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Wie lade ich ein E-Auto? Der Basics-Check

Der technologische Fortschritt auf unserem Planeten scheint unaufhaltsam. Jede Innovation stößt eine Vielzahl neuer Impulse an, welche wiederum zu Innovationen führen. Während im Anfangsstadium des menschlichen Einfallsreichtums noch mehrere Jahrtausende nach dem aktuellen Werkstoff benannt werden konnten, wie in der Bronzezeit oder Eisenzeit, würde sich heutzutage niemand trauen, auch nur ein Jahr unter das Motto einer bestimmten Erfindung zu stellen, steht doch der nächste Durchbruch möglicherweise schon nächste Woche ins Haus. Insgesamt eine tolle Sache, doch sie kann einen schon ab und an schwindeln lassen. Für den Fernseher, den man vor fünf Jahren gekauft hat, findet man kaum noch Wiedergabegeräte mit einem passenden Anschluss, geschweige denn auch nur annähernd demselben Verständnis des Wortes „Bildqualität“. Wer in einem Altbau lebt, muss seinen Elektriker am Telefon beinahe schon nach dem Alter fragen, wenn er seine Herdplatte an eine nicht mehr topmoderne Buchse anschließen lassen will oder riskiert, dass das Intermezzo zwischen altem Eisen und dem Neusten vom Neuen kurzerhand zur Explosion führt. Das Problem ständiger Innovation ist es, irgendwie auf dem Laufenden zu bleiben. So auch in Sachen Elektromobilität. Warum man das E-Auto nicht ohne weiteres an der Steckdose in der Garage, die normalerweise für die Bohrmaschine vorgesehen ist, einstöpseln kann, erfahren Sie im Folgenden in unserem Basics-Check.

Quelle: https://www.ewe.de/privatkunden/service/ratgeber-smartes/emobility/ladevorgang

Wieviel Leistung kann ich aus der Steckdose beziehen?

Also niemand sagt, dass das nicht ginge. Möglich ist alles, heißt es immer so schön. Aber man muss sich vor Augen führen, was eine normale Steckdose üblicherweise zu leisten hat. Ein Wasserkocher oder Staubsauger ist dabei meist schon das Höchste der Gefühle. Für Ausnahmesituationen, wie beispielsweise einen entladenen Akku vor einem idyllischen Bauernhof, gibt es Notladekabel mit Schutzkontaktsteckern, wie man sie von alltäglichen Gerätschaften kennt. Am anderen Ende befindet sich der Stecker, der ins Elektroauto passt, und in der Mitte des Kabels ist ein kleiner Kasten mit Display. Diese sogenannte In-Cable Control Box imitiert die Funktionen der Ladesäule und suggeriert dem Auto, es interagiere mit der richtigen Ladevorrichtung. Denn um die zulässige Dauerbelastung von 10 Ampere (2,3kW mögliche Ladeleistung)bei der Haushaltssteckdose nicht zu überschreiten ist die Kontrollbox mit verschiedenen Sicherheitssystemen ausgestattet. Der Apparat beendet den Ladevorgang bei Überhitzung oder verschleißbedingten Stromschwankungen sofort und schützt so die Elektronik und die Umgebung.

Was ist der Vorteil einer Ladestation gegenüber einer Steckdose?

Eine Ladestation für E-Autos macht das was eine Steckdose nicht kann: Sie liefert ausreichend lange konstanten Gleich- beziehungsweise Wechselstrom. Wechselstrom kommt bei normalen Ladesäulen zum Einsatz, wie sie meistens in der öffentlichen Infrastruktur verbaut werden. Im Gegensatz zur Küchen-Steckdose stehen diese Ladestationen nicht permanent unter Spannung, sondern werden erst nach Freischaltung durch einen registrierten Nutzer aktiv. So kann damit kein Unfug getrieben werden. Viele aktuelle E-Auto-Modelle laden mit einer Phase, da die notwendigen Gleichrichter sehr viel Platz im Fahrzeug einnehmen und daher nur einfach verbaut werden. Das bedeutet, dass an diesen Säulen maximal nur 7,4 Kilowatt (oder 32 Ampere bei 230 Volt) geladen werden können. Es sind aber auch Autos mit einer möglichen Ladeleistung von 22kW auf dem Markt. Bei diesen wird die Ladesäule dreiphasig betrieben. Mit Gleichstrom laufen die modernen Schnelladestationen. Sie sind teurer und aufwendiger, da sich hierbei die Gleichrichter an der Säule befinden anstatt ausschließlich im E-Auto. So haben die meisten Schnelladesäulen eine Leistung von 50 Kilowatt oder im Falle der Säule von Tesla sogar 120 Kilowatt.

Nicht zuletzt sind die Ladeverluste bei einer Ladestation erheblich geringer gegenüber dem Notladekabel an der Steckdose. Das heißt, dass beim Einsatz einer Ladestation der Strom auch dort ankommt, wo er gebraucht wird, nämlich im Akku des Elektroautos.

 

Wie lange dauert es, ein E-Auto an der Steckdose zu laden?

Geht man von einem Tesla S aus, der, zugegeben, eine verhältnismäßig große Batterie mit hohen Lademengen von maximal 90 Kilowattstunden hat, so würde man mit einer Steckdose etwa 40 Stunden brauchen, um den Amerikaner einmal vollzuladen. 

Wie lange dauert es, ein E-Auto an der Ladesäule zu laden?

Hängt man den Tesla allerdings an ein 11 Kilowatt-Modul, so wie sie bei Schnelladesäulen mehrfach verbaut werden, kommt man auf praktikable 8 Stunden, was vor der Annahme, dass die Hauptladezeit nachts ist, absolut zweckmäßig ist. An der Raststätte auf der Autobahn könnte man mit den aktuellen Schnelladesäulen etwa eine Reichweite von 80 Kilometern in 15 Minuten laden. Die für 2018 angekündigten Schnelllader mit 150 Kilowatt werden in dieser Zeit ganze 230 Kilometer ermöglichen. Somit wird der Ladeprozess von E-Autos dem konventionellen Tanken auch im Zeitfaktor nicht mehr groß unterlegen sein.

Was muss ich beachten, wenn ich eine Ladesäule möchte?

Egal ob für Zuhause oder im Gewerbe empfiehlt es sich vorausschauend zu planen, um dem eingangs geschilderten Problem nicht zu erliegen. Unsere Experten empfehlen aktuell den Einbau von 11 Kilowatt-Ladern, um auch zukünftige Generationen Kapazitäten-reicher Autos in annehmbarer Zeit vollladen zu können. Ob und wie das für ihre individuellen Bedürfnisse umsetzbar ist, verraten wir Ihnen gerne mit einem dazugehörigen Angebot innerhalb von 24 Stunden. Schicken Sie einfach eine Energieanfrage. Lesen Sie darüber hinaus, wie Sie Ihre Ladesäule fördern lassen können und warum es sich lohnt, als Unternehmer eine Stromtankstelle anzubieten. Außerdem erreichen Sie mit unserem praktischen Ladesäulenfinder schnell die nächste Ladesäule.

 

 

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