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ADAC testet weitere Wallboxen

Wer sein Elektroauto auch zu Hause schnell aufladen will, sollte eine Wallbox kaufen. Der ADAC hat 6 weitere Wallboxen getestet, drei haben die Note sehr gut erhalten.

Die gängigsten Stromer kann man auf drei Weisen aufladen: An einer normalen Steckdose, einer Wallbox oder an einer öffentlichen Schnellladestation. Je nach Art dauert ein Ladevorgang bei einem Nissan Leaf (Batteriegröße: 40 kWh, Reichweite:270 km (nach WLTP)):

  • Haushaltssteckdose (3,7 kW): 21 Stunden
  • Wallbox (7,2 kW): 7,5 Stunden
  • Schnellladestation (50 kW): In ca. 60 Minuten von 20% Batteriekapazität auf 80 %.

Bereits im Jahr 2018 hatte der ADAC Wallboxen getestet, nun hat der Autoclub sechs weitere Ladestationen für zu Hause, den Arbeitsplatz und anderen Örtlichkeiten auf Herz und Nieren geprüft.

So fiel der ADAC Wallbox-Test aus

Eins vorweg: Das Ergebnis ist erfreulich, so erfüllen alle Testkandidaten ihre Aufgabe sicher, einfach und zuverlässig. Drei Geräte erhalten das Urteil „Sehr gut“, zwei weitere „Gut“, eine Wallbox schneidet mit „Befriedigend“ ab.

Mit sehr gut haben folgende Wallboxen abgeschnitten:

HEIDELBERG Wallbox Home Eco (ADAC-Note 1,1)- 524,39 Euro, maximale Ladeleistung 11 kW

Stärken: sicher, zuverlässig, einfache Bedienung, AC-Fehlerstromschutz integriert (Alternating Current = Wechselstrom), DC-Fehlerstromschutz integriert (Direct Current = Gleichstrom)

Schwächen: Status der Wallbox schlecht erkennbar, Hinweis auf Anmeldepflicht bei Netzbetreiber fehlt, trotz integriertem elektronischen AC-Fehlerstromschutz ist gemäß IEC 61851-1 ein vorgelagerter FI A (RCD) erforderlich

WEBASTO Pure (ADAC-Note 1,2) - 599,90 Euro, max. Ladeleistung 11 kW

Stärken: sicher, einfache Bedienung, DC-Fehlerstromschutz integriert, Hinweis auf notwendige Fehlerstromschutzeinrichtungen vorhanden, Schutzleiterüberwachung, Aufnahme für Ladestecker, Kabelaufhängung integriert, Schlüsselschalter, Hinweis auf Elektrofachkraft gegeben, Hinweis auf Anmeldepflicht bei Netzbetreiber gegeben

Schwächen: kein integrierter AC-Fehlerstromschutz , 2 Ladungsabbrüche bei 60 Ladetests, Konformitätserklärung liegt nicht bei, öffnen der Wallbox nicht möglich.

ESL Walli Light pro (ADAC-Note 1,6) - 846,99 Euro, max. Ladeleistung: 11 kW

Stärken: sicher, zuverlässig, einfache Bedienung, AC-Fehlerstromschutz integriert, DC-Fehlerstromschutz integriert, Aufnahme für Ladestecker, Schlüsselschalter, Hinweis auf Elektrofachkraft gegeben, gute Reparaturmöglichkeit durch modularen Aufbau

Schwächen: Status der Wallbox schlecht erkennbar, Hinweis auf Anmeldepflicht bei Netzbetreiber fehlt , Konformitätserklärung liegt nicht bei, trotz integriertem elektronischen AC-Fehlerstromschutz ist gemäß IEC 61851-1 ein vorgelagerter FI A (RCD) erforderlich

Mennekes Amtron Start C2 (ADAC-Note 1,6), 856,99 Euro, Ladeleistung 11 kW.

Stärken: sicher, einfache Bedienung, Kabelaufhänge integriert, Hinweis auf notwendige Fehlerstromschutzeinrichtungen in der Zuleitung vorhanden, gute Reparaturmöglichkeit durch modularen Aufbau

Schwächen: kein integrierter AC-Fehlerstromschutz, kein integrierter DC-Fehlerstromschutz, 1-mal kein Ladungsstart bei 60 Ladetests, Konformitätserklärung liegt nicht bei, Hinweis auf Anmeldepflicht bei Netzbetreiber fehlt

Wallbox Chargers Pulsar (ADAC-Note: 1,9) - 835,99 Euro, Ladeleistung bis 11 kW.

Stärken: einfache Bedienung, Hinweis auf Elektrofachkraft gegeben, Hinweis auf notwendige Fehlerstromschutzeinrichtungen in der Zuleitung vorhanden, Schutzleiterüberwachung, Halterung für Ladestecker, App-Anbindung

Schwächen: kein integrierter AC-Fehlerstromschutz, kein integrierter DC-Fehlerstromschutz, 1-mal kein Ladungsstart bei 60 Ladetests, falsche Stromstärke auf Typschild, Konformitätserklärung liegt nicht bei, Hinweis auf Anmeldepflicht bei Netzbetreiber fehlt, Einmalige, nicht reproduzierbare Störung bei ZOE I: Schaltkontakte haben nicht geöffnet.

PERDOK ecoLOAD (Note 2,8), - 489 Euro.

Stärken: Zuverlässig und einfache Bedienung.

Schwächen: Hinweis auf Elektrofachkraft fehlt, kein integrierter AC-Fehlerstromschutz, kein integrierter DC-Fehlerstromschutz, Ladestrom überschreitet 16 A, unzureichende Bedienungs- und Installationsanleitung, Typschild fehlt, Konformitätserklärung liegt nicht bei Hinweis auf Anmeldepflicht bei Netzbetreiber fehlt.

(Stand: August 2019).
(Ausführliche Test des ADAC: https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/tests/elektromobilitaet/wallboxen/)

Der ADAC rät dazu, die Installation einer Wallbox durch einen Fachmann durchführen zu lassen. Zusätzlich sollte man darauf achten, dass der Wallbox eine Konformitätserklärung beiliegt, welche seit April 2019 für die verpflichtende Anmeldung der Wallbox beim regionalen Netzbetreiber benötigt wird.

Über den Autor

Kai Domroese

Kai Domroese befasst sich seit dem Jahr 2010 intensiv mit dem Thema Elektromobilität, so hat er im April 2010 seinen Blog Mein-Elektroauto.com gegründet. Kai wurde im Jahr 1981 geboren und lebt in der Nähe von Hannover. Da er bis 2018 in einer Mietwohnung gewohnt hat, kennt er sich auch mit den Tücken der Elektromobilität für Mieter aus. Neben der Mobilität interessiert er sich auch für die Themen erneuerbare Energien, Plusenergiehäuser und auch Pflanzen.
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