11.12.2020

EnBW – 1.000 Schnellladestationen bis nächstes Jahr

Tankstellen sind sowohl für Verbrennungsautos als auch für die E-Mobilität die Garanten für den Erfolg. Der Energiekonzern EnBW verspricht nun ein Netzwerk an über 1.000 Schnellladestationen bis Anfang 2021 über ganz Deutschland verteilt. Somit würde EnBW bereits über halb so viele Standorte wie die Tankstellenriesen Shell oder Aral verfügen. Aber hier soll nicht Schluss sein. Bis zum Jahr 2025 soll ein flächendeckendes Netz von 10.000 Stationen mit Schnellladetechnik entstehen. In das Projekt fließen vonseiten EnBWs in einem ersten Schritt rund 500 Millionen Euro.

© energielösung GmbH

Fünf Minuten für 100 Kilometer Akkuleistung

Durchschnittlich werden die Fahrer und Fahrerinnen der E-Autos an diesen 1.000 Stationen laut EnBW 2,5 Ladepunkte vorfinden. Entlang von Autobahnen, wo die Reise- und Ladegeschwindigkeit hoch ist, kann mit der 350-kW-Technik binnen fünf Minuten Strom für eine Distanz von 100 Kilometer getankt werden. Steht eine dieser Ladestationen zum Beispiel an einem Einkaufszentrum, könnte das Fahrzeug auch mit einer geringeren Ladeleistung von 75 kW bei einem durchschnittlichen Einkauf zur Gänze geladen werden.

Die Ziele von EnBW bleiben hoch. Konzernchef Frank Mastiaux betont, dass man im Schnitt pro Tag einen neuen Standort in Betrieb nehmen wollen würde. Damit würden laut Mastiaux bis 2025 10.000 Schnellladepunkte allein in Deutschland entstehen.

EnBW fokussiert sich seit Jahren fast ausschließlich auf die Schnellladetechnik – und expandiert. Man wolle nicht nur in Deutschland flächendeckend zur Verbreitung der E-Mobilität beitragen, sondern auch im europäischen Ausland. Ein Joint Venture soll dabei helfen. Seit wenigen Wochen arbeitet EnBW mit dem Unternehmen Smartics zusammen. Smartics gehört Siemens, OMV und dem österreichischen Energieunternehmen Verbund. Unter der Marke Smartics werden schon heute Schnellladestationen in der Schweiz und in Österreich angeboten. EnBW hat hier die Mehrheit übernommen und damit 100 weitere Standorte in den beiden Alpenstaaten hinzugewonnen.

Weitere Anbieter eines Schnellladestationen-Netzwerks

EnBW hat den Plan, die aktuell 90 Kilometer zwischen zwei Ladestationen auf der Autobahn auf 50 bis 40 Kilometer zu verkürzen. Aktuell verfügt EnBW laut des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft über rund ein Viertel aller Schnellladestationen in Deutschland. Andere große Anbieter sind Eon mit dem kürzlich übernommenen Innogy, das Gemeinschaftsunternehmen Ionity (BMW, Ford, Daimler, VW, Audi, Porsche), Allego, Stromnetz Hamburg sowie die Konzerne Aldi und Lidl. Tesla betreibt in Deutschland aktuell rund 80 Schnellladesäulen.

Autor: Stefan Köstlinger

Stefan Köstlinger ist Kommunikationswissenschaftler, ehemaliger Journalist und selbstständiger Texter mit seiner K & K Schreibwerkstatt. E-Mobilität hat ihn schon immer fasziniert – angefangen vom ersten ferngesteuerten Auto bis heute und der Möglichkeit, verbrennungsmotorfrei zu leben.

11. Dezember 2020

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