mobilität hat ihn schon immer fasziniert – angefangen vom ersten ferngesteuerten Auto bis heute und der Möglichkeit, verbrennungsmotorfrei zu leben.
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