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Endlich elektrisch fahren - und nun?

Spätestens nach dem Kauf eines Elektroautos stellen sich viele Fahrer die Frage, was die nächsten Schritte sind und was man mit seinem neuen PKW machen kann.

Das Fahrgefühl mit einem Elektroauto unterscheidet sich meiner Meinung nach fundamental mit der eines PKW mit einem Verbrennungsmotor. Als erstes fällt mir jedes Mal auf, wie leise ein rein elektrisch betriebenes Fahrzeug eigentlich ist.
So musste ich in der ersten Zeit mit dem Nissan Leaf beim Anfahren immer an eine moderne Straßenbahn denken, denn diese surren (zumindest in Hannover) ähnlich leise an.

Im Gegensatz zu den Verbrennern (PKW mit einem Verbrennungsmotor) gibt es Elektroautos grundsätzlich nur mit einer Automatikschaltung, dies war zumindest für mich die zweite große Umstellung.

Was man vor dem Abholen des Elektroautos klären sollte

In wie weit man sich Gedanken um das drumherum machen muss, hängt davon ab, ob man es gekauft, geleast, gemietet oder geliehen hat bzw. ob es sich um einen Firmenwagen handelt.

Wer einen Stromer gemietet hat, sollte sich darüber informieren, ob das Elektroauto voll aufgeladen zurückgegeben werden muss und an was für Ladestationen man das Fahrzeug aufladen kann.
Man sollte sich auch informieren, ob man zum Beispiel, eine nötige Ladekarte direkt von der Autovermietung erhält oder ob man diese selbst besorgen muss.

Wer ein Elektroauto längere Zeit fährt, weil dieses zum Beispiel gekauft, geleast oder als Firmenwagen dauerhaft genutzt wird, sollte sich vor allem um die Möglichkeiten der Aufladung kümmern.

Elektroauto zu Hause aufladen

Während ein Verbrenner in der Regel nur an einer Tankstelle mit Benzin oder Diesel versorgt werden kann, kann man ein rein elektrisch angetriebenes Auto theoretisch überall dort aufladen, wo es eine Steckdose gibt.

Allerdings sollte man vorher klären, ob die Elektroinstallation durch den Ladevorgang nicht überlastet wird. Denn umso älter eine Elektroinstallation ist, desto eher besteht die Gefahr, dass die Kabel und Verbindungen überhitzen und ein Kabelbrand entstehen kann. Dies liegt daran, dass die Stromleitungen (ohne eine Wallbox) im Durchschnitt etwa acht bis 10 Stunden Strom zum Elektroauto übertragen. Wenn die Kabel zu dünn sind oder eine Verbindung fehlerhaft ist, kann sich das Kabel oder eine andere Stelle so stark erhitzen, dass es zu einem Brand kommt.

Die durchschnittliche Kapazität einer Batterie von älteren Elektroautos beträgt rund 24 Kilowattstunden (kWh), neuere verfügen sogar über Energiespeicher mit 62 kWhs. Wenn man die normale Haushaltssteckdose zum Aufladen nutzt, beträgt die Ladeleistung circa 2,3 Kilowatt. Es dauert daher bei einer 24 kWhs großen Batterie etwa zehn Stunden, bis der Energiespeicher voll aufgeladen ist.

Wallbox beschleunigt den Ladevorgang

Wer das Vergnügen hat, ein Elektroauto aufladen zu können, sollte sich daher überlegen, ob eine Wallbox (auch Wandladestation genannt) nicht die bessere Alternative ist.

In Deutschland können die meisten modernen E-Autos mit dem Typ-2-Stecker aufgeladen werden, in Kombination mit einer entsprechenden Ladestation ist so eine Ladeleistung von bis zu 43 kW möglich.
Ältere Modelle von US- und asiatischen Autoherstellern verfügen häufig noch über den Typ-1-Stecker, dieser erlaubt nur eine Ladeleistung von bis zu 7,4 kW.

Abhängig von der Ladeleistung und Ausstattung kostet eine Wallbox zwischen 500 und 2500 Euro, dazu kommen noch die Kosten für einen Elektroinstallateur.

Wie finde ich unterwegs eine passende Ladestation?

Wer viel mit seinem Elektroauto unterwegs ist, braucht irgendwann eine öffentliche Ladestation. Viele Autohersteller haben die passenden Ladestationen bereits in das Navi eingepflegt, so das man bequem die nächste Stromtankstelle anfahren kann.

Eine Karte mit verschiedenen LadepunktenAlternativ bietet sogar Google die Suche nach einer Ladestation an, hierfür geht man auf Google Maps und gibt dann dort den Suchbegriff "Ladestation" (ohne "") ein. Falls der eigene Standort nicht mit übertragen wird, sollte man für das passende Ergebnis noch den gewünschten Ort hinzufügen. Also zum Beispiel "Ladestation Hannover".

Es empfiehlt sich auch zu informieren, welcher Energieanbieter vor Ort die meisten Ladestationen betreibt und sich rechtzeitig eine Ladekarte zu besorgen. Wer gerne weitere Strecken fährt, sollte sich auch über bundesweite Anbieter von Ladestationen informieren, hierzu zählen zum Beispiel: Plugsurfing, EnBW, Chargenow, New Motion, uvm.

An einer Ladestation sollte man sein Elektroauto nur so lange angeschlossen lassen, wie es nötig ist, denn ansonsten können andere Menschen die Stromsäule nicht nutzen.

Andere Fahrer von Elektroautos kennenlernen

Wer gerne etwas mit seinem Elektroauto unternehmen möchte und Gleichgesinnte kennenlernen will, kann einen entsprechenden Stammtisch oder ein anderes Treffen besuchen. Die meisten findet man bequem über eine große Suchmaschine der Wahl oder über die sozialen Netzwerke, wie zum Beispiel Facebook.

Es gibt aber auch Rallyes, an der die Fahrer von Elektrofahrzeugen teilnehmen können, dazu zählen zum Beispiel die nordeuropäische E-Mobil Rallye oder auch die Wave Trophy.

Über den Autor

Kai Domroese

Kai Domroese befasst sich seit dem Jahr 2010 intensiv mit dem Thema Elektromobilität, so hat er im April 2010 seinen Blog Mein-Elektroauto.com gegründet. Kai wurde im Jahr 1981 geboren und lebt in der Nähe von Hannover. Da er bis 2018 in einer Mietwohnung gewohnt hat, kennt er sich auch mit den Tücken der Elektromobilität für Mieter aus. Neben der Mobilität interessiert er sich auch für die Themen erneuerbare Energien, Plusenergiehäuser und auch Pflanzen.
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