Tipps für die Installation von E-Ladestationen

Installationstipps für Ladestationen

Installationstipps für Ladestationen © Tomasz Zajda - fotolia.com

Schon vor dem Kauf sollte man sich grundlegend über die notwendigen Installationsschritte informieren, denn hierbei gibt es einige Dinge zu bachten. Nicht nur allein die Kompatibilität und die gewünschte Ladeleistung der Ladestation sind bestimmende Faktoren, sondern auch die Vorgaben von Netzbetreibern für den Anschluss sowie die vorhandene Netzleistung am geplanten Anschluss spielen eine entscheidende Rolle beim Kauf. 

Das heißt, Ladestationen sollten sowohl auf Qualität und Sicherheitsversprechen geprüft werden - aber auch auf deren Anschlussfähigkeit an den Netzbetrieb. Ein wichtiger Tipp vorab: Sparen Sie auf keinen Fall an der Sicherheit. Prüfen Sie genau die Schutzklassen und fragen Sie bei Experten oder Elektroinstallateuren nach, ob diese mit dem Modell erfüllt werden. Diese kennen sämtliche Normen und wissen genau, was bei der Installation einer Ladestation beachtet werden muss, damit Sie sicher die Ladestation in Betrieb nehmen können.

Anforderungen bei der Installation von E-Ladestationen

Möchte man eine Ladestation mit einer Ladeleistung von mehr als 7,4 kW installieren (egal ob im halböffentlichen, öffentlichen oder privaten Bereich), dann muss man meist den Netzbetreiber darüber informieren und sich dort über die Anschlussvorschriften erkundigen. Bei vielen Netzbetreibern ist ab dieser Leistungsklasse ein dreiphasiger Netzanschluss vorgeschrieben, bei manchen schon ab 4,6 kW. Damit es nicht zu einem Stromabfall, einer Netzüberlastungen oder gar einem Stromausfall kommt, wenn man eine Ladestation installiert und in Betrieb nimmt, muss der Netzbetreiber für die Installation der Ladestation eine Genehmigung erteilen.

Diese kann man entweder selbst beantragen oder man beauftragt damit den gewählten Elektroinstallateur. Da der genaue Vorgang von den Gegebenheiten des jeweiligen Netzbetreibers abhängt, sollten Sie dort anrufen und sich die benötigten Unterlagen zuschicken lassen. Folgendes muss beachtet werden:

  • Die Ladestation muss mit einer separaten Stromleitung vom Sicherungskasten aus angeschlossen sein. An dieser Stromleitung dürfen keine weiteren Verbraucher angeschlossen werden: Weder Licht, noch Steckdose oder andere Nebenverbraucher sind erlaubt.
  • Die vorhandene Stromleitung muss auch für die von der Ladestation benötigte Leistung ausgelegt sein. Wird ein Ladestrom von 16 Ampere benötigt, sollte das Kabel über einen Querschnitt von mindestens 2,5 mm² verfügen. Allerdings richtet sich der benötigte Kabelquerschnitt nicht nur nach der benötigten Leistung, sondern hängt ebenso von der Temperatur in der Garage, der Länge, der verlegten Leitung und anderen Faktoren ab. 
  • Da die Ladeleistung und die Kapazitäten der Batterien in Zukunft steigen wird, sollte man nachhaltig handeln und eine Ladestation mit dreiphasigen Anschluss installieren: So ist man gut für die Zukunft gerüstet.
  • Die Stromleitung für die Installation einer Ladestation muss nicht nur ausreichend dimensioniert sein, sondern auch mit einem Leistungsschutzschalter (LS) abgesichert werden. Fließt zu viel Strom, unterbricht dieser den Stromkreis und sorgt dafür, dass sich die Leitungen nicht erwärmen können. Der Leistungsschutzschalter muss entsprechend der Ladeleistung gewählt werden und darf nur von einem dazu befugten Elektroinstallateur eingebaut werden, falls dieser nicht in der Ladestation integriert ist.
  • Falls in der Ladestation kein Fehlerstromschutzschalter verbaut wurde, muss dieser ebenfalls fachmännisch nachjustiert und installiert werden. Der FI Typ A EV erkennt beispielsweise glatte Gleichfehlerströme und wurde speziell für Ladestationen entwickelt. Der FI Typ B ist teurer, erkennt dafür aber sämtliche Fehlerströme und bietet wesentlich mehr Schutz. Dieser Schalter verhindert Stromschläge, da er den Hin- und Rückstrom ständig vergleicht und feststellt, wenn etwas nicht stimmt und den gesamten Stromkreis unterbricht. Qualitativ hochwertigere Ladestationen haben meist einen FI-Schutzschalter verbaut, das spart Kunden häufig 200-300 Euro zusätzliche Kosten. Man sollte daher auch ein Auge auf die technischen Daten der Ladestationen werfen, damit man sich zusätzliche Mehrkosten und -aufwände sparen kann.
  • Bevor Sie Ihre Ladestation installieren: Die Schutzklasse der Ladestation verrät, an welchem Ort Sie diese installieren sollten. Ist sie beispielsweise nicht wasserdicht, muss sie wassergeschützt installiert werden.
  • Installieren Sie die Ladestation sinnvollerweise auf der Seite, auf der sich am Fahrzeug die Ladebuchse befindet. Damit vermeiden Sie, dass Sie später über das Kabel stolpern. Wird das Elektrofahrzeug geladen, darf der Ladestecker nicht verkantet werden oder Zug auf der Leitung sein. Achten Sie auf die entsprechend benötigte Kabellänge.
  • Selbstverständlich muss Ihre Ladestation sicher und fest an der Wand oder einer anderen festen Einrichtung montiert sein, bevor Sie Ihre Ladestation in Betrieb nehmen können.
  • Berücksichtigen Sie vor der Installation der Ladestation, ob die Wand das Gewicht der Ladestation wirklich tragen kann. Und, ganz wichtig: Die Ladestation darf nicht dort montiert werden, wo explosive oder brennbare Materialien gelagert werden. Haben Sie sich für eine Ladesäule, die von Vielen benutzt werden soll, sollten sich neben der Kennzeichnung auch den Schutz der Ladesäule mitbedenken. Es gibt Zubehör für Anfahrtschutz und Schutzgehäuse bzw. -dächer, die die Ladesäule sicherer machen.
  • Falls Sie eine intelligente Ladestation in Betrieb nehmen wollen, müssen Sie darauf achten, dass sich diese auch mit dem Internet verbinden kann. Das kann entweder per W-LAN, über den Mobilfunk oder ein LAN-Kabel erfolgen. Vor allem bei öffentlichen Ladestationen, bei denen die Betreiber Fördermitteln in Anspruch nehmen wollen, muss eine Remotefähigkeit gegeben sein. Falls die Verbindung per Funk funktionieren soll, muss die Ladestation am Ladeplatz auch über den nötigen Empfang verfügen.

Was kostet die Installation einer Ladestation?

Wie hoch die Kosten sind, bis man eine Ladestation installiert hat, hängt häufig von den örtlichen Gegebenheiten und der angedachten Nutzung ab. Wird die Installation einer Ladestation in der Einzel- oder Doppelgarage im privaten Bereich durchgeführt, ist sie meist günstiger als in einer Tiefgarage in Mietanlagen oder einem Duplex-Stellplatz im öffentlichen Bereich. Öffentliche Ladestationen müssen nämlich auch mit einer entsprechenden Kennzeichnung versehen werden und haben meist auch eine Möglichkeit der integrierten Zugangskontrolle. Das notwendige Zubehör ist dann natürlich mit mehr Kosten verbunden, als bei einer Ladestation, die diese Erweiterungen nicht haben muss.

Häufig sind bauliche Maßnahmen für die Installation einer Ladestation ein nicht zu verachtender Kostenpunkt: Ist nämlich der Sicherungskasten nahe am künftigen Standort der Ladestation, wird weniger Kabel benötigt und es wird günstiger. Muss jedoch eine Wand durchbohrt und ein leistungsfähigeres Kabel verlegt werden, sind die Kosten für die Installation einer Ladestation in Regel etwas höher, als man zunächst bei der Recherche angenommen hat. Hier sollte man sich aber nicht vom den vielen Daten und Kosten abschrecken lassen, die auf einen zukommen können. Jede Investition bringt auch Veränderungen und Kosten mit sich. Einen Fachrat erhalten Sie von energielösung zu jeder Zeit.

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  • Anmeldung beim Netzbetreiber & Netzdienliches Laden

    Guter Hinweis das eine Ladestation ab 12 KVA dem Netzbetreiber zu melden UND zu genehmigen ist. Was ihn ihrem Artikel zu ergänzen ist, dass es eine Meldpflicht sogar schon ab 4.6 kVA (20A, einphasig) besteht. Diese muss nicht vom Netzbetreiber genehmigt werden aber angemeldet. Siehe hier: https://www.netze-bw.de/hausanschluss/elektromobilit%C3%A4t

    Noch ein Hinweis: Manche Netzbetreiber haben Bonus Pakete mit denen man von günstigen Ladestrom profiert zuhause wenn man netzdienlich sein E-Auto lädt. Wir helfen ihnen dabei: https://www.e3charge.net

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