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Das ist beim Kauf eines gebrauchten Elektroautos beachten

Ein neues Elektroauto ist nicht gerade günstig, daher lohnt sich auch bei den Stromern ein Blick auf den Gebrauchtwagenmarkt. Allerdings sollten ein paar Punkte beachtet werden, damit man keine böse Überraschung erlebt.

Sobald ein Auto nach dem Kauf vom Hof des Autohändlers rollt, verliert es an Wert. Dies gilt auch für Elektroautos, daher kann man viel Geld sparen, wenn man ein gebrauchtes E-Auto kauft.

Im Gegensatz zu einem PKW mit einem Verbrennungsmotor verfügen rein elektrisch angetriebene Autos über viel weniger bewegliche Teile, welche kaputt gehen können. So kommen Stromer ohne eine Auspuffanlage, Motoröl (Ölwechsel), Keilriemen, etc. aus. Die Werkstattkosten fallen daher wesentlich günstiger aus.

Die Preise von Elektroautos fallen nicht so schnell

Die Preise von Elektro- und Plug-In Hybridautos fallen grundsätzlich nicht so schnell, wie die Preise von PKW mit einem Verbrennungsmotor.

Ein Grund liegt unter anderem darin, dass es weniger Verschleißteile gibt und der Gebrauchtwagenmarkt für Elektrofahrzeuge noch relativ übersichtlich ist.

Im Zeitraum zwischen Januar und Ende 2019 gab es in Deutschland genau 3.172 (von ca. 2,4 Millionen) Besitzumschreibungen. Also machen die Elektromobile nur einen Anteil von 0,1 Prozent an den Weiterverkäufen aus.

Was ist beim Kauf eines gebrauchten Elektroautos zu beachten?

Ein Elektroauto aus zweiter oder dritter Hand kann ein guter Kauf sein, auch wenn es noch vergleichsweise teuer ist. Einen besonderen Augenmerk sollte man auf den Energiespeicher werfen, denn von ihm hängt die Reichweite ab.

Kaufinteressenten sollten besonders auf den Zustand der Akkuzellen achten, denn diese können bei falscher Behandlung schneller als andere Akkus altern.

Zu den Faktoren, welche das Alter des Akkus schneller voranschreiten lassen, gehören große Kälte, Hitze und zu schnelle Ladevorgänge. Allerdings überwacht die Bordsoftware den Ladevorgang und sorgt so dafür, dass dieser möglichst schonen von statten geht.

Man sollte sich das Batterietestprotokoll zeigen lassen, welches einen über den Zustand der Batterieeinheit informiert. Dieses Protokoll ist aber auch für Verkäufer interessant, da man sein E-Auto so einfacher zu einem gewünschten Preis verkaufen kann.

Bei einer Testfahrt sollte man den Verkäufer bitten, dass E-Auto zu 100 Prozent aufzuladen. Da die Bordcomputer im Stromer die Restreichweite anzeigen und diese an den Fahrstil und die Außentemperatur anpassen, kann man nach etwa 50 Kilometern eine grobe Prognose wagen.

Batterieeinheiten in den Elektroautos halten oft länger als Vermutet

Eine gute Nachricht ist, dass die Akkumulatoren in der Regel länger halten, als vom Hersteller vorhergesagt. Eine Batterieeinheit besteht aus vielen einzelnen Akkus und der Elektronik, welche zum Beispiel die einzelnen Zellen überwacht.

Laut des TÜV Süd verfügen viele Elektroautos selbst nach 200.000 gefahrenen Kilometern noch über 80 bis 90 Prozent der ursprünglichen Kapazität. Je nach Fahrweise und den Außenbedingungen kann eine Batterie 15 Jahre halten, bevor die Kapazität so weit abgenommen hat, dass sie nicht mehr für den Einsatz in einem PKW taugt.

Zwar gibt es Elektroautos seit über 100 Jahren, aber ab 2010 hat die Reichweite bedeutend zugenommen. Im Jahr 2010 betrug die Reichweite noch zwischen 170 und 300 Kilometern, seit dem hat sich auf dem Markt viel getan und mit den modernen Elektroauto kann man 500 Kilometer und weite fahren. Die neuen Modelle sind daher deutlich wertstabiler.

Darauf achten, ob die Batterie gekauft oder gemietet ist

Manche Autohersteller verkaufen die Antriebsbatterie nicht mit dem Elektroauto, sondern vermieten diese an den Kunden. Hier beginnt die monatliche Rate bei etwa 59 Euro, die genaue Höhe hängt von den zurückgelegten Kilometern ab.

Eine Mietbatterie bietet den Vorteil, dass man sie bei Problemen gegen eine neue Austauschen kann. Allerdings sollte man sich informieren, ob man den Mietvertrag auch einfach übernehmen kann.

Eine gekaufte Batterieeinheit hat den Vorteil, dass die laufenden Kosten wegfallen. Sollte ein neuer Energiespeicher eingebaut werden müssen, kann dies schon einmal bis zu 8.000 Euro kosten. Allerdings besteht bei vielen Modellen die Möglichkeit, einzelne defekte Akkuzellen aus der Batterieeinheit gegen neue auszutauschen.

Fazit

Der Kauf eines gebrauchten Elektroautos kann sich lohnen, besonders da die Wartungskosten viel niedriger als bei einem Verbrenner sind. Allerdings sollte man sich vorher überlegen, wie viel Kilometer man ungefähr pro Tag fährt. Denn dann muss man nicht unbedingt mehr Geld als nötig für die Reichweite ausgeben.

Wie bei einem Verbrenner auch, empfiehlt sich auch beim Kauf eines gebrauchten Stromers die Fahrt zur örtlichen Dekra / TÜV Stelle. Denn hier können Experten das Fahrzeug vor dem Kauf überprüfen.

Über den Autor

Kai Domroese

Kai Domroese befasst sich seit dem Jahr 2010 intensiv mit dem Thema Elektromobilität, so hat er im April 2010 seinen Blog Mein-Elektroauto.com gegründet. Kai wurde im Jahr 1981 geboren und lebt in der Nähe von Hannover. Da er bis 2018 in einer Mietwohnung gewohnt hat, kennt er sich auch mit den Tücken der Elektromobilität für Mieter aus. Neben der Mobilität interessiert er sich auch für die Themen erneuerbare Energien, Plusenergiehäuser und auch Pflanzen.
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