MEIN.LADEKABEL – gut gerüstet für das Laden im Alltag

MEIN.LADEKABEL – gut gerüstet für das Laden im Alltag

Die Produktlinie MEIN.LADEKABEL

Die Produktlinie MEIN.LADEKABEL hat energielösung gemeinsam mit dem Qualitätshersteller HARTING entwickelt. Sie umfasst Kabel verschiedener Längen, die auf unterschiedliche Kundenbedürfnisse zugeschnitten sind. Die Kabel sind als Mode-3-Ladekabel mit Typ-2-Stecker gefertigt. Zum Anschluss zu Hause benötigen Sie also eine Wallbox mit Typ-2-Steckdose.

Bei der Ladeleistung der Kabel können Sie aus drei Varianten wählen:

– bis 7,4 kW mit maximal 32 A (1-phasig)
– bis 11 kW mit maximal 20 A (3-phasig)
– bis 22 kW mit maximal 32 A (3-phasig)

Kurz und praktisch: Das 2,5-m-Kabel

0:52

Das 2,5-m-Kabel passt gut für alle kurzen Distanzen. Es eignet sich beispielsweise für Frontlader-Fahrzeuge, die Sie nah an die Ladesäule heranfahren können. Auch wenn Sie Ihre Wallbox direkt gegenüber vom Ladestutzen des Fahrzeugs installiert haben, ist diese Kabellänge meist ausreichend.

Der „Mittelweg“: Das 5-m-Kabel

1:47

Hängt Ihre Wallbox mittig an der Garagenwand und das Fahrzeug hat einen seitlichen Ladestutzen, ist ein 5-m-Kabel eine gute Wahl. Damit können Sie zum Laden sowohl vorwärts als auch rückwärts einparken. Gegenüber der kürzeren Variante bietet diese Kabellänge somit wesentlich mehr Komfort. Sie gehört zu den Favoriten unserer Kunden.

Die „Nummer sicher“: Das 7,5-m-Kabel

2:36

Das 7,5-m-Kabel hat die optimale Länge für verschiedene Ladesituationen und eignet sich daher für viele Kunden. Die Länge kommt dem Ergebnis einer Faustformel nahe. Sie besagt, dass die optimale Kabellänge etwa der Summe aus Fahrzeuglänge und -breite entsprechen sollte. So eignet sich das Kabel beispielsweise gut zum Laden in der Stadt. In der eigenen Garage können Sie es meist noch um ein zweites Fahrzeug mit herumführen.

Länger geht´s nicht: Das 10-m-Kabel

4:15

Ein 10-m-Kabel meistert schwierige Situationen, in denen Sie lange Strecken überbrücken müssen. Das ist beispielsweise bei weit entfernt platzierten Wallboxen der Fall. Häufig kommt dieses Kabel auch bei zugestellten Ladebuchten zum Einsatz. Wenn die Ladebucht durch ein Verbrennerfahrzeug besetzt ist, können Sie mit dem langen Kabel oft noch auf einem benachbarten Stellplatz laden.

Ladekabel in vielen Varianten

5:20

Ob zu Hause oder in der Stadt, mit frontaler oder seitlicher Ladebuchse, mit 11 kW oder 22 kW – die Ladekabelserie MEIN.LADEKABEL unterstützt unterschiedlichste Ladesituationen. Die Kabel sind mit verschiedenen Längen und Ladeleistungen erhältlich. So können Sie genau das passende Modell für Ihre Anwendung auswählen.

Elektrische Kenndaten
ModellHarting Ladekabel Mode 3
SteckerFahrzeugseitig Typ 2, ladestationsseitig Typ 2
Nennstrom (A)bis 20A
Netzspannung (V AC)bis 480 V
Ladeleistung (kW)bis 11 kW
LadestromAC 3-phasig
Anzahl der Kommunikationsleiter2
Kodierungswiderstand
Isolationsspannung
Lademodus (IEC 61851-1)Mode 3
Mechanische Daten
Länge (m)2,5 m /5 m /7,5 m/10 m
Ausführungglatt
Gewicht (kg)2,2 kg
Farbeschwarz
SchutzartIP44 (mit Schutzkappe)
Betriebstemperatur-30 °C bis +50 °C

HIER GEHT´S DIREKT ZUR PRODUKTSERIE!

PV-Überschussfähige Wallboxen – ein Überblick

PV-Überschussfähige Wallboxen – ein Überblick

Warum Sie sich für eine PV-Überschuss-fähige Wallbox entscheiden sollten

Aufgrund steigender Strompreise entschließen sich viele Leute zur Anschaffung von PV / Photovoltaik-Anlagen. Sinkende Einspeisevergütungen trüben jedoch die Freude am selbst produzierten Ökostrom. Die Lösung: Steigern Sie Ihren Eigenverbrauch mit einem Elektrofahrzeug und einer PV-Überschuss-fähigen Wallbox.

Was versteht man unter einer PV-Überschuss-fähigen Wallbox?

Derzeit gibt es Wallboxen in 3 Varianten, die Ihnen das PV-Überschuss-Laden ermöglichen:

  • Private Ladestation ohne Ansteuerung: Bei dieser Variante beginnt das Laden über die Wallbox, sobald Sie Ihr Elektrofahrzeug anschließen. Es findet keinerlei Kommunikation zwischen PV / Photovoltaik-Anlage und Ladestation statt. Sie müssen den Überschuss Ihrer PV / Photovoltaik-Anlage schätzen und Ihren Eigenstromverbrauch durch Herabsetzen der Ladeleistung optimieren. Mit dieser Variante erhöhen Sie Ihren Eigenverbrauch um etwa 5 bis 10 %.
  • Private Ladestation mit Ansteuerung mittels Signal: Diese Variante erfordert im Vorfeld die Definition des PV-Überschusses, bei welchem das Freigabesignal das Laden auslöst. Auch bei dieser Lösung optimieren Sie den Eigenverbrauch durch Angleichen des PV-Überschusses an die maximale Ladeleistung. Erhöhungen des Eigenverbrauchs um 10 bis 15 % sind realisierbar.
  • Wallbox mit dynamischer Ansteuerung: Bei dieser Variante wird der komplette Überschuss Ihrer PV / Photovoltaik-Anlage über die Wallbox dem Elektroauto zur Verfügung gestellt. Die kontinuierliche Kommunikation zwischen Ladestation und Smartmeter ermöglicht optimale Anpassung. Sie erhöhen mit dieser Variante den Eigenverbrauch aus Ihrer PV-Anlage um 25 bis 30 %.

Mit der 3. Variante nutzen auch Vielfahrer selbst erzeugten Ökostrom für ihre Elektrofahrzeuge und sparen pro kW etwa 20 Cent. Preisangabe bezieht sich auf die Differenz zwischen dem Einspeisepreis und dem durchschnittlichen Verkaufspreis der Stromversorger. Je mehr Ökostrom der eigenen PV / Photovoltaik-Anlage selbst verbraucht wird, desto niedriger die monatliche Stromrechnung.

Wallboxen für PV-Überschuss-Laden mit dynamischer Ansteuerung

In diesem Segment werden steuerfähige Ladestationen mit einem Energiemanagement-Gerät kombiniert. Sie erreichen dadurch:

  • 100 %-iges PV / Photovoltaik-Laden des eigenen Elektrofahrzeugs bei optimiertem Eigenverbrauch.
  • beste Ergebnisse mit allen steuerfähigen Wallboxen und PV-Anlagen.

Weitere Vorteile:

  • Sie können zusätzliche Verbraucher wie Warmwasser-Gerät, Wärmepumpe oder Batteriespeicher konfigurieren.
  • per App, Webinterface oder am Gerät können Sie von PV-Überschuss-Laden in den Schnelllademodus wechseln.
  • Sie überwachen und steuern Energieproduktion und Verbrauch bequem per Web-App.

Fazit

„Die Anschaffung einer PV-Überschuss-fähigen Wallbox lohnt sich, wenn eine PV /Photovoltaik-Anlage bereits vorhanden oder in Planung ist. Selbst produzierten Ökostrom im Haus oder zum Antrieb des E-Autos zu nutzen, ist wirtschaftlich sinnvoll, entlastet die Umwelt und macht Sie von den Versorgern unabhängig.“

energielösung GmbH
Aber hallo! – Der JUICE CHARGER Easy I macht mächtig Eindruck!

Aber hallo! – Der JUICE CHARGER Easy I macht mächtig Eindruck!

Die Juice Technology AG ist seit ihrer Gründung im Jahr 2014 ein Paradebeispiel für einen Qualitätshersteller von hochwertigen Ladelösung. Bereits im ersten Unternehmensjahr wurde die mobile Ladestation „JUICE BOOSTER“ auf den Markt gebracht. Diese wurde auf Anhieb zur europaweit beliebtesten Ladelösungen. Das Produktportfolio stieg seitdem kontinuierlich an. Die herausragende Qualität blieb dagegen gleichwertig erhalten. Doch seit Kurzem macht das aus der Schweiz stammende Unternehmen neue, positive Schlagzeilen….

….der Grund: eine nigelnagelneue Wallbox – die JUICE CHARGER Easy I.

Simples Prinzip und bestechender Lieferumfang

1:45:

Der JUICE CHARGER EASY kann als eine vorgeschaltete Box, die an der Wand befestigt wird, verstanden werden. Trotz oder gerade wegen des einfachen Prinzips ist sie in Kombination mit dem JUICE BOOSTER 2 so angefertigt, dass man mit dieser die KFW-Förderung 440 abgreifen kann! Das überrascht und freut zugleich! In Folge wird diese Kombination JUICE CHARGER EASY 1 genannt – unabhängig davon, welches Booster-Set ausgewählt wird.

Der JUICE CHARGER EASY 1 wird übrigens mit zwei RFID-Karten ausgeliefert, mit denen sich an der Ladestation authentifiziert werden kann! Das ist modern und praktisch zugleich! Damit der JUICE BOOSTER aber nicht auf dem Boden liegen muss, ist im Lieferumfang selbstverständlich auch eine passende Wandhalterung enthalten. Nach der Montage wird der JUICE BOOSTER einfach in diese Wandhalterung gehängt und kann dabei zusätzlich mit selbiger versperrt werden. Das ist ein einfacher, aber effektiver Diebstahlschutz. Und wird der Ladestecker einmal nicht benötigt, so kann dieser ganz einfach an einer angefügten Halterung verstaut werden. Platzsparend und durchdacht – stark!

Schwergewicht JUICE

3:12:

Mit einem Gewicht von ca. 6,5 kg inkl. dem JUICE BOOSTER 2 und den Maßen von 360 (H) x 110 (B) x 80 (T) mm ist die JUICE CHARGER EASY-Box nicht ganz so easy zu tragen, wie es der Name vielleicht vermuten lassen könnte. Dies liegt vor allem an der hochwertigen und sehr stabilen Verarbeitung aus Aluminium wie Kunststoff und der enormen Technik, die im Inneren integriert wurde. Aber, um ehrlich zu sein, muss diese Ladelösung auch nicht „superleicht“ sein. Schließlich handelt es sich hierbei um eine fest installierte Wallbox!

Was darf´s sein? – Das Variantenwunder JUICE

3:54:

Die JUICE CHARGER EASY 1 – SETS transformieren die mobile Ladestation JUICE BOOSTER 2 zu einer regulären Wallbox, wodurch diese Kombination plötzlich KfW-440 förderfähig wird. Chapeau JUICE – dass ist ein schlauer Schachzug!

Passen dazu haben wir uns einige intensive Gedanken gemacht und interessante Produktpakete zusammengestellt, die Ihnen bei der richtigen Auswahl helfen können. Dürfen wir vorstellen?

  • Im JUICE CHARGER EASY 1 – Master-Set sind alle in Europa gängigen Steckverbindungen enthalten. Es ist das größte angebotene Set im Zuge der KfW-440 Förderung. 
  • Beim JUICE CHARGER EASY 1 – Europe Traveller Set sind acht Sicherheitsadapter inkludiert; lediglich der “EV Typ 2”-Steckverbinder ist nicht enthalten. Ansonsten gleicht dieses Set aber dem vorherigen Master-Set.
  • Das JUICE CHARGER EASY 1Tesla-Model-3-Set enthält hingegen insgesamt vier Adapter und ist inhaltlich identisch zum JUICE CHARGER EASY 1 3-in-1-SET aufgebaut.
  • Das JUICE CHARGER EASY 1 German Traveller Set enthält dagegen vier netzseitige Sicherheitsadapter mit den gängigen, in Deutschland existierenden Anschlüssen. Dies sind: ein Schuko-Haushaltsstecker, ein CEE16 rot, ein CEE16 blau sowie ein CEE32 rot.
  • Zu guter Letzt darf auch das „einfachste Set“ nicht fehlen: das JUICE CHARGER EASY 1 JUICE BOOSTER 2 Basic Set, welches nur einen Schuko-Stecker und einen CEE-32-A-Stecker enthält. 

Endlich laden! – Aber wie funktioniert das genau?

6:03:

Kommen wir nun zum Laden! Da fällt uns beim ersten Blick ein richtiger Spar-Tipp auf! Denn da ein DC-Fehlerstromschutz bereits in der Wallbox integriert ist, ist nur ein FI-TYP-A im Verteilerkasten notwendig. Damit spart man einige Euros bei der Anschaffung, weil ein teurer FI-TYP-B-Schutzschalter nicht benötigt wird. Aber nun zum Laden: bei der JUICE CHARGER EASY 1 – ganz gleich in welcher SET-Kombination – können zudem zwei unterschiedliche Lademodi eingestellt werden:

1. Lademodus ohne Authentifizierung: Zwar kann in diesem Free-Charge-Modus schnell geladen werden, da keine RFID-Karte vorgehalten werden muss, jedoch sollte hierbei auch bedacht werden, dass der Ladevorgang nicht abgesichert ist. Das heißt, dass theoretisch auch Fremde ihr Elektroauto an der Wallbox laden lassen können.

2. Lademodus mit Authentifizierung: Bei diesem Lademodus ist eine RFID-Authentifizierung vorgesehen. Damit steigt auch die Sicherheit beim Laden. Denn unbefugte Benutzer können so nicht an der Ladestation laden. Die RFID-Karte ist hier jedoch von rudimentärem Umfang. Sie dient lediglich zum Aktivieren sowie zum Deaktivieren der Wallbox.

Mit Blick auf die Wallbox fällt aber auch auf, dass der aktuelle Betriebszustand durch akustische Einspielungen unterlegt wird.

Wer dagegen den Stromverbrauch der JUICE CHARGER EASY 1 erfassen möchte, um ihn z. B. statistisch auszuwerten, kann dieses jedoch nicht ohne Weiteres tun. Es gibt aber die Möglichkeit durch eine Installation eines Stromzählers, der direkt auf die Hutschiene im Verteilerkasten – oder in einem extra dafür installieren Verteiler – verbaut wird, diese Werte zu erfassen. Dabei sollte jedoch der Fachelektriker des Vertrauens vor der Installation herangezogen und befragt werden!

Rudimentäres Lastmanagement? – Kein Problem!

8:00:

Beim JUICE CHARGER EASY 1 – ganz gleich in welcher Set-Kombination – ist an der Oberseite des JUICE BOOSTER 2 ein Taster angebracht, durch den es möglich ist, quasi ein “manuelles Lastmanagement” durchzuführen. Das ist möglich, da sich mit diesem Taster die Ladeleistung stufenweise von 11 kW abwärts einstellen lässt. Das könnte für diejenigen interessant sein, die durch eine PV-Anlage eigenen Strom erzeugen und diesen gerne zur Ladung des eigenen Elektrofahrzeuges nutzen möchten, ohne die Ladung mit zusätzlichen Strom aus der Steckdose zu unterstützen. Doch anders als bei einem dynamischen Lastmanagement – bei dem die Anpassung der Ladeleistung automatisch erfolgt – muss man bei dieser Art den Vorgang immer wieder im Auge behalten und durch Drücken des Tasters manuell anpassen. Es handelt sich hierbei also quasi um ein rudimentäres, selbst-gesteuertes PV-Überschussladen.

KFW-förderfähig? – Alles easy!

8:55:

Sobald der Fachelektriker die JUICE CHARGER EASY und den JUICE BOOSTER 2 angeschlossen, montiert und verschraubt hat, kann das Set als Wallbox bezeichnet wie verwendet werden und ist daher nach den KfW-440-Richtlinien mit 900 Euro förderfähig.

ABER VORSICHT! Hier müssen Sie aufpassen!

Eine der vielen Bedingung der KfW-440-Richtlinien ist, dass die Wallbox eine maximale Ladeleistung von 11 kW nicht überschreiten darf. Da jedoch der JUICE BOOSTER 2 regulär eine maximale Ladeleistung von 22 kW besitzt, muss diese Leistung heruntergeregelt – also gedrosselt – werden. Und genau das erfüllt die JUICE CHARGER EASY – BOX mit Bravur! Dazu drosselt das Elektrofachunternehmen die Box ganze “easy” über das innenliegende Potentiometer bei der Installation (PS: Am besten lassen Sie sich die Einstellungen gleich vom Elektriker bestätigen!).

energielösung-Wissenshinweis:

Nach einem Jahr darf der JUICE BOOSTER 2 vom JUICE CHARGER EASY abgeschraubt und ganz normal als mobile Ladestation genutzt werden. Mit den zugehörigen Adaptern stehen folglich unzählige Lademöglichkeiten zur Verfügung. Diese macht diese Ladelösung besonders interessant wie attraktiv!

Aber ACHTUNG! Auf der Kauf-Rechnung muss unbedingt “JUICE CHARGER EASY 1” stehen, denn dann – und nur dann (!!!) ist eine KfW-Förderung überhaupt möglich! Dies schreibt die Liste der KFW-förderfähigen Ladestation explizit so vor!

Alle Informationen zur KFW-Förderung erhalten Sie in unserem Online-Magazin!

Ja? Nein? Vielleicht? – Unser energielösung-Fazit

„Diese Ladelösung dürfte insbesondere durch die zahlreichen Einsatzmöglichkeiten das Interesse vieler Elektro-Mobilisten wecken! Auch die unterschiedlichen Set-Möglichkeiten lassen keinen Wunsch offen. Hinzu kommt, dass die Kombination aus Wallbox und mobiler Ladestation eine attraktive wie neuartige Lade-Variante darstellt. Die KFW-Förderung rundet diesen Eindruck nochmals positiv ab!“

energielösung GmbH

PS: Mehr Informationen zum ebenfalls genannten JUICE Booster 2.0 gibt´s hier!

Schauen Sie doch mal rein:

Mit dem Elektroauto an´s Nordkapp – die eNordkappChallenge

Mit dem Elektroauto an´s Nordkapp – die eNordkappChallenge

Wie und warum kam es zur Idee der eNordkappChallenge?

Haupt: Als Reiseleiter von Kleingruppen war ich schon immer auf der Welt unterwegs. Ab 1991, lediglich 25 Tage nach dem ersten Golfkrieg, zog es mich etwa nach Tunesien. Die arabische Welt und die Maghreb-Staaten waren damals zwar sehr verunsichert, aber ich schätzte die Lage in Tunesien dennoch als „stabil“ ein. Doch nach Jahren – als Tunesien nicht mehr das bot, was ich in bzw. für Kleingruppen zeigen wollte – zog es mich weiter. Ich rekognoszierte den Jemen, Jordanien und den Oman (den Jemen kann man aber derzeit leider nicht mehr bereisen).

„Doch unabhängig davon: das Reisen in andere Länder ist immer häufiger mit der Nutzung von Flugzeugen verbunden. Das widersprach jedoch immer stärker meiner Einstellung; gerade für meine Enkelgeneration ist das wahrlich nicht mehr nachhaltig. Es musste sich Etwas ändern!“

Peer Haupt – Gründer der eNordkappChallenge

Parallel dazu (und besonders in den letzten Jahren) musste ich immer mehr über die zahlreichen Tesla-Fahrer schmunzeln, welche Sommer für Sommer zum Nordkapp fuhren, um zu zeigen, dass man dies nur – ja wirklich ausschließlich – mit einem Tesla als E-Fahrzeug kann! Nun, mit einem Tesla – dass wissen wohl die meisten Leute – ist dies ja auch kein Problem. Man denke an die vielen Supercharger, die nur so aus dem Boden sprießen. Aber wie sieht das ganze Vorhaben im Winter aus – mit anderen Fahrzeugen? Eine Idee war geboren: Die eNordkappChallenge!

Ihre Idee entsprang also aus dem Reisen heraus. Wie ging es dann weiter?

Haupt: Genau! 2015 reiste ich mit meinem ersten E-Fahrzeug eine ganze Menge umher. Dies noch mit dem norwegischen Think City, nach Leipzig, Berlin via Harzgebirge an den Bodensee und nach Davos – wohlgemerkt immer mit Ladungen an Schukosteckdosen (14A/1Ph/3kW). 2016 leistete ich mir dann endlich mein erstes schnellladendes E-Fahrzeug (einen Kia Soul EV mit 27 kWh Akku und CHAdeMO 66 kW DC Schnellladung; ein preiswerter Gebrauchter). Mit diesem ging es sogleich mal Richtung Süden. Der Grund ist ein wenig verrückt: Ich vernahm an einem Mittwoch, dass am folgenden Samstag in Dubrovnik (Kroatien) die südlichste Ladesäule Europas eingeweiht werden sollte. Nicht´s wie hin! Über zahlreiche Hochalpenstraßen und Alpenpässe gelangte ich schließlich über Slowenien nach Kroatien – und von dort bis ganz in den Süden des Landes. Kurzum: das E-Reise-Abenteuer war in mir geweckt!

Welches Ziel verfolgen Sie nun mit der eNordkappChallenge?

Haupt: E-Mobilität ist Freiheit. Auch mit E-Autos kann man ungewöhnliche Reisen unternehmen und abgelegene Reiseziele erreichen. Genau das möchten wir den Leuten vermitteln. Eine kleine Gruppe mit einem gemeinsamen Ziel: das Nordkapp. Und auf diese Reise wollen wir zahlreiche Digitalreisende mitnehmen. Wir möchten zeigen, dass die Ökologie und das Reisen keinen Widerspruch darstellen. Das Thema ist wichtig und trifft einen Nerv. Das zeigen uns auch die Follower-Zahlen im Livestream. Mittlerweile begleiten uns rund 12.000 Follower per Livestream auf unserer Reise. Und nicht nur das: wir konnten bereits über 150 E-Fahrzeug-Bestellungen – zusammen mit unseren Partnern – realisieren.

Das alles klingt sehr spannend. Aber warum eigentlich das kalte Nordkapp als Ziel? Wieso nicht die warme Toskana oder die schöne Provence?

Haupt: 1962/63 waren meine Eltern als Gastarbeiter in Norwegen und reisten anschließend an das Nordkapp. Sie waren davon so geprägt, dass mein Zwillingsbruder (mittlerweile übrigens selbst ein Tesla-Fahrer) und ich zu unserer Geburt im Jahr 1971 einen norwegischen Namen bekamen – Peer und Jann. In der Folge wurde mir durch zahlreiche Dia-Abenden die Schönheit Norwegens immer wieder nahegebracht. 1980 konnte ich das Land erstmals bereisen und – was soll ich sagen – ich kam immer wieder! Im Sommer 2015 begleitete ich dann zwei Familien dorthin. Aber die Touristen-Massen sind ein Gräuel. Im Winter sind jedoch deutlich weniger Menschen am Nordkapp. Kurzum: Die Idee einer Winterreise vervollständigte meine vorherigen Reisepläne. So recherchierte ich die besten Routen und plante alle möglichen Varianten. Mein Bruder fuhr dann sehr spontan eine dieser Routen – ein paar Tage vor mir – ab. Und auch ich wagte mich mit meinem Opel Ampera-e auf eine dieser Routen. Obwohl mein Bruder mit dem Tesla unterwegs war, war er nur leicht schneller als ich. So wussten wir, dass es egal ist, welches Auto und welche Route verwendet werden. Das Wichtigste: Es funktioniert und das Nordkapp ist das richtige Ziel!

Welche Voraussetzungen müssen für die Teilnahme an der Challenge erfüllt werden?

Haupt: Die Teilnehmer brauchen Lust auf ein E-Abenteuer. Ein eigenes E-Fahrzeug kann von Vorteil sein, aber wir können auch eine Miete vermitteln. Die Anmeldung ist lediglich eine Bewerbung. Wir suchen uns dann die Teilnehmer aus (etwa aufgrund des Fahrzeuges oder ihrer geografischen Herkunft). Unser Ziel ist eine breite E-Palette darstellen zu können. Diversität ist das Stichwort. Darum bestätigen wir bis zum September jeweils nur ein Fahrzeug pro Modell. Ein Beifahrer mit entsprechendem Fahrausweis ist Pflicht und gehört zu unserem Schutzkonzept. So hat man immer ein Backup dabei, wenn einem der Fahrer einmal unwohl sein sollte.

Wie ist der genaue Ablauf der Reise (von der Anmeldung bis zum Ziel)? Was gilt es zu beachten?

  1. Einfach und unkompliziert anmelden
  2. Bestätigung erhalten (nach Auswahlverfahren)
  3. Startgebühr nach gewähltem Paket überweisen
  4. Teilnahme am Teilnehmer-Weekend: Hier lernen sich Teilnehmer kennen. So können die Vorbereitungen optimal vollzogen werden. Unser Ziel ist, dass jedes Team das richtige Equipment parat hat – weder zu viel, noch zu wenig! Weiters müssen auch Sicherheitsinstruktionen geschult werden, da es schließlich keine Spazierfahrt ist
  5. Sternfahrt zum Hauptstartort im Norden Deutschlands (auf eigene Planung)
  6. Briefing der Teams in Flensburg oder Kiel – am Abend des 26.12.2021
  7. Nutzung digitales Roadbook: Diese Hilfe zeigt die Tagesetappen sowie Besonderheiten und Sehenswürdigkeiten auf. Die Wahl der Route ist – abgesehen von einzelnen Fixpunkten und Zeiten – für alle Teams frei wählbar
  8. Gewisse Passagen werden aus Sicherheitsgründen unter Umständen auch in der Gruppe gefahren. Grundsätzlich trägt jeder Fahrer allein die Verantwortung. Natürlich teilen wir unsere Erfahrungen und helfen, damit eine unfallfreie E-Reise zu einem wundervollem E-Erlebnis werden kann
  9. Die Länder verbindenden Fähren sind in unserem Angebot bereits inkludiert.
  10. An den Etappenorten haben wir bereits Unterkünfte für alle Teilnehmer gebucht. Wir planen einmal am Tag ein gemeinsames Essen mit allen Teilnehmern. Hier sind wir in der Planung frei
  11. Für Nordlichter, Bären, Elche und Rentiersichtungen übernehmen wir zwar keine Garantie, aber garantiert suchen wir die besten Voraussetzungen hierfür
  12. Schneeketten, Leuchtwesten und extra lange Abschleppseile gehören aber genauso zur persönlichen Ausrüstung wie warme und windfeste Kleidung – nur so kann das Nordkapp im neuen Jahr erreicht werden. Aber auch dafür gibt es leider keine Garantie – schließlich sind wir ganz vom Wetter abhängig
  13. Bei der #eNC2021 planen wir die Reise von Dänemark über Norwegen. Nach dem Nordkapp geht es über Lappland, Finnland und Schweden wieder nach Dänemark und Deutschland zurück. Unseren Teams sind international und kommen etwa aus der Schweiz, aus Deutschland, Österreich, Luxemburg und der Tschechei.
  14. In Lübeck ist unsere Abschlussparty (9./10.01.2022) geplant – wenn es die Behörden zulassen auch sehr gerne mit Publikum und öffentlicher Veranstaltung.

Zum Abschluss bitten wir Sie um einen persönlichen Einblick. Fahren Sie selbst ein E-Auto? Wenn ja, warum? Welches E-Auto fahren Sie? Wie laden Sie?

Haupt: Wir haben aktuell in unserer Familien- und Firmenflotte folgende E-Fahrzeuge: Einen Opel Ampera-e 60 kWh, einen Saic Maxus EV80 Lieferwagen, zwei Skoda Citigo, ein Kyburz DXS Motorrad, einen Tesla Model S85 und einen Kyburz eRod. Das Beladen der E-Fahrzeuge geschieht an Wallboxen mit Typ2-Stecker. Dabei greifen wir auf die Hersteller go-e, Zaptec, easee und MetronKabel zurück. Wir verwenden hierzu zudem ein Lade-, Last- und Phasenmanagement (LLphM).

Lieber Herr Haupt, wir danken Ihnen für Ihre Zeit und die gewonnen Einblicke! Wir wünschen Ihnen und allen Teilnehmer*innen der eNordkappChallenge eine gute wie sichere Fahrt sowie eine Vielzahl an unvergesslichen Erlebnissen!

Bildquellen: Peer Haupt – eNordkappChallenge

https://www.enordkapp-challenge.org/

Mehr Retro geht nicht – der neue Manta von Opel als Retromod

Mehr Retro geht nicht – der neue Manta von Opel als Retromod

Die Zukunft gehört der Batterie

Wenig verwunderlich, dass die Neuinterpretation des Manta elektrisch vorfährt. Bereits der neue Opel Mokka hat sich auf ein vollelektrisches Konzept eingeschossen. Abgesehen vom Lithium-Ionen-Akku hat man sich beim Manta 2021 jedoch voll auf Retro konzentriert. Und das ist auch gut so, denn die vielen Designelemente des sportlichen Wagens passen ausgezeichnet in ein geupdatetes Konzept. Opel selbst lässt verlautbaren, dass das Projekt den klassischen Auftritt der Ikone mit modernster Technologie und nachhaltigem Einsatz in Einklang bringen will. So ist der Sportler zukünftig nicht mehr nur bei Oldtimer-Treffen zu sehen.

Kann der neue Opel Manta als GSe ElektroMOD zum Trendsetter werden?

Die sogenannten „Retromods“ sind bereits länger ein Thema. Allerdings zumeist nur als ansehnliche Photoshop-Kreationen. Von einer tatsächlichen Fertigung (oder sogar Serienproduktion) können Fans nur träumen. Die Verbindung von klassischer Karosserie und fortschrittlicher Technologie trägt übrigens den eigenen Namen „RestoMod“. Ein Konzept, welches auch dem neuen Manta von Opel gut zu Gesicht steht. Am Ende wird die Fingerübung damit gleichzeitig zum bisher stärksten Manta ab Werk. Die bisherige Topmotorisierung mit 105 PS im GT/E war seinerzeit das Maß der Dinge im Verbrenner.

Fast 150 PS dank üppigem Akku

Wer in den neuen Manta einsteigt und das Gaspedal betätigt, dem stehen bis zu 147 PS bei 255 Newtonmeter Drehmoment zur Verfügung. Der Akku bringt es auf eine Leistung von 31 kWh und soll bis zu 200 Kilometer Reichweite schaffen. Die Rückgewinnung von Energie beim Bremsen hilft dabei, diesen Wert auch in der Praxis zu erreichen. Dazu gibt es Heckantrieb und ein Automatikgetriebe oder eine Handschaltung. Die Werte müssten für eine tatsächliche Serienproduktion aber vermutlich nochmal überarbeitet werden. Schließlich erwarten Kunden zumindest bei der Reichweite mehr Alltagstauglichkeit.

Der elektrische Manta bleibt im Gedächtnis

In sportlichem Gelb steht der neue Opel auf dem Asphalt. Die Blicke der Umstehenden dürften seinem Besitzer sicher sein. Der Visor an der Front ist in der Lage, verschiedene Grafiken und Leuchtinsignien zur Schau zu stellen. Ansonsten kommt beim Anblick von außen bewusst sehr viel vom früheren Modell aus den 80ern zum Tragen. Im Innenraum verwöhnen Boxen vom Spezialisten Marshall, zwei Hauptdisplays und griffige Sportsitze die Insassen. Bei den Materialien geizen die Rüsselsheimer ebenfalls nicht mit hochwertigen Oberflächen, Werkstoffen und hoher Verarbeitungsqualität.

In der Serie noch fraglich

Fachpresse und Fanbase sind schon jetzt begeistert vom neuen Retro-Manta. Aber reicht es für ein Serienmodell? Opel lässt sich dazu noch nicht in die Karten schauen. Wünschenswert wäre es natürlich in jedem Fall. Wenn insbesondere die Reichweite steigt, dürften viele potentielle Kunden schwach werden. Zusätzlich dazu existiert bereits ein neues e-Concept zum Opel Manta.

Bildquellen: Opel

Boom der Elektroautos – Zulassungen mit Rekordplus

Boom der Elektroautos – Zulassungen mit Rekordplus

Rekordhoch der Neuzulassungen von Stromern

Allein im Juni 2021 wurden laut Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts 33.420 Elektroautos neu zugelassen. Das stellt einen absoluten Rekordwert dar. Noch beeindruckender ist die Steigerung in Zahlen ausgedrückt. Gegenüber dem Vorjahresmonat stiegen die Zulassungen reiner Stromer um insgesamt 311,6 Prozent. Damit ist bereits etwa jedes zehnte neuzugelassene Fahrzeug ein elektrisch betriebenes. Hinzu kommen 31.314 angemeldete Plug-in-Hybride. Deutschlands Straßen werden zunehmend grün.

In der ersten Hälfte des aktuellen Jahres wurden 149.000 E-Autos auf die heimischen Straßen gebracht. Das ist ebenfalls eine Steigerung um das Dreifache im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Werden die Plug-in-Hybride addiert, waren von den knapp 1,4 Millionen im ersten Halbjahr zugelassenen Fahrzeugen 300.000 rein elektrisch oder ein Plug-in-Modell.

Steigerung der Neuzulassungen um 15 Prozent

2020 wird als das Jahr der Corona-Pandemie in die Geschichte eingehen. Aufgrund von Lockdowns und gestörten Lieferketten, brach der Absatz von Kraftfahrzeugen im ersten Halbjahr massiv ein. Die Auswirkungen sind noch heute zu spüren. Die etwa 1,4 Millionen Neuzulassungen bedeuten eine Zunahme von 15 Prozent gegenüber den ersten 6 Monaten 2020.
Der Präsident des Verbands der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK), Reinhard Zirpel, betonte indes, dass die Zahlen deutlich unter denen der Jahre vor der Pandemie liegen.

Tesla greift die bestehenden Strukturen an

Den höchsten prozentualen Sprung an Neuzulassungen im Juni 2021 schaffte der amerikanische Autobauer Tesla. Das Unternehmen von Elon Musk weitete seinen Anteil um 431 Prozent aus. Zugegebenermaßen liegt diese Zahl in der vergleichsweise geringen absoluten Anzahl begründet.

Die Japaner von Suzuki nehmen hinter den US-Amerikanern den zweiten Platz mit einem Plus von 210 Prozentpunkten ein. Überraschend deutlich hingegen verloren Mercedes und Ford an Boden mit einem Minus von jeweils 19 beziehungsweise 27 Prozent.

VW verteidigt den ersten Platz

Im Gesamtvergleich bleibt Volkswagen die unangefochtene Nummer eins der Automobilhersteller. Der Marktanteil an den neuzugelassenen Fahrzeugen beläuft sich auf 20 Prozent. BMW und Mercedes folgen mit deutlichem Abstand auf den nachfolgenden Plätzen mit Anteilen von 8,5 sowie 8,4 Prozent.

Trübe Aussichten voraus

Die Prognose für das Gesamtjahr 2021 ist eher zurückhaltend. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) geht davon aus, dass bloß 3,6 Millionen Kraftfahrzeuge und damit 3 Prozent mehr als 2020 produziert werden. Ursächlich für diese Entwicklung ist der andauernde Mangel an Halbleitern in der Automobilbranche.

Magazin für Elektromobilität