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So kommt man mit dem Elektroauto am besten durch den Winter

Bei älteren Elektroautos hat der Winter eine große Rolle gespielt, wenn es um die Reichweite ging. Daher haben viele Autohersteller ihre Stromer aufgerüstet, so dass der Reichweitenverlust bei Minustemperaturen nicht so hoch ist.

Im Winter kann der Reichweitenverlust eines E-Autos bei bis zu 50 Prozent liegen, aber auch das Aufladen kann mehr Zeit in Anspruch nehmen. Allerdings haben seit 2010 die Autohersteller einiges getan, damit der Reichweitenverlust bei starken Minustemperaturen stark minimiert wird. Auch als Fahrer eines rein elektrisch angetriebenen Fahrzeugs kann man viel für eine höhere Reichweite tun.

Akkumulatoren mögen keine starke Kälte und keine starke Hitze

In den meisten Batterieeinheiten werden Lithium-Ionen Akkumulatoren verwendet, um die Energie zu speichern. Allerdings mögen die Akkus weder große Hitze noch große Kälte, so läuft zum Beispiel bei großer Kälte die Zellchemie in den einzelnen Akkuzellen stark langsamer ab.

Gleichzeitig hat man im Winter oft die Verbraucher an, welche einen hohen Energiebedarf haben. Hierzu zählen insbesondere die Heizung für den Fahrzeuginnenraum, sowie die Heizung für die Front- und die Heckscheibe, welche in vielen Elektroautos ihre Energie mit aus der Batterie zieht.

Viele Autohersteller haben nachgerüstet

Um die Reichweite des E-Autos nicht durch den Winter sinken zu lassen, haben die Autohersteller verschiedene Lösungen entwickelt. So gibt es zum Beispiel bei den E-Autos VW e-Golf und BMW i3 (optional) eine Wärmepumpe.

Eine Wärmepumpe arbeitet einfach gesagt, wie ein Kühlschrank, bloß umgekehrt. Aus einem Kilowatt Strom kann so bis zu drei Kilowatt Wärme erzeugt werden. Gleichzeitig kann die Abwärme des Elektromotors, Traktionsbatterie und der Leistungselektronik zusätzlich zum erwärmen des Fahrzeuginnenraums genutzt werden.

Andere setzen zum Beispiel auf den stärkeren Einsatz einer Sitz- und Lenkradheizung, so dass nicht der ganze Innenraum erwärmt werden muss.

Viele Autobauer bieten mittlerweile auch die Möglichkeit an, dass man bei seinem Stromer zu einer bestimmten Uhrzeit die Heizung starten kann oder die Klimaanlage per App direkt starten kann.

Da in immer mehr PKWs LEDs eingesetzt werden, kann das Thema Beleuchtung vernachlässigt werden, da eine LED nur wenig Energie benötigt.

Dies ergibt natürlich nur Sinn, wenn das E-Auto an einer Ladestation oder ähnlichem angeschlossen ist. Denn so wird das Fahrzeug bereits aufgewärmt, während es noch am Stromnetz hängt und der Akku wird geschont.

So verliert das Elektroauto im Winter möglichst wenig Reichweite

Am besten parkt man sein Elektroauto bei sehr kalten Temperaturen in einer Garage und schließt das Ladekabel an, denn durch die Garage wird das auskühlen der Batterieeinheit vermieden.

Wenn das Fahrzeug mit dem Stromnetz verbunden ist, sollte man vor einer Fahrt (falls vorhanden) die Möglichkeit nutzen, die Autoheizung aus der Ferne zu starten. 

Als letzten Tipp sollte man beachten, dass die Reichweite nie zu Lasten der Sicherheit gespart werden sollte. Denn ohne eine ausreichend freie Sicht, weil die Scheiben noch beschlagen oder vereist sind oder ohne eingeschaltetes Licht ist die Gefahr für einen Unfall zu groß.

Über den Autor
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Kai Domroese

Kai Domroese befasst sich seit dem Jahr 2010 intensiv mit dem Thema Elektromobilität, so hat er im April 2010 seinen Blog Mein-Elektroauto.com gegründet. Kai wurde im Jahr 1981 geboren und lebt in der Nähe von Hannover. Da er bis 2018 in einer Mietwohnung gewohnt hat, kennt er sich auch mit den Tücken der Elektromobilität für Mieter aus. Neben der Mobilität interessiert er sich auch für die Themen erneuerbare Energien, Plusenergiehäuser und auch Pflanzen.
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