Windrad im Garten? Der erste Schritt zur autonomen Stromversorgung

© slavun - Windrad im Garten - fotolia.com

Windkraft ist ein zentraler Baustein zur Energiegewinnung in Deutschland. Das Problem jedoch ist meist die nicht vorhandene oder spärliche Förderung von privaten Windrädern. Trotz der Benachteiligung der privaten Windkraftanlagen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und der geringen Einspeisevergütung im Vergleich zu PV-Anlagen, sollte man über die Anschaffung einer Klein-Windkraftanlage im privaten Gebrauch nachdenken - denn neben dem monetären Aspekt stehen eher Gesichtspunkte wie Notstromversorgung oder Unabhängigkeit vom Netzbetreiber für eine Kaufentscheidung im Raum.

Der Windgenerator in Verbindung mit Stromspeicher zu mehr Unabhängigkeit in der eigenen Stromversorgung

Förderer der erneuerbaren Energien kennen das leidige Thema von niedrigen Einspeisevergütungen schon seit längerer Zeit. Lag beispielsweise die Einspeisevergütung von PV-Anlagen im Jahre 2004 noch bei 57,40 Cent pro Kilowattstunde bis 30 kWp Anlagen, erhält man ab 2018 noch 11,87 Cent bei einer Fläche bis 40 kWp. Diese Einspeisungsvergütung ist seit einiger Zeit niedriger als der Strompreis, egal ob man nun auf Sonnen- oder Windenergie setzt.

Daher lautet die naheliegende Lösung: Selbst verbrauchen. Da der Wind ein noch unvorhersehbarerer Faktor ist als die Sonne, sollte zur alltagstauglichen Nutzung unbedingt die Kopplung an einen Stromspeicher erfolgen. Überschüssige Energie kann so an windreichen Tagen gespeichert werden und bei Bedarf selbst verbraucht werden. Diese Eigennutzung sichert Ihnen mehr Unabhängigkeit vom Stromanbieter und steigert die Autarkie Ihres Haushalts.

Ebenso ist dies eine wertvolle Entscheidung für beispielsweise große Agrarbetriebe. Sollte es am Land einmal zu einem kurzzeitigen Stromausfall kommen, ist man um den Hofbetrieb und das Tierwohl nicht zu gefährden auf eine Notstromversorgung angewiesen. Diese kann dann aus dem Stromspeicher bezogen werden. Zudem verfügt man auf dem Land über mehr Fläche, wo man sein eigenes Windrad platzieren kann, ohne gegen Bauauflagen zu verstoßen oder auf Unmut von Nachbarn zu stoßen.

Mit Kombination aus Solarenergie und Windkraftanlage zum Energie-Selbstversorger

Ehrlicherweise stellen Sie sich aber die Frage, was Ihnen ein Windrad im Garten an heißen Sommertagen hilft. Allein mit einem Windkraftgenerator werden Sie keine Freude haben. Zudem haben Sie aber nachts keine Stromerzeugung durch Ihre PV-Anlage, wohingegen der Windkraftgenerator weiterhin bei Wind für Stromerzeugung sorgt.

In unserer Klimazone wechselt das Wetter im Jahresverlauf doch recht häufig. Warum also nur auf eine der beiden Energiequellen setzen? Kombinieren Sie Ihre Photovoltaik doch mit einem Windrad und profitieren Sie ganzjährig von der Wetterlage. Aus diesem Grund gibt es bei uns im shop auch das product bundle von Phaesun, welches aus Windgenerator und Solar-Panel besteht.

Worauf man vor dem Kauf eines Windgenerators achten sollte

Auf der sicheren Seite ist man mit einer Investition in eine Windkraftanlage, wenn man eingehende Vorbereitungen trifft. Es ist sinnvoll, die Windverhältnisse auf dem Grundstück über ein ganzes Jahr hinweg messen zu lassen. Erst dann kann man eine verlässliche Prognose über die Rentabilität der Anlage treffen.

Aus den Daten können Experten dann auch schließen, wie groß die Rotorblätter sein sollten und welche Anlage die am besten geeignete ist. Unbedingtes Muss ist ein Wechselrichter, der die Windstärke erfasst und so einen konsequent fließenden Wechselstrom ermöglicht. Aber diesen haben Sie ja ohnehin schon, wenn Sie PV-Module auf dem Dach haben.

Preise, Förderung und Bestimmungen für Ihr eigenes Windrad im Garten oder auf dem eigenen Grundstück

Anlagen mit Wechselrichter beginnen in einer Preislage von 3.000,00 Euro und haben sich nach optimaler Vorplanung und Umsetzung nach 10 bis 20 Jahren bezahlt gemacht. Kleinere Varianten gibt es bereits ab 1.500,00 Euro. Während der allgemeine Trend dahingeht, den erneuerbaren Energien weniger Subventionen zukommen zu lassen, kann man sich immer noch auf die Förderung der KfW-Bank verlassen.

Hier ist zwar wiederum die Förderung nicht so hoch wie bei Photovoltaikanlagen, aber im Rahmen einer energetischen Sanierung kann man einen Kredit zu günstigen Konditionen von der Entwicklungsbank bekommen. Und ohnehin steht bei so einer Investition ja meist der Wunsch zu mehr Unabhängigkeit vom Netzbetreiber oder der Notstromversorgung im Vordergrund.

Beachten sollten Sie aber auf jeden Fall die unterschiedlichsten Bestimmungen für den Bau einer Windkraftanlage oder eines Windgenerators, die von Bundesland zu Bundesland variieren können. Dabei geht das Spektrum von einem vollen Genehmigungskatalog, wie der eines großen Kraftwerks, den es in den Punkten Lärm, Schatten, Einfluss auf die Tierwelt, etc. abzuarbeiten gilt, bis hin zur einfachen Baugenehmigung für Anlagen von Höhen unter zehn Metern.  

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