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Clever, smart und platzsparend – 5 kleine E-Autos

Kompakt, wendig, urban und dennoch leistungsstark – kleine E-Autos haben viele Vorteile. Vielfach werden E-Autos speziell für Stadtfahrer entwickelt. Die großen Modelle der gängigen Hersteller bekommen allerdings immer mehr Konkurrenz von unabhängigen Anbietern. Kleinst-E-Autos erobern den Markt. Zu den aktuell kleinsten gehören der Renault Twizy, der Tazzari Zero Junior, der e.GO Life, der Uniti One und der Smart Fortwo.

Renault Twizy

Das günstigste Kleinst-E-Auto auf dem Markt ist aktuell der Renault Twizy in seiner einfachsten Ausführung. 2011 erstmals auf dem Festival Automobile International in Paris vorgestellt, begann im selben Jahr die Serienproduktion. In den deutschen Renault-Autohäusern konnte man den Twizy erstmals 2012 erwerben. Das E-Fahrzeug hat eine Gesamtlänge von 2,3 Metern, ein Leergewicht von 487 Kilogramm und wird wahlweise von einem 4 oder 8 kW-Motor angetrieben.

Bis 2017 war der Renault Twizy in Deutschland in die Fahrzeugklasse Quad eingeteilt. Damit umging man die Zulassungshürden eines PKWs. Heute wird er als Auto klassifiziert. Mit dem 4 kW-Motor erreicht das Fahrzeug eine Maximalgeschwindigkeit von 45 km/h, und darf auch von 16-Jährigen gesteuert werden, solange eine Fahrerlaubnis der Klasse AM vorliegt.

Wählt man die 8 kW-Motorversion, erhält man ein E-Auto mit 12 PS. Geliefert wird diese Version in den Ausstattungsvarianten Urban, Color sowie Technic. Diese drei erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h. Für diese Versionen benötigt man einen Führerschein der Klasse B.

Zwei Personen können in der Regel bequem mit dem Twizy fahren, dafür ist der Stauraum sehr überschaubar. Seit dem Jahr 2013 gibt es das E-Auto auch als Einsitzer-Modell. Dieses trägt den passenden Namen Twizy Cargo, da man statt des zweiten Sitzes hinter dem Fahrersitz einen 156 Liter fassenden Kofferraum vorfindet.

Für den Twizy gibt es in Deutschland keine staatliche Kaufprämie. Der Grund, er ist als Leichtfahrzeug eingestuft und gilt damit für den Staat nicht als regulärer Personenkraftwagen.

Tazzari Zero Junior

Viele große Automarken schmücken sich mit einem kleinen und kompakten E-Auto. Es gibt aber auch Hersteller, die sich komplett auf die Produktion von E-Autos spezialisiert haben. Zu diesen zählt der italienische Betrieb Tazzari. Dieser baut seit dem Jahr 2009 den Tazzari Zero. Die Modellreihe umfasst die Versionen Zero Junior, Zero City und den Zero EM2 Space.

In Deutschland wird der Tazzari Zero Junior als Kleinstwagen eingestuft. Je nach Fahrweise kann man aufgrund des kleineren Akkus mit dem Zero Junior rund 100 Kilometer weit fahren – ein typisches urbanes Vehikel.

Mit rund 2,9 Meter ist das Fahrzeug deutlich länger als zum Beispiel der Renault Twizy. Der Lithium-Ionen-Akku hat eine Kapazität von 12,3 kWh. Abhängig von Umweltfaktoren und dem Fahrstil beträgt die Reichweite des Tazzari Zero Junior rund 140 Kilometer. Laut Herstellerangabe erreicht der Zero mit seinem Hinterradantrieb 104 km/h Höchstgeschwindigkeit. Von 0 auf 50 km/h beschleunigt der flotte Italiener binnen fünf Sekunden. Beim Tazzari Zero Junior kann der Fahrer zwischen vier unterschiedlichen Beschleunigungsstufen wählen – Race, Rain, Standard und Economy. 

Inklusive der 142 Kilogramm für die Traktionsbatterie hat der Tazzari ein Leergewicht von 542 Kilogramm. Um den Akku von 0 auf 100 % zu laden, benötigt das E-Fahrzeug bei einer Ladeleistung von 1,8 kW rund neun Stunden. Mit einem 400 V-Lader mit Drehstromversorgung kann man den Tazzari von 0 auf 80 % binnen einer Stunde aufladen.

e.GO Life

Im Gegensatz zu anderen Kleinst-E-Autos verfügt der e.GO Life über vier Sitze. Gebaut von der in Aachen sitzenden e.GO Mobile AG wurde der e.GO Life im Mai 2017 erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Der Ingenieur und Firmengründer Günther Schuh entwickelte das Elektrofahrzeug auf dem Campus der RWTH Aachen. Er und die Beteiligten stellten den e.GO Life 2017 auf der Cebit in Hannover vor.

Als Fahrzeug der Klasse M1, also als gängiges Automobil, wurde der Wagen gebaut. Bis zur Serienreife dauerte es noch bis 2019. Im März 2019 begann die Serienproduktion. Mit 1. Juli 2019 wurde der e.GO Life offiziell zu einem förderfähigen Fahrzeug. 2019 wurden insgesamt 540 Fahrzeuge des e.GO Life verkauft.

Laut des Herstellers ist der e.GO Life ein typisch urbanes Fortbewegungsmittel. Das Leergewicht mit Akku beträgt beim Modell e.GO Life 20 1.150 Kilogramm. Der Rahmen des Fahrzeugs besteht aus ultraleichten Aluminiumprofilen. Verstärkt wird die Karosserie durch Stahl. Für die richtige Bremsleistung sorgen Scheibenbremsen an allen vier Rädern.

Die E-Motortechnik stammt vom deutschen Traditionsbetrieb Bosch. Dies inkludiert den Elektromotor, das Ladegerät, die Steuereinheit, die Traktionsbatterie und das Display. Durch den Schuko-Stecker kann man den e.GO Life über eine normale Haushaltssteckdose laden. Über einen Typ-2-Stecker kann man das Fahrzeug pro Stunde maximal mit Energie für rund 24 Kilometer Reichweite versorgen. Für den e.GO Life bietet der Hersteller eine eigene Wandladestation namens Wallbox home an.

Das Fahrzeug gibt es laut Hersteller in den Varianten e.GO Life First Edition, e.GO Life 20, e.GO Life 40 und e.GO Life 60.

Uniti One

Ein Elektroauto aus Schweden, und es kommt nicht von Volvo. Das schwedische Start-up Uniti hat sich zur Aufgabe gemacht, ein für fast jedermann leistbares E-Auto auf den Markt zu bringen. Die Produktion für den Uniti One, so der Name des ersten Modells, ist bereits angelaufen. Mit der Auslieferung können die Kunden ab Mitte 2020 rechnen.

Laut Herstellerangaben ist das Uniti One als Stadtauto konzipiert. Die Prämisse beim Bau liegt auf der Effizienz. Mit dem 12 kWh-Akku soll der kleine Flitzer eine Reichweite von 150 Kilometer erreichen. Um die Reichweite weiter zu erhöhen, wird man den Uniti One auch mit einem 24 kWh-Akku kaufen können. Damit wird bei einem Aufpreis von 2.800 Euro eine Reichweite von bis zu 300 Kilometer möglich.

Den Raum für den Akku stellt ein für europäische Fahrzeuge ungewöhnliches Platzkonzept zur Verfügung. Der Zweitürer wird mit drei Sitzen ausgestattet sein. Dabei sitzt der Fahrer bequem in der Mitte des E-Autos. Hinter diesem können bis zu zwei Passagiere Platz nehmen.

Das Elektrofahrzeug soll 600 Kilogramm Leergewicht haben bei einer Länge von 3,2 Metern. Mit seinen 68 PS beschleunigt er von 0 auf 100 km/h binnen 9,9 Sekunden. Dann dauert es nicht mehr lang, bis er seine Maximalgeschwindigkeit von 120 km/h erreicht. Um in engen urbanen Straßen und Gassen gut zurechtzukommen, beträgt der Wendekreis des Uniti One lediglich sieben Meter.

Der Unite One kann auf der Webseite des Herstellers konfiguriert werden.

Smart Fortwo

Daimler, der Mutterkonzern von Mercedes, baut den Smart Fortwo seit 1998. Ab dem Jahr 2006 begann man, aufbauend auf diesem Fahrzeug, Kleinst-E-Autos zu bauen. Im selben Jahr lief in London ein Großversuch, bei dem 100 Smart Fortwo 450 Electric Drive getestet wurden. Mit einem 30 kW-Motor erreichte das Fahrzeug rund 100 km/h bei einer Reichweite von 115 Kilometer. Statt einem heute üblichen Lithium-Ionen-Akku wurde damals eine Natrium-Nickelchlorid-Zelle verwendet.

Mit einem Akku aus dem Hause Tesla kam 2009 der Fortwo 451 ED 2 auf den Markt. 2012 folgte der Fortwo 451 ED 3. Seit 2016 fährt der Fortwo 453 Electric Drive (ED 4). Der E-Motor wird nicht von Daimler, sondern von Renault gebaut. Mit der aktuellen Motorleistung schafft der Smart ForTwo ED 4 eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h. Mit dem 17,6 kWh-Akku erreicht der Fortwo eine Reichweite von bis zu 160 Kilometern.

Normale Haushaltssteckdosen laden den Smart Fortwo binnen sechs Stunden. Durch den Einsatz einer Wallbox kann diese Zeit auf rund 3,5 Stunden reduziert werden. Mit dem zusätzlich zu erwerbenden Schnelllader (22 kW) kann man den Akku in 45 Minuten zu 80 % laden. In Zukunft wird der Benutzer das Laden mit einer App für Smartphones steuern können. Zusatzfunktionen, die über die App zudem gesteuert werden können, sind die Heizung und die Klimaanlage.

Über den Autor
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Stefan Köstlinger

Stefan Köstlinger ist Kommunikationswissenschaftler, ehemaliger Journalist und selbstständiger Texter mit seiner K & K Schreibwerkstatt. E-Mobilität hat ihn schon immer fasziniert – angefangen vom ersten ferngesteuerten Auto bis heute und der Möglichkeit, verbrennungsmotorfrei zu leben.
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