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Kostenvergleich E-Auto und Benziner

Die E-Mobilität nimmt weiter Fahrt auf. Die ökologischen Argumente für ein E-Auto überwiegen die wenigen Nachteile. Daher überlegen immer mehr Menschen, von Benziner auf E-Auto umzusteigen. Da die E-Autos trotz einer langen Geschichte auf dem Massenmarkt ein relativ neues Phänomen sind, sind sich viele Fahrer aber nicht sicher, mit welchen Kosten sie bei der Anschaffung und beim Betrieb rechnen müssen. Aus der langen Zeit vorherrschender Monopolstellung der Verbrennungsmotoren heraus sind die damit verbundenen Ausgaben bekannt. Ein Kostenvergleich zwischen E-Auto und Benziner kann hier helfen. Der hier vorgenommene Vergleich ist eine Beispielrechnung. Der Grund – um fair zu Vergleichen werden hier zwei Fahrzeuge vom gleichen Hersteller aus derselben Klasse herangezogen. Es handelt sich dabei um das Elektroauto Hyundai IONIQ und den Verbrenner Hyundai i30. Dies ist keine Kaufempfehlung, sondern lediglich der Versuch, tatsächlich vergleichbare Daten zueinander in Beziehung zu bringen.

 

 

 

 

Vergleich E-Auto und Benziner – Anschaffungskosten

Kurz gesagt, für das E-Auto Hyundai IONIQ bezahlt man als Neuwagen beim Händler 33.000 Euro. Für das Vergleichsmodell Hyundai i30 hingegen beträgt der Kaufpreis 24.500 Euro. Damit liegt der Preis für das E-Fahrzeug um ca. 34 % über seinem Pendant mit dem Verbrennungsmotor. Der Hauptunterschied bei den Anschaffungskosten ist der Akku, also die Batterie des E-Autos. Der Preis dafür liegt bei 40 % des Kaufpreises. In diesem Fall bei etwas mehr als 13.000 Euro. Zahlreiche Experten gehen davon aus, dass die Preise für die Akkus mit der Anzahl der hergestellten fallen werden. So wird der Preis in den kommenden Jahren unterhalb der 10.000 Euro-Marke fallen.

 

Vergleich E-Auto und Benziner – Versicherungskosten

Egal ob E-Auto oder Benziner – jedes Fahrzeug muss in Deutschland versichert sein. Dabei werden die Beiträge nach Daten und Fakten als Ergebnis einer statistischen Auswertung errechnet. Die Faktoren dabei sind unter anderem die Schadensfreiklasse, die Typklasse, die Regionalklasse sowie die Schaden- und Kostenentwicklung. Auch individuelle Faktoren spielen bei der Berechnung eine Rolle. Zu diesen zählt zum Beispiel die Erfahrung im Führen eines Fahrzeugs des Besitzers.

Der Vergleich des Hyundai IONIQ und des Hyundai i30 basiert auf einer gewählten Vollkasko-Versicherung. Bezahlt man für das E-Auto rund 970 Euro, sind für den Benziner 1.260 Euro fällig. Für das Fahrzeug mit dem Verbrennungsmotor fallen also 24 % höhere Versicherungskosten an.

 

Vergleich E-Auto und Benziner – Werkstattkosten (Wartung und Service)

Sowohl die Wartung als auch der Service garantieren ein langes Leben für ein Fahrzeug. Unter die Pflege, die Wartung und den Service fallen bei Autos mit Verbrennungsmotoren zum Beispiel das Erneuern der Bremsflüssigkeit sowie das Nachfüllen oder Wechseln des Motoröls. Durchschnittlich fallen für diese Art der Aufwände bei einem Hyundai i30 744 Euro pro Jahr an. Kostentreiber hierbei sind die vielen Verschleißteile. Durch den Tausch oder die Reparatur fallen die Wartungskosten entsprechend aus.

Durch die geringere Anzahl an Verschleißteilen liegen auch die Kosten für Wartung und Service bei E-Autos deutlich unterhalb jener der Verbrenner. Das Institut für Automobilwirtschaft in Nürtingen errechnete, dass die Reparatur- und Wartungskosten für ein E-Fahrzeug durchschnittlich 30 % unterhalb eines vergleichbaren Verbrenners liegen. So muss man im Schnitt für das E-Auto Hyundai IONIA pro Jahr rund 550 Euro in die Wartung oder in Reparaturarbeiten investieren.

 

Vergleich E-Auto und Benziner – Treibstoffkosten

Die Treibstoffkosten der beiden unterschiedlichen Antriebe lassen sich durch Ihren Verbrauch auf 100 km gut vergleichen. Der Hyundai IONIQ verbraucht auf 100 km gut 14,7 kWh (Kilowattstunden). Der Hyundai i30 verbraucht bei ähnlicher Fahrweise und gleichem Gewicht rund 5,2 Liter auf dieser Strecke. Für die Berechnung des Verbrauchs werden ein Durchschnittsstrompreis von 0,30 €/kWh und ein Benzinpreis von 1,50 € herangezogen.

Um einen guten Vergleich im Jahresmittel zu erhalten, gehen Experten von exakt 15.000 gefahrenen Kilometern aus. Daraus ergeben sich folgende Treibstoffkosten. Der verbrauchte Strom des Hyundai IONIQ kostet 662 Euro, der verfahrene Benzin des Hyundai i30 kostet 1.170 Euro. Damit kostet der Treibstoff für die gleiche gefahrene Anzahl an Kilometern beim Elektroauto nur 56 % von dem, was man für einen Benziner an der Tankstelle bezahlt.

 

Vergleich E-Auto und Benziner – Prämien, Förderungen, Steuervergünstigungen

Die Politik hat die E-Mobilität als zukunftsweisende, zukunftssichernde Technologie erkannt. Seit dem Jahr 2016 gibt es in ganz Deutschland Förderungen für E-Fahrzeuge. Die Allgemeinheit nennt diese Förderung Umweltbonus. Bei vielen E-Autos werden über diese Prämie oder Vergünstigung 6.000 Euro vom Listenpreis abgezogen. Bei Anschaffungskosten von 33.000 Euro macht diese Ersparnis mehr als 18 % des Kaufpreises aus.

Abhängig von den Kommunen und Ländern können noch weitere regionale Förderungen für die E-Mobilität hinzukommen. Es lohnt sich allemal, sich bei regionalen Behörden oder Ämtern über Prämien, Förderungen und Steuervergünstigungen für E-Fahrzeuge kundig zu machen. Diese finanziellen Vorteile können Käufer von Verbrennern nicht für sich geltend machen.

 

Für weitere Informationen:

Informieren Sie sich in unserem umfassenden Magazin-Artikel zu zahlreichen Förderungsmöglichkeiten!

Zusätzlich steht Ihnen zu jeder Zeit unsere unabhängige Förderdatenbank zur Verfügung!

 

Vergleich E-Auto und Benziner – Kfz-Steuer

Grundlegend sollte man hier gleich am Anfang sagen, dass E-Autos, die im Zeitraum zwischen dem 18.05.2011 und dem 31.12.2020 zugelassen wurden, bzw. werden, 10 Jahre von der Kfz-Steuer befreit sind. Dies gilt auch bei Fahrzeugen, die auf elektrischen Antrieb umgebaut wurden. Klar herausgestellt muss an dieser Stelle werden, dass diese Ausnahme nicht für Plug-in-Hybride gilt.

Für E-Autos, die nach dem 31.12.2020 angemeldet werden (oder nach 10 Jahren Steuern zahlen müssen), gelten folgende Zahlen. Als einziges Berechnungskriterium für die Kfz-Steuer bei E-Autos wird das zulässige Gesamtgewicht herangezogen. Die Steuerlast bemisst sich pro Jahr pro angefangene 200 Kilogramm zulässigen Gesamtgewichts. Bis 2.000 kg bezahlt man 5,625 Euro pro 200 kg. Zwischen 2.001 und 3.000 kg sind 6,01 Euro pro 200 kg fällig. Ab einem zulässigen Gesamtgewicht über 3.000 kg muss man 6,39 Euro pro 200 kg bezahlen.

Zudem gilt, dass man grundsätzlich bei E-Fahrzeugen bis 3.500 kg lediglich 50 % jener Abgaben zu bezahlen hat, die für einen Verbrenner anfallen. Bei Verbrennern spielen in der Berechnung der Steuerlast zusätzliche Faktoren eine Rolle. Diese können die Abgabenmenge signifikant erhöhen. Dazu zählen beispielsweise die CO2-Emissionen, der Hubraum, die Art des Motors oder auch die Erstzulassung.

 

Vergleich E-Auto und Benziner – Restwert

Für die Kosten eines Fahrzeugs ist auch der Restwert eine relevante Größe. Die Restwertbestimmung bedingt eine gute Markt- sowie Fahrzeugkenntnis. Quellen wie der ADAC oder ähnliche Institutionen können bei der Restwertbestimmung helfen. Für die beiden Hyundai-Modelle kann man bei einer Zeitspanne von fünf Jahren den Restwert bestimmen. Bekommt man für das E-Auto Hyundai IONIQ 7.100 Euro, erhält man für den Hyundai i30 6.070 Euro.

 

Fazit

Viele Menschen könnten von den höheren Anschaffungskosten eines E-Autos im Vergleich mit einem Benziner abgeschreckt werden. Aber mit jedem Jahr nähern sich die Gesamtkosten einander an. Nach rund fünf Jahren liegen die Kosten für alle Ausgaben ungefähr auf gleichem Niveau. Anschließend wird das E-Fahrzeug günstiger – und das mit jedem Jahr mehr. 

Über den Autor
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Stefan Köstlinger

Stefan Köstlinger ist Kommunikationswissenschaftler, ehemaliger Journalist und selbstständiger Texter mit seiner K & K Schreibwerkstatt. E-Mobilität hat ihn schon immer fasziniert – angefangen vom ersten ferngesteuerten Auto bis heute und der Möglichkeit, verbrennungsmotorfrei zu leben.
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