2. Förderaufruf "Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Bayern": Fakten & Tipps für Antragsteller

Ladestation mit Naturstrom © Matthias Bühner - fotolia.com

Fördergelder für Ladestationen © Matthias Bühner - fotolia.com

Das könnte manch einer als Ungerechtigkeit empfinden, dass dieses mal die Städte den Vorzug haben, dennoch steckt natürlich eine Idee dahinter: Auch im Rahmen des Sofortprogramms „Saubere Luft 2017 - 2020“ der Bundesregierung nimmt die Elektromobilität einen großen Stellenwert ein, wenn es darum geht die geforderten Klima- und Umweltziele erreichen zu können. Vor allem Städte mit hohem Verkehrsaufkommen sind angehalten die vorherrschende Stickstoffdioxidbelastung einzudämmen und Lösungen zu finden. Der Umstieg auf Elektromobililtät soll hier schnelle Abhilfe schaffen, durch Förderungen vorangetrieben werden und die gewünschte Wirkung zeigen. Deshalb wendet sich der Förderpott dieses mal an die großen bayerischen Städte.

Um aber andere Verwaltungsgemeinschaften nicht zu benachteiligen, plant die Landesregierung im Laufe des Sommers 2018 wieder einen nicht-regional beschränkten Förderaufruf starten. Wir werden natürlich unsere Leserinnen und Leser auf dem Laufenden halten und darüber berichten.

2. Förderaufruf in Bayern „Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge“ im Überblick

Wer kann einen Förderantrag stellen?

Prinzipiell kann jeder einen Antrag stellen der eine öffentlich zugängliche Ladestation in Betrieb nehmen möchte, außer öffentliche Behörden und Dienststellen des Bundes.

Was wird gefördert?

  • öffentlich zugängliche Ladesäulen bis 22 kW
    inkl. Zubehör (Ladekabel, Schutzmaterial, etc.)
  • Kennzeichnungen (Schilder, Parkplatzmarkierung und -sensoren)
  • Fundamente, Installation und Inbetriebnahme
  • Netzanschluss und Umbaumaßnahmen

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden?

  • Die Ladesäule/n müssen zu jeder Zeit öffentlich zugänglich sein
  • Mindestbetriebslaufzeit: 6 Jahre
  • Die Vorgaben der Ladesäulenverordnung müssen eingehalten werden
  • Erneuerbare Energien müssen genutzt werden
    (hier sollte man auf Ökostrom-Verträge zurückgreifen können)

Weitere (technische) Anforderungen sind:

  • Die Ladesäule muss der Ladensäulenverordnung entsprechen
  • Die Ladesäule muss über eine sog. Remotefähigkeit verfügen, d. h. sie muss in übergreifende Systeme wie Energie- und Lastmanagementssysteme und/oder Such- und Abrechnungssysteme (wie z. B. PlugSurfing) eingebunden werden können
  • Die Ladestation muss unter den Netzanschlussbedingungen des entsprechenden Netzanbieters am Standort angeschlossen werden können
  • Während der 6 Jahre Mindestbetriebsdauer muss jährlich (immer zum 1. Februar) eine Berichterstattung über den Standort, die Ladevorgänge und die Verfügbarkeit in digitaler Form eingereicht werden

In welcher Höhe belaufen sich die Förderungen?

Die Förderung umfasst jeweils 40 Prozent der Ausgaben, die zukünftige Betreiber für die Anschaffung der Ladesäulen und den Netzanschluss zu tragen haben. Dabei ist der Fördersatz aber auch limitiert. Das bedeutet in konkreten Zahlen:

  • pro Ladestation gibt es max. 3.000 Euro Zuschuss
  • der Netzanschluss wird mit max. 5.000 bezuschusst
  • pro Antragssteller ist die max. Zuwendungssumme auf 150.000 Euro begrenzt.

Auch noch wichtig zu wissen: Es besteht zudem die Möglichkeit den Fördersatz nochmal um 10 Prozent auf 50 Prozent zu erhöhen. Hierfür sollte man als Antragsteller mind. eines der folgenden Kriterien für sein Projekt erfüllen:

  • die Ladestation ist mit einem intermodalen Angebot verbunden (d.h. sie wird auf einem Park & Ride Parkplatz oder in der Nähe eines öffentlichen Verkehrsknoten installiert)
  • die Ladestation steht in Verbindung mit E-Car oder E-Bike-Sharing Optionen
  • die Ladestation besitzt die Fähigkeit zum lastoptimierten und gesteuertem Laden

Erfüllt man eines oder mehrere diese Kriterien, werden die Anträge auf dieser Basis bevorzugt bewilligt.

Wo muss der Antrag gestellt und bis wann eingereicht werden?

Alle Anträge können ab sofort, bis 27. April 2018 gestellt werden. Berücksichtigt werden nur Anträge, die rechtsverbindlich unterschrieben in schriftlicher Form, inklusive den nach den Hinweisen im Antragsportal erforderlichen Unterlagen, innerhalb von drei Wochen bei:

Bayerische Gesellschaft für Innovation und Wissenstransfer mbH
Projektträger Bayern
Am Tullnaupark 8
90402 Nürnberg

eingangen sind.

Weitere nützliche Infos und Links für Antragsteller:

Auch unsere Energieexperten von energielösung beraten gerne zu dem Thema und können schnell passende Produkte und Angebote liefern. Am Seitenende finden Interessierte im Vorfeld eine Auswahl förderfähiger Ladestationen aus unserem Produktportfolio. 

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