13.07.2021

Raumschiff IONIQ 5 – Probefahrt mit dem neuen Elektro-Hyundai

Neuer Tag, neue Probefahrt! Durch die freundliche Unterstützung des Autohauses Platzer aus Regensburg konnte die energielösung GmbH den neuen Hyundai IONIQ 5 testen. Langweilig wurde uns da auf jeden Fall nicht! Was wir alles erlebt haben, lesen Sie nachfolgend.

© energielösung GmbH

Als wir die Schlüssel des neuen Hyundai IONIQ 5 in den Händen hielten – einen recht herzlichen Dank an das Autohaus Platzer – war uns bereits bewusst, dass wir gleich eines der derzeit meist diskutiertesten wie begehrtesten Elektroautos kennenlernen dürfen. Dementsprechend neugierig startet unsere Probefahrt.

Der erste Eindruck

Hyundai´s wohl bekanntestes Elektroauto wirkt, nein…, ist (!) im ersten Moment wie ein kleines Raumschiff von einem anderen Stern. Kompakt und futuristisch – so kann der stylische Fünftürer, der bis zu fünf Personen Platz bietet, wohl am treffendsten umschrieben werden.

Optisch ansprechendes Konzept

Der Hyundai IONIQ 5 ist aus optischen Gesichtspunkten etwas schwer in Worte zu fassen. Zumindest bestehen über das optische Gelingen des Fahrzeugs unterschiedliche Auffassungen. Dies zeigt sich auch in den heterogenen Resonanzen des energielösung-Teams. Hier reichen die Beschreibungen von „unauffällig“ und „dezent“, über „modern“ bis hin zu „galaktisch“. Einige Kolleginnen und Kollegen meinen auch eine gewisse Ähnlichkeit zum VW Golf erkennen zu können. Andere sehen den IONIQ 5 sogar als kleinen Bruder des Tesla Cyber-Trucks an. Wie dem auch sei, eines zeigt sich schon jetzt deutlich: das Aussehen des elektrischen Südkoreaners ist diskutabel, findet aber mehrheitlich Gefallen.

Willkommen in Captain Kirk´s Welt – Der Innenraum

Mit dem Einstieg in den Hyundai IONIQ 5 begaben wir uns in eine gänzliche neue Welt. Star-Trek- oder Star-Wars-Fans werden wissen, was wir meinen. Sofort fällt der abgedunkelte Innenraum und im Zuge dessen auch die – in unserem Falle – lilafarbene Beleuchtungsleiste, die sich an der gesamten, inneren Seitenverkleidung entlang zieht, in´s Auge. Zwar kennen wir diese optische „Spielerei“ schon aus einigen Audi- wie BMW-Modellen, aber dennoch fühlen wir uns im IONIQ noch stärker einem Raumschiff zugehörig.

Mit dem anschließenden Blick in den geräumigen Innenraum – den wir von Außen wahrlich nicht vermutet haben – sticht insbesondere das gänzlich minimalistische und folglich sehr aufgeräumte Interieur hervor. Wenig Schnickschnack ermöglicht sowohl auf den Vorder- als auch auf den Rücksitzen unerwartet viel Beinfreiheit. Im Zuge dessen entdecken wir einige weitere Aspekte, die uns gefallen…!

Die große Mittelkonsole zwischen Fahrer- und Beifahrersitz lässt sich in Gänze durch ein, sich am Boden befindliches, Schienensystem verschieben. Je nach individuellen Wünschen kann selbige Konsole so spielend leicht platziert werden. Das klingt im ersten Moment nicht besonders spektakulär, doch denkt man an einen möglichen Transport, bei dem auch die Rücksitze genutzt werden müssen, oder an eine vollbesetzte Rücksitzbank, so kann dadurch einiges an Platz gewonnen werden. Zusätzlich kann bei beengten Parkverhältnissen das Fahrzeug auch über die Beifahrerseite verlassen werden. Das ist praktisch und durchdacht!

Die Rücksitze selbst sind bis zu 135 mm nach vorne oder hinten verstellbar, sodass sich nochmals neue Platzverhältnisse ergeben. Besonders für Großgewachsene kann diese Einstellung vorteilhaft sein.

Insbesondere die Vordersitze mit Relax-Funktion sind elektronisch verstellbar. Gut, Sie werden zurecht fragen, wo da nun die Besonderheit liegt. Schließlich sollte dies bei den aktuellsten Fahrzeugen ein Basisfaktor sein. Dass sich die Sitze jedoch fast in eine horizontale Lage bringen lassen und ein gemütliches Verweilen ermöglichen, ist dann aber doch nicht mehr unbedingt selbstverständlich. So können bei den (Lade-)Pause im wahrsten Sinne des Wortes auch bequem die Beine hochgelegt werden. Ermöglicht wird dies unter anderem durch eine integrierte Wadenstütze.

Das Cockpit des Fahrzeuges ist klar gegliedert und neutral gehalten. Die 12,25 Zoll große Instrumentenanzeige verschmilzt regelrecht mit dem identisch großen Touchscreen. Auch ein kleines Head-up-Display ist vorhanden. So sind im unmittelbaren Umfeld des Fahrers Daten zur Fahrt, zur Sicherheit als auch zum Infotainment abrufbar.

Der Kofferraum ist erstaunlich groß. Dieser Eindruck kommt insbesondere durch die Tiefe des Kofferraums zustande, die uns wirklich beeindruckt. Mit den verschiebbaren Rücksitzen wird der Kofferraum sogar nochmals ein Stück größer. Wer jedoch hochkantige Gegenstände transportierten muss könnte ein Problem bekommen. Denn dem Kofferraum des IONIQ 5 fehlt es doch ein wenig an Höhe.

Dass beim IONIQ 5 jedoch auch kein Platz verschenkt wird, zeigt ein weiterer Fakt: so besitzt das Fahrzeug neben dem großen Kofferraum im Heck auch einen Mini-Kofferraum unter der Motorhaube. Sicherlich ist dieser Geschmackssache und auch über seine Existenz lässt sich kontrovers diskutieren. Doch zumindest gibt Hyundai die Möglichkeit dieses kleine Versteck zu nutzen.

Mitgedacht: Kameras für Komfort und Sicherheit

Für ein Mittelklasse-Fahrzeug liefert der Hyundai IONIQ 5 vor allem eines: Rundumsicht. Neben einer Kamera, die den vorausfahrenden Verkehr beobachtet, gibt es auch eine Kamera, die den nachfolgenden Verkehr im Blick hat. Zusätzlich kann auf ein errechnetes Kamerabild zurückgegriffen werden, dass das Fahrzeug aus der Vogelperspektive zeigt. Hier kann die Ansicht sogar gedreht werden. Das ist – für ein Fahrzeug dieser Kategorie – herausragend.

Ebenfalls herausragend und das aus unserer Sicht wohl beste Zusatz-Feature sind jedoch zwei Sicherheitskameras an den Seiten des Fahrzeugs. Die Besonderheit: wird der Blinker betätigt, so erscheint im Fahrerdisplay ein Kamerabild des sich seitlich befindenden Verkehrs. Ein sich von hinten nähernder Fahrradfahrer kann dadurch einfach erkannt werden. Der tote Winkel wird somit umgangen. Das ist absolut spitze!

Großartiges Feeling

Wir starten unsere Probefahrt mit dem vollbesetzen IONIQ 5 in Richtung ländliches Donau-Ufer. Dabei müssen wir uns erst einmal durch städtischen Straßen schlängeln. Dies ist aber mit dem Hyundai kein Problem. In der (Innen-)Stadt (maximale Geschwindigkeit: 60 km/h) fährt sich der IONIQ 5 sehr harmonisch. Ruhig gleiten wir mit dem Verkehrsfluss dahin. Ein äußerst entspanntes und ruhiges Fahren wird uns so zuteil.

An den Ampeln – an denen man zügig wegkommen sollte, um auch die nachfolgenden Ampeln bei Grün passieren zu können – suchen wir unsersgleichen. Trotz schwerem, da vollbesetztem, Fahrzeug ziehen wir pfeilschnell davon. Da können auch Verbrenner-Luxus-Boliden nicht mithalten. Die Übersetzung des IONIQ 5 ist sagenhaft. Besonders aus dem Stand macht das mächtig Eindruck. Die Beschleunigung reiht sich da nahtlos an. Wir sind wirklich begeistert und würden sogar sagen, dass wir dieses Verhalten bislang nur von den gängigen Tesla-Modellen gewohnt sind.

Nach etwa zehn Minuten fahren wir auf eine nahegelegene Bundesstraße und können den IONIQ etwas mehr ausfahren. Das Fahrgefühl ist auch hier gleichbleibend positiv. Wir schweben dahin und auch die Kurvenlage – trotz des kurzzeitig einsetzenden Regens – bleibt unverändert stark. Aber Vorsicht: das ein oder andere Mal mussten wir sehr aufpassen nicht die Geschwindigkeitsbeschränkungen zu missachten. Die Power des IONIQs ist da wirklich verführerisch.

Die Film-Zukunft wird Realität

Am Donau-Ufer angekommen haben sich die Regenwolken dann etwas verzogen. Wir suchten uns ein schönes Plätzchen, stiegen aus und betrachteten den IONIQ 5 einmal genauer von außen.

Dieser besticht durch klare gesetzte Kanten und durch eine stark hervorgehobene Linienführung. Damit unterscheidet sich der IONIQ 5 deutlich von den meisten Elektroautos auf dem Markt. Denn diese sind zumeist, denkt man etwa an den VW ID.3 oder VW ID.4, eher rundlicher geformt.

Im Rahmen der Außenansicht fallen aber natürlich insbesondere die Scheinwerfer sowie die Front- und Hecklichter auf. Die aus zahlreichen kleinen Würfeln bestehende Darstellung ist aufsehenerregend. Das erinnert doch sehr stark an die in den 80er-Jahren populären Science-Fiction-Filme. Etwas Derartiges haben wir im realen (Auto-)Leben noch nicht gesehen… ein absoluter Blickfang!

Keine(r) ist perfekt!

Dieser – zugegeben etwas breit getretene – Floskel müssen auch wir uns bedienen. So war unser Date mit dem IONIQ 5 wahrlich eine Freude, doch fallen auch hier Kleinigkeiten auf, die wir als verbesserungswürdig erachten:

Für unseren Geschmack ist das große Fahrerdisplay – an dem wir prinzipiell Nichts auszusetzen haben – etwas lieblos gestaltet. Besonders die Karten- wie Navigationsanzeige wirkt monoton. Härtere Kritiker könnten diese aber auch als „einfallslos“ bezeichnen. Ähnlich verhält es sich mit dem Head-up-Display im Sichtfeld des Fahrenden. Sicherlich, so könnte man gegenargumentieren, passt diese rudimentäre Gestaltung zur minimalistischen Raumgestaltung des Fahrzeugs. Aus unserer Sicht ist hier jedoch noch ein klein wenig Luft nach oben. Im Gegensatz dazu ist das Display, das während der Fahrt die aktuellsten Fahrzeugdaten liefert, deutlich überladen. Durch die Fülle an Informationen wird die Anzeige unübersichtlich. „Alles im Blick haben“ – schön und gut, doch dann sollte Hyundai die Aufteilung der Displayanzeige wohl nochmals ein wenig überdenken.

Von der Akustik im Innenraum sind wir nicht ganz überzeugt. Sicherlich ist diese für ein Mittelklasse-Fahrzeug nicht schlecht, doch ein wenig besser dürfte selbige dann doch ausfallen. In unserem Test klingt sie ein wenig stumpf. Auch die zahlreichen Einstellungen hierzu konnten dieses kleine Manko nicht ändern.

Galaktischer Sound

Natürlich sind Elektroautos – im Vergleich zu Verbrennern – sehr leise. Dies heißt aber nicht, dass sie lautlos sind. Besonders passend finden wir im Zuge dessen die sprichwörtlich „galaktischen“ Sound-Zuspielungen des IONIQ 5. Wir haben hierzu einmal zwei Beispiele vorbereitet, die verdeutlichen, was wir meinen (wir finden´s wahrlich „außerirdisch“):

Der IONIQ 5 in Zahlen

Quelle: ADAC – Testfahrt im Ioniq 5

Unser Kurz-Fazit

Chapeau Hyundai!“

energielösung GmbH

Mit dem IONIQ 5 ist euch wirklich eine starke Kampfansage gelungen, die auch die Großen der Branche trifft. Neben kleinen Verbesserungspotenzialen ist der IONIQ aus unserer Sicht ein absolut empfehlenswertes Fahrzeug, das sowohl für städtische Kurzstrecken als auch für längere Urlaubsfahrten bestens geeignet ist.

Ausgewählte Quellen:

Hyundai

https://www.hyundai.de/modelle/ioniq-5/

ADAC

https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/autokatalog/marken-modelle/hyundai/hyundai-ioniq-5/

Ausgewählte Bildquellen:

Hyundai

https://www.hyundai.news/eu/models/electrified/ioniq-5/images.html

Autor: Lukas Lang

13. Juli 2021

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