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EMob-Wissen Teil 6 - das Duell Benziner vs Elektro

Coca-Cola gegen Pepsi, Apple gegen Microsoft oder eben Elektroautos gegen Benziner (Verbrenner). Wer ist der Bessere? Wer schafft es, die Wünsche der Kunden besser zu erfüllen? Welche Vorteile überwiegen bei den Kontrahenten. Ein Vergleich schafft oftmals einen guten Überblick über die tatsächlichen Unterschiede und die vielleicht übersehenen Gemeinsamkeiten. Wir stellen Autos mit Verbrennungsmotor und Elektroautos in den Punkten Reichweite, Leistung, Ausstattung und laufende Kosten gegenüber. 

E-Auto und Benziner – der Reichweitenvergleich

Elektroautos haben abhängig von den Faktoren Akku-Kapazität, Geschwindigkeit, Bauweise, Fahrverhalten, Streckenprofil, zusätzliche Stromverbraucher und der Temperatur eine Maximalreichweite. Diese liegt bei aktuellen Modellen zwischen 150 (z. B. Peugeot iOn) und 600 Kilometer (Tesla Modell S) . 

Bei Autos mit Verbrennungsmotoren kann die Reichweite durchaus zwischen 800 und 1.000 Kilometer liegen. Ein großer Tank ermöglicht dies. Wie beim Elektroauto beeinflussen auch beim benzinbetriebenen Auto die Faktoren Geschwindigkeit, Bauweise, Fahrverhalten, Streckenprofil, eingeschaltete Geräte sowie die Temperatur den Benzinverbrauch und damit die Reichweite. Die durchschnittliche Reichweite eines Autos mit Verbrennungsmotor ist also größer als jene bei Elektroautos.

Zu Bedenken ist aber auch der Faktor Nutzung. Der durchschnittliche deutsche Fahrer legt am Tag 40 Kilometer mit dem Pkw zurück. Das heißt, dass auch ein Fahrzeug mit einer Reichweite von 150 Kilometern meistens ausreichen würde um diese Strecke zurückzulegen. Hat man dann noch eine Wandladestation im eigenen Heim, kann man das Fahrzeug alle zwei Tage laden und muss sich keine Gedanken um die Reichweite machen.

E-Auto und Benziner – der Leistungsvergleich

Das Brummen sowie das Aufheulen von Verbrennungsmotoren zeugen für viele von deren Kraft und Leistung. Die Stille der E-Motoren halten viele für ein Zeichen von Kraftlosigkeit – die Realität sieht anders aus. Aktuelle Elektroautos haben in der Regel die gleichen PS-Zahlen wie ihre Geschwister mit den Flüssigkraftstoffen. Der Opel e-Corsa hat 136 PS, der Diesel- oder Benzin-Corsa kommt in der handelsüblichen Standard-Variante als 1.4 Turbo ecoFLEX auf 120 Pferdestärken. Im oberen Segment können sowohl der Porsche Taycan Turbo (625 PS), der Aston Martin Rapide E (610 PS) und der Mercedes-Benz SLS AMG ED (750 PS) mit vergleichbaren Verbrennungsfahrzeugen locker mithalten. 

2019 wurde der Hypersportwagen Pininfarina Battista vorgestellt. Dieser schafft es laut des Herstellers auf sagenhafte 1900 PS. Mit mehr als 400 Km/h kann man damit durch die Gegend rasen. Die Reichweite der Batterie beträgt 500 Kilometer. 

Beim Leistungsvergleich schneiden die E-Autos ebenso gut ab wie die Benziner. Für denjenigen, für den die Leistung ein Kaufkriterium ist, ist es also unerheblich, ob er einen Benziner oder ein E-Auto fährt.  

E-Auto und Benziner – der Ausstattungsvergleich

Beim Thema Ausstattung wie zum Beispiel bei Sitzheizungen, Kofferraumgröße oder auch integriertem Navigationssystem sind bei Neuwagen sowohl die E-Autos wie auch die Benziner mittlerweile identisch. Die Hersteller statten weder Fahrzeuge mit E-Motor noch jene mit Verbrennungsmotor besser oder schlechter aus. Wer also auf ein spezielles Ausstattungselement nicht verzichten kann, kann sich speziell bei Neuwagen völlig unabhängig entscheiden. 

E-Auto und Benziner – der Vergleich der laufenden Kosten

Um einen fairen Vergleich zwischen einem E-Auto und einem Verbrenner zu ziehen, sollten die beiden sowohl bei der Motorleistung wie auch bei der Ausstattung auf einem ähnlichen Level sein.

Die Energiekosten sollte man zum Beispiel je nach Kilometer berechnen. Die Zahlen finden Interessierte auch auf der Seite des ADAC. So liegen die Kosten pro Kilometer beim BMW i3s bei 53,6 Cent, beim Vergleichsmodell BMW 218d Acitive Tourer bei 60,6 Cent. Bei BMW ist also der Betrieb des E-Autos kostengünstiger. Bei Renault sieht die Lage umgekehrt aus. Muss man beim Elektroauto Renault Zoe pro Kilometer 48 Cent ausgeben, liegt der Kilometerpreis beim Vergleichsmodell Renault Clio TCe 90 bei 36,4 Cent. Eine ausgeglichene Situation findet man beim VW e-Golf und beim VW Golf 1.5 TSI vor. Der Preis beim e-Golf liegt bei 48,6 Cent/km und beim „normalen“ Golf bei 49,0. 

Auch Versicherungsabgaben zählen zu den laufenden Kosten. Ebenso wie Verbrenner muss man bei E-Autos eine Kfz-Haftpflichtversicherung abschließen. Experten raten, da aktuell die meisten Elektrofahrzeuge Neuwagen sind, sogar zu einer Kaskoversicherung. Einen echten Preisunterschied zwischen den beiden Antriebsarten gibt es nicht. Als Tipp: Viele Versicherer bieten durchaus kostenfreie Zusatzleistungen für Besitzer von E-Autos auf Anfrage an. Dazu zählen die Allgefahrenabdeckung bei Batterien, Leistungen bei Überspannungsschäden oder beim Diebstahl des Ladekabels. 

Vorteile von E-Autos

So gleich E-Autos und Verbrenner in vielen Punkten auch sein mögen, das Elektroauto hat im Vergleich auch viele Vorteile. Dazu gehören unter anderem das geräuschärmere Fahren, kein Schadstoffausstoß oder aktuell noch staatliche Förderung bei der Anschaffung. Die E-Autos sind im Vergleich mit den Verbrennern hervorragend für den Stadtverkehr geeignet. Das Energierückgewinnungssystem ist dabei ein E-Auto-Vorteil. Benziner und Dieselfahrzeuge verbrauchen im Stadtverkehr mehr Treibstoff. Durch das Energierückgewinnungssystem verhilft der Stop-And-Go-Verkehr dem E-Auto sogar zu einer höheren Reichweite. Ein weiterer Vorteil bei E-Autos ist es, aus dem Eigenheim mittels einer Wandladestation (Wallbox) eine nachhaltige E-Tankstelle zu machen. 

Vorteile von Benzinern

Die Durchschnittsreichweite eines Autos mit Verbrennungsmotor liegt heute trotz vieler technischer Innovationen noch über jener des E-Autos. Wenn man die staatliche Prämie nicht berücksichtigt, sind die Anschaffungskosten für einen Verbrenner geringer als für ein E-Auto. Die Auftankzeit bei Benzinern und Dieselfahrzeugen ist erheblich kürzer als die Ladezeit sogar des schnellen Super Charger von Tesla. Das europaweite Tankstellennetz ist für Autos mit Verbrennungsmotoren großflächiger ausgebaut. 

 

Einsteigerwissen für Elektromobilität – der Vergleich Elektroauto mit einem „Benziner“

Coca-Cola gegen Pepsi, Apple gegen Microsoft oder eben Elektroautos gegen Benziner (Verbrenner). Wer ist der Bessere? Wer schafft es, die Wünsche der Kunden besser zu erfüllen? Welche Vorteile überwiegen bei den Kontrahenten. Ein Vergleich schafft oftmals einen guten Überblick über die tatsächlichen Unterschiede und die vielleicht übersehenen Gemeinsamkeiten. Wir stellen Autos mit Verbrennungsmotor und Elektroautos in den Punkten Reichweite, Leistung, Ausstattung und laufende Kosten gegenüber.

E-Auto und Benziner – der Reichweitenvergleich

Elektroautos haben abhängig von den Faktoren Akku-Kapazität, Geschwindigkeit, Bauweise, Fahrverhalten, Streckenprofil, zusätzliche Stromverbraucher und der Temperatur eine Maximalreichweite. Diese liegt bei aktuellen Modellen zwischen 150 (z. B. Peugeot iOn) und 600 Kilometer (Tesla Modell S)[1].

Bei Autos mit Verbrennungsmotoren kann die Reichweite durchaus zwischen 800 und 1.000 Kilometer liegen. Ein großer Tank ermöglicht dies. Wie beim Elektroauto beeinflussen auch beim benzinbetriebenen Auto die Faktoren Geschwindigkeit, Bauweise, Fahrverhalten, Streckenprofil, eingeschaltete Geräte sowie die Temperatur den Benzinverbrauch und damit die Reichweite.

Die durchschnittliche Reichweite eines Autos mit Verbrennungsmotor ist größer als jene bei Elektroautos.

E-Auto und Benziner – der Leistungsvergleich

Das Brummen sowie das Aufheulen von Verbrennungsmotoren zeugen für viele von deren Kraft und Leistung. Die Stille der E-Motoren halten viele für ein Zeichen von Kraftlosigkeit – dem ist mitnichten so. Aktuelle Elektroautos haben in der Regel die gleichen PS-Zahlen wie ihre Geschwister mit den Flüssigkraftstoffen. Der Opel e-Corsa hat 136 PS, der Diesel- oder Benzin-Corsa kommt in der handelsüblichen Standard-Variante als 1.4 Turbo ecoFLEX auf 120 Pferdestärken. Im oberen Segment können sowohl der Porsche Taycan Turbo (625 PS), der Aston Martin Rapide E (610 PS) und der Mercedes-Benz SLS AMG ED (750 PS) mit vergleichbaren Verbrennungsfahrzeugen locker mithalten.

2019 wurde der Hypersportwagen Pininfarina Battista vorgestellt. Dieser schafft es laut des Herstellers auf sagenhafte 1900 PS[2]. Mit mehr als 400 Km/h kann man damit durch die Gegend rasen. Die Reichweite der Batterie beträgt 500 Kilometer.

Beim Leistungsvergleich schneiden die E-Autos ebenso gut ab wie die Benziner. Für denjenigen, für den die Leistung ein Kaufkriterium ist, ist es also unerheblich, ob er einen Benziner oder ein E-Auto fährt.  

E-Auto und Benziner – der Ausstattungsvergleich

Beim Thema Ausstattung wie zum Beispiel bei Sitzheizungen, Kofferraumgröße oder auch integriertem Navigationssystem sind bei Neuwagen sowohl die E-Autos wie auch die Benziner mittlerweile identisch. Die Hersteller statten weder Fahrzeuge mit E-Motor noch jene mit Verbrennungsmotor besser oder schlechter aus. Wer also auf ein spezielles Ausstattungselement nicht verzichten kann, kann sich speziell bei Neuwagen völlig unabhängig entscheiden.

E-Auto und Benziner – der Vergleich der laufenden Kosten

Um einen fairen Vergleich zwischen einem E-Auto und einem Verbrenner zu ziehen, sollten die beiden sowohl bei der Motorleistung wie auch bei der Ausstattung auf einem ähnlichen Level sein.

Die Energiekosten sollte man zum Beispiel je nach Kilometer berechnen. Die Zahlen finden Interessierte auch auf der Seite des ADAC[3]. So liegen die Kosten pro Kilometer beim BMW i3s bei 53,6 Cent, beim Vergleichsmodell BMW 218d Acitive Tourer bei 60,6 Cent. Bei BMW ist also der Betrieb des E-Autos kostengünstiger. Bei Renault sieht die Lage umgekehrt aus. Muss man beim Elektroauto Renault Zoe pro Kilometer 48 Cent ausgeben, liegt der Kilometerpreis beim Vergleichsmodell Renault Clio TCe 90 bei 36,4 Cent. Eine ausgeglichene Situation findet man beim VW e-Golf und beim VW Golf 1.5 TSI vor. Der Preis beim e-Golf liegt bei 48,6 Cent/km und beim „normalen“ Golf bei 49,0.

Auch Versicherungsabgaben zählen zu den laufenden Kosten. Ebenso wie Verbrenner muss man bei E-Autos eine Kfz-Haftpflichtversicherung haben. Experten raten, da aktuell die meisten Elektrofahrzeuge Neuwagen sind, sogar zu einer Kaskoversicherung. Einen echten Preisunterschied zwischen den beiden Antriebsarten gibt es nicht. Als Tipp: Viele Versicherer bieten durchaus kostenfreie Zusatzleistungen für Besitzer von E-Autos auf Anfrage an. Dazu zählen die Allgefahrenabdeckung bei Batterien, Leistungen bei Überspannungsschäden oder beim Diebstahl des Ladekabels.

Vorteile von E-Autos

So gleich E-Autos und Verbrenner in vielen Punkten auch sein mögen, das Elektroauto hat im Vergleich auch viele Vorteile. Dazu gehören unter anderem das geräuschärmere Fahren, kein Schadstoffausstoß oder aktuell noch staatliche Förderung bei der Anschaffung. Die E-Autos sind im Vergleich mit den Verbrennern hervorragend für den Stadtverkehr geeignet. Das Energierückgewinnungssystem ist dabei ein E-Auto-Vorteil. Benziner und Dieselfahrzeuge verbrauchen im Stadtverkehr mehr Treibstoff. Durch das Energierückgewinnungssystem verhilft der Stop-And-Go-Verkehr dem E-Auto sogar zu einer höheren Reichweite. Ein weiterer Vorteil bei E-Autos ist es, aus dem Eigenheim mittels einer Wandladestation (Wallbox) eine nachhaltige E-Tankstelle zu machen.

Vorteile von Benzinern

Die Durchschnittsreichweite eines Autos mit Verbrennungsmotor liegt heute trotz vieler technischer Innovationen noch über jener des E-Autos. Wenn man die staatliche Prämie nicht berücksichtigt, sind die Anschaffungskosten für einen Verbrenner geringer als für ein E-Auto. Die Auftankzeit bei Benzinern und Dieselfahrzeugen ist erheblich kürzer als die Ladezeit sogar des schnellen Super Charger von Tesla. Das europaweite Tankstellennetz ist für Autos mit Verbrennungsmotoren deutlich großflächiger ausgebaut.

 

Über den Autor
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Stefan Köstlinger

Stefan Köstlinger ist Kommunikationswissenschaftler, ehemaliger Journalist und selbstständiger Texter mit seiner K & K Schreibwerkstatt. E-Mobilität hat ihn schon immer fasziniert – angefangen vom ersten ferngesteuerten Auto bis heute und der Möglichkeit, verbrennungsmotorfrei zu leben.
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