Mehrspartenhauseinführung – Was steckt dahinter?

Mehrsparteneinführung - Die Vorteile im Überblick

Jedes Haus benötigt Versorgungsleitungen für Strom-, Gas-, Wasser- und Telekommunikation und diese müssen in Gebäude eingeführt und an die Netze angeschlossen werden. Lange wurden diese Hauseinführungen einzeln verbaut und schon bei der Planung des Kellers bzw. des Hausanschlussraums war man gezwungen diese mit zu berücksichtigen und einzeln anzulegen. Mehrspartenhauseinführungen optimieren diesen Vorgang und lassen Bauherren den notwendigen Spielraum für eventuelle Neuanschlüsse.

Sind sich Bauherren noch nicht sicher, ob sie später z. B. noch eine Glasfaserleitung anschließen möchten sobald diese örtlich verfügbar ist, können sie eine Mehrspartenhauseinführung mit 1 oder 2 Sparten mehr als aktuell benötigt verbauen und so ihr Gebäude besser versorgen.
Dabei werden Leerrohre (sogenannte Speedpipes) bis zur Grundstücksgrenze gelegt, was eine Erweiterung stark vereinfacht, da dann nur noch die Glasfaserleitung in das Leerrohr eingeblasen werden muss und somit kein erneutes Graben im Vorgarten und Bohren in der Hauswand nötig ist.
Auch ist der Aufwand für die Abdichtung der Bohrlöcher sind bei der Verwendung einer Mehrspartenhauseinführung geringer, als dies bei Einzeleinführungen der Fall ist. Es muss dann nur einmal die gesamte Bohrung abgedichtet werden und nicht jede Einführung extra, was eine große Zeit- und Geldersparnis mit sich bringt.
Einer der größten Vorteile die Mehrspartenhauseinführungen mit sich bringen ist, dass weniger abzudichtende Stellen auch das Risiko eines Wassereintritts in das Gebäude minimieren. Durch die integrierten Gummiringe werden keine zusätzlichen Abdichtungen für das Bohrloches mehr benötigt, was auch eine Martialeinsparung bedeutet.
Ein weiterer Grund, der für den Einsatz einer Mehrspartenvariante spricht, ist der geringere Platzbedarf. Da zwischen den Einzeleinführungen ein Mindestabstand eingehalten werden muss damit die Zwischenräume nicht instabil werden, ergibt sich ein größerer Platzbedarf, als bei einer Durchführung mit Hilfe einer Mehrspartenhauseinführung. Durch den gesparten Platz kann der Hausanschlussraum effizienter geplant werden und es geht weniger nutzbarer Raum verloren.

Produkt- und Einbauvorschriften beachten

Es gibt diverse Hersteller und Varianten von Hauseinführungen am Markt. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass diese eine DVGW- Zulassung (VP 601) besitzen und die DIN 18322 Kabelleitungsbau erfüllen, sowie auf Gas- und Druckwasserdichtigkeit hin geprüft sind.

Als Bauherr sollte man sich jedoch immer auch - trotz der vielen Vorteile der Mehrspartenhauseinführung - bei den örtlichen Versorgern informieren, welche Vorschriften für die Hauseinführungen existieren.
Bei manchen Energieversorgern werden Mehrspartenhauseinführungen mittlerweile sogar vorgeschrieben, während wieder andere immer noch nur Einzelhauseinführungen akzeptieren, da sie nur die Dichtigkeitsgarantie für die von ihnen selbst erstellten Einführungen übernehmen.

Hier noch ein wichtiger Hinweis: Da bei einer Mehrspartenhauseinführung meistens mehrere Versorger ihre Leitungen durchführen, sehen einige Firmen darin Problem bzgl. der Gewährleistung und Haftung, sofern der Abnehmer ein Endkunde ist. Bauherren sollten das frühzeitig abklären. 

Varianten und Bezugsquellen

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Anwendungsfälle von Mehrspartenhauseinführungen:

a) Einsatz bei Gebäuden mit Unterkellerung
b) Einsatz bei Gebäuden ohne Keller

Dementsprechend kommen verschiedene Produktvarianten zum Einsatz. Von vielen Stadtwerken sind die Produkte der Hersteller Doyma, Hauff und Langmatz freigegeben.

Falls Bauherr*innen mehr Informationen brauchen, beraten unsere Experten von enerigelösung natürlich gerne. Kontaktieren Sie uns einfach!

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