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Installation einer Wallbox - darauf müssen Sie achten

Anders als bei Autos mit Verbrennungsmotoren ist es bei E-Autos ein relativ einfaches Unterfangen, sich im eigenen Zuhause eine private Tankstelle in Form einer Wallbox installieren zu lassen. Aber auch beim Einbau einer Wallbox, also einer Wandladestation für E-Autos, gilt es, einige Dinge bereits im Vorfeld zu beachten.

Neben den Vorteilen einer eigenen Wallbox, wie zum Beispiel, dass man das eigene E-Auto unkompliziert während des Schlafens voll aufladen kann, spielt auch Sicherheit eine Rolle. Im Gegensatz zu Wandladestationen sind normale Haushaltssteckdosen nicht für eine so lange und regelmäßige Stromabgabe ausgelegt. Zudem liefern Wallboxen eine deutlich höhere Ladeleistung und sorgen so nicht nur für eine sichere sondern auch für eine schnellere Ladung.

Wo sollte man die Wallbox installieren?

Als Halter und Fahrer eines Elektroautos sollte man sich über den Standort der heimischen Aufladestation Gedanken machen. Zwar sind vor Wind, Wetter und Witterung geschützte Stellen nicht Grundvoraussetzung, aber sie erleichtern erheblich die Handhabe einer Wallbox im Alltag. Experten raten daher dazu, die hauseigene Wallbox in einer Garage oder in einem Carport anzubringen. Aber auch ohne „Dach über dem Kopf“ muss man nicht auf eine eigene Ladevorrichtung verzichten. Der durch die IP-Schutzklasse festgelegte Wert liegt so gut wie immer bei mindestens IP44. Die beiden Ziffern legen somit einen Schutz gegen Fremdkörper mit einem Durchmesser größer als ein Millimeter und einen Schutz gegen Spritzwasser aus allen Richtungen fest. Zudem gibt es bei vielen Anbietern auch ein Schutzdach für die Wallbox als Zubehör.

Der richtige Steckertyp

Das Henne-Ei-Problem kennt jeder. Wer sich für eine Wandladestation zuhause entschieden hat, sollte sich auf jeden Fall im Vorfeld darüber informieren, welcher Steckertyp für das eigene E-Auto ausgelegt ist. Oder man erwirbt sich eine Wallbox und sieht sich dann nach dem dafür passenden Elektroauto um. Letztlich ist bei diesem Punkt wichtig, dass am Ende des Tages das E-Auto am richtigen Stecker hängt. Ratsam wäre es, wenn die eigene Wallbox für möglichst viele E-Auto-Typen und -Modelle passend ist. So stellt man sicher, dass man nicht von einem Modell oder einem Hersteller von Elektrofahrzeugen abhängig ist. Ist man sich beim Steckertyp noch nicht sicher und will trotzdem schon eine Wallbox installieren empfiehlt sich eine Wallbox mit Typ2-Steckdose. An diese kann dann ein Typ2/Typ1- oder Typ2/Typ2-Kabel angeschlossen werden

Haushaltsstecker oder Starkstrom - welche Ladeleistung ist nötig?

Jedes handelsübliche Elektroauto kann auch über eine normale Haushaltssteckdose aufgeladen werden. Der Haken an der Sache, die Ladevorgänge sind extrem langsam, können den ganzen Tag dauern und normale Steckdosen sind oft für solche Langzeitstromabgaben nicht ausgelegt. Das heißt, dass die Leitung warm werden kann und einen Kabelbrand verursachen könnte. Wer sich eine sichere, effektive Wallbox für rasches Laden anschaffen will, sollte sich für eine Starkstromleitung mit einer CEE-Steckdose entscheiden. Hier ist aber darauf zu achten, dass zum Laden ein passendes Adapterkabel verwendet werden sollte. Man braucht für eine heimische Wallbox also nicht zwingend einen Starkstromanschluss, aber er erleichtert vieles und verkürzt die Ladezeit enorm.

Kann man Wallboxen selbst installieren?

Sollte man sich über ein YouTube-Video informieren, wie man selbst eine Wallbox mit angeschlossenem Starkstromkabel installiert und dies anschließend machen? Die Antwort ist ein definitives Nein. Auf einem solchen Kabel liegt in der Regel eine Spannung von 400 Volt an. Daher sollte man eine Wallbox immer von einem qualifizierten Fachmann einbauen lassen. Wir raten vom Selbsteinbauen dringend ab. Neben der Gefahr für Leib und Leben droht bei einem Schadensfall in der Regel großer Ärger mit der Versicherung.

An dieser Stelle sei erwähnt, dass schon nach der professionellen Installation der Wallbox und vor deren Inbetriebnahme der entsprechende Netzbetreiber zu informieren ist.

Wallbox bei Mehrfamilienhäusern

In Eigenheimen ist der Einbau von Wallboxen kein Problem. Nun stellt sich die Frage, ob man sich als Mieter oder als Besitzer einer Wohnung auch in Mehrparteienhäusern eine Wandladestation installieren darf? Im Normalfall darf man dies. Als Mieter muss man vorher allerdings den Vermieter informieren und somit um Erlaubnis fragen.

Bei den Rahmenbedingungen sollte man auf einige Dinge achten. In einigen Mehrparteienhäusern kann es sein, dass ältere Stromanschlüsse die hohe Stromnachfrage für ein E-Auto oftmals nicht stemmen können. Man sollte immer vor einer Wallbox-Installation diese Tatsache von einem Elektrotechniker überprüfen lassen.

Neben der technischen Voraussetzung gibt es noch die deutsche Gesetzeslage. Mehrparteienhäuser können zum Beispiel nicht nur einem Menschen, sondern einer Eigentümergemeinschaft gehören. Dazu muss allerdings die gesamt Eigentümergemeinschaft zustimmen – und zwar einstimmig. Schon eine Gegenstimme verhindert also den Einbau. Daher kann eine Voraussetzung für eine Wallbox in einem Mehrparteienhaus sein, der Eigentümergemeinschaft die Vorteile einer solchen klar darzulegen. Hilfreich sind eventuelle Einzelgespräche in lockerer Runde oder vor einer Eigentümerversammlung ein informatives Schreiben an alle zu senden.

Über den Autor

Stefan Köstlinger

Stefan Köstlinger ist Kommunikationswissenschaftler, ehemaliger Journalist und selbstständiger Texter mit seiner K & K Schreibwerkstatt. E-Mobilität hat ihn schon immer fasziniert – angefangen vom ersten ferngesteuerten Auto bis heute und der Möglichkeit, verbrennungsmotorfrei zu leben.
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