Alle zentralen Aspekte und Tipps zum Förderprogramm Ladeinfrastruktur in Bayern.

Es wird spannend für die „Stromer“: Mit der „Zukunftsoffensive Elektromobilität“ reagiert die Bayerische Staatsregierung auf die derzeitigen hitzigen Debatten über die Zukunft von Mobilität und von Schlüsseltechnologien und die Weichen werden weiter klar in Richtung Elektromobilität gestellt: 7.000 öffentlich zugängliche E-Ladesäulen, die aus regenerativer Energie gespeist werden, sollen es mindestens bis 2020 in Bayern werden. Um diese Zielvorgaben sicher zu erreichen wird die laufende Ladeinfrastruktur-Förderung des Bundes ab 1. September 2017 in Bayern nochmal deutlich aufgestockt. Der Kauf, Netzanschluss und Montage von öffentlichen E-Ladestationen wird ab 1. September 2017 in Bayern mit zusätzlichen Geldern staatlich gefördert. Die Energiewende soll kommen - und jetzt auch schnell.

Vom bayerischen Freistaat wurde grünes Licht für E-Mobilität gegeben
Signal steht auf Grün für E-Mobilität © kamasigns / Fotolia.com

Wir von energielösung haben uns das Förderprogramm und Inhalte für unsere Kunden mal etwas genauer angeschaut und die wesentlichen Kernpunkte des Programms Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Bayern zusammengetragen. Eines aber schon vorweg: Vor allem Kleinbetriebe, Unternehmen und Kommunen können immense Vorteile aus dem zusätzlichen Förderpott ziehen. Gerade sie sollten sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen Synergien und Vorteile einer Ladeinfrastruktur in Kombination mit regenerativer Energie zu nutzen.

Was wird gefördert?
E-Ladepunkt ist nicht gleich E-Ladepunkt...

1,45 Mio. Euro Fördermittel werden während des ersten Aufrufs ab 1. September 2017 für den Neuaufbau von sog. Normalladeinfrastrukturen vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie bereitgestellt. Schnellladestationen sind jedoch dabei nicht eingeschlossen.

Eine recht ordentliche Summe, die zukünftige Besitzer oder Investitionswillige nicht an sich vorbeiziehen lassen sollten. Pro Regierungsbezirk sollen theoretisch 26 Ladepunkte mit bis zu max. 100.000 € pro Antragsteller im Zuge des ersten Aufrufs gefördert werden. 

Gefördert werden in diesem Programm:

  • öffentlich zugängliche E-Ladestationen bzw. E-Ladesäulen bis 22 kW
  • E-Ladekabel, Leistungselektronik, abgesetzte Leistungseinheiten
  • notwendige Kennzeichnungen (wie Parkplatzmarkierung, Parkplatzsensoren, Anfahrschutz, Beleuchtung, Wetterschutz etc.)
  • Baumaßnahmen für die Installation und Inbetriebnahme und WLAN
  • Netzanschluss des Ladepunktes (aber nur in Kombination) und Pufferspeicher (gemäß den Anforderungen aus der Förderrichtlinie)

Die Höhe der Förderung kann sich im Idealfall so gestalten:

  • pro Normalladepunkt bis 22 kW bis zu 40 Prozent (max. 3.000 Euro pro Ladepunkt) 
  • der Netzanschluss pro Standort bis zu 40 Prozent (max. 5.000 Euro)

Pro Antragsteller beträgt die maximale Zuwandssumme - wie schon erwähnt - 100.000 Euro.

Klingt nicht schlecht oder? Aber natürlich gibt es gewisse Bedingungen die erfüllt werden müssen.

Voraussetzungen, die erfüllt werden müssen:

Der zu bewilligende Ladepunkt (ja das ist Amtssprache) muss unter anderem:

  • ununterbrochen öffentlich zugänglich und als solche gekennzeichnet sein (also ideal für Geschäftsbetreiber im Bereich Gastronomie und Einzelhandel)
  • mit aus erneuerbaren Energien erzeugtem Strom betrieben werden
  • auf eine Mindestbetriebsdauer von mindestens sechs Jahren ausgelegt sein
  • und natürlich die Vorgaben der Ladesäulenverordnung erfüllen

Diese Voraussetzungen sind unumgänglich. Der springende Punkt aber daran ist, dass eine regenerative Energiequelle für den Strom angekoppelt sein muss, damit man die staatliche Unterstützung erlangt. So will man die Energiewende und die Nutzung aus alternativen Energien sicherstellen und weiter fördern - was sehr zu begrüßen ist und vermutlich allen PV-Anlagenbesitzern auch entgehen kommt.

Jetzt heißt es reagieren: Antragsfrist endet am 27. Oktober 2017!

Am 1. September tritt also die Förderrichtlinie Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Bayern in Kraft und diejenigen, die sich schon sicher sind, dass Sie investieren wollen, sollten sich dieses Datum im Kalender vormerken. Die Frist des ersten Aufrufs endet am 27. Oktober und danach werden erstmal keine Anträge mehr angenommen. Einreichen kann man die Anträge über ein Onlineformular oder per Post an:

Bayern Innovativ - Bayerische Gesellschaft für Innovation und Wissenstransfer mbH
Am Tullnaupark 8
90402 Nürnberg

Was sollte man unbedingt vor dem Einreichen eines Antrags beachten?

Möchte man nun eine öffentliche E-Ladestation an das vorhandene regenerative Energieerzeugungssystem ankoppeln und Fördermittel beantragen - empfehlen wir aber zunächst nochmal Rücksprache mit einem Experten halten und die Voraussetzungen genau abzuklären. Dann sollte man zügig die notwendigen Unterlagen für den Förderantrag zusammenstellen. Hierzu holt man sich entsprechende Angebote und Kosteneinschätzungen für die Realisierung des Ladepunktes ein, damit sich die Aufwände im Detail abschätzen lassen können. Sie bilden die Kennzahlen des Förderantrags.

Tipp: Über unsere Online-Plattform kann man den ganzen Vorgang gemeinsam mit unseren Experten komplett abwickeln: Wir beraten unsere Kunden auf Anfrage und erstellen passgenaue Angebote für Ihren Bedarf. Wer schon alles unter Dach und Fach hat, kann den Kauf des notwendigen Equipements (vom Ladekabel, Ladestation bis zur Parkplatzmarkierung) in unserem Shop für Elektromobilität tätigen.

Fazit: Die Antragsstellung ist aufwendig - lohnt sich aber sicher!

Eine eigenständige Ladeinfrastruktur aus grünem Strom ist nicht nur für das eigene Image sehr förderlich, sondern kann auch zukünftige Kundenbedürfnisse abdecken und somit die eigene wettbewerbsfähigkeit deutlich steigern. Das Nachladen von E-Autos während der Arbeit oder bei Warenhäusern-, Restaurant- und/oder Kinobesuchen wird zukünftig zu einer geforderten Notwendigkeit. Dahinter steckt unglaubliches Potenzial, das für viele gleichzeitig Vorteile bringen kann.

 

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