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Sortiment

Highlights & Details

Allgemeines und Ladetechnik 
Der Rheinmetall Ladebordstein ist eine innovative AC-Ladelösung, die vollständig in den Bordstein eines Bürgersteiges integriert wird und damit eine nahezu unsichtbare Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum ermöglicht. Mit einer Ladeleistung von bis zu 22 kW (AC) richtet sich das System vor allem an Kommunen, Stadtwerke sowie Betreiber halböffentlicher Flächen, die nach unauffälligen und robusten Lademöglichkeiten suchen. Dank seiner platzsparenden Integration entfällt der Aufbau klassischer Ladesäulen – ein großer Vorteil in engen Stadtquartieren, auf Gehwegen oder in denkmalgeschützten Bereichen. Die Technik im Inneren basiert auf langjähriger Erfahrung Rheinmetalls in der Automobil- und Wehrtechnik und ist für den Dauerbetrieb im urbanen Umfeld ausgelegt.

Anschlussoptionen 
Der Rheinmetall Ladebordstein wird netzseitig über das Niederspannungsnetz angeschlossen und kann in bestehende Stromversorgungsinfrastruktur (z. B. Hausanschluss oder Zähleranschlusssäulen) integriert werden. Der Anschluss ist immer 3-phasig vorzunehmen. Die elektrische Einspeisung erfolgt über ein separates Elektronikmodul im Bordstein, das sich vollständig unterhalb der Oberfläche befindet und damit vor äußeren Einflüssen geschützt ist. Für Neubauprojekte oder die Nachrüstung im Bestand ist der Ladebordstein kompatibel mit gängigen Tiefbau- und Netzanschlussszenarien – inklusive Absicherung, Erdung und Vorhaltung von Leerrohren für spätere Erweiterungen.

Netzwerkanbindung 
Für den Betrieb und die Abrechnung ist der Rheinmetall Ladebordstein netzwerkfähig und kommuniziert über das offene Protokoll OCPP 1.6. Die Anbindung erfolgt wahlweise über ein integriertes 4G-Modem oder per Ethernet-Verbindung. Zusätzlich kann die Ladesäule über RFID freigeschaltet werden. Ein MID-zertifizierter Energiezähler sorgt für eichrechtskonforme Abrechnung und ermöglicht die Integration in gängige Backend-Systeme – vom Stadtwerke-Portal bis zur Betreiber-App.
Zusätzlich ist der Ladebordstein bereits für die neue AFIR-Novellierung am 08.01.26 (ISO 15118-2) mit einem integrierten PLC-Modem vorbereitet.

Energiemanagement 
Der Ladebordstein unterstützt die Einbindung in externe Energiemanagementsysteme und erlaubt damit auch ein netzdienliches, gesteuertes Laden. Der Lastgang wird vom integrierten Energiezähler kontinuierlich erfasst und kann visualisiert oder für Monitoring-Zwecke weitergeleitet werden. Die LED-Statusanzeige am Bordstein zeigt den aktuellen Ladezustand an, während über das Backend Ladehistorien und Verbrauchsdaten bereitgestellt werden können. So lässt sich der Ladebetrieb jederzeit transparent nachvollziehen.

Nutzung 
Die Nutzung ist einfach und intuitiv: Der Ladebordstein wird per RFID-Karte, QR-Code oder via App freigeschaltet und über ein Standard-Typ-2-Ladekabel mit dem Ladebordstein verbunden. Die ergonomisch positionierte Klappe lässt sich mit einer Hand bedienen und fällt nach dem Ladevorgang zu und verriegelt automatisch. Der Typ 2-Stecker kann als Werkzeug verwendet werden, in dem die Ausbuchtung zur Verriegelung des Steckers an der Ladebuchse, zum öffnen der Klappe verwendet werden kann. Durch die niedrige Bauweise ist der Zugang auch für mobilitätseingeschränkte Personen problemlos möglich. Die Lösung ist somit besonders barrierearm und benutzerfreundlich – sowohl für Anwohner als auch für wechselnde Nutzergruppen.
Die gekapselten Elektronikkomponenten (Schutzart IP68) sowie die mit Dichtungen und Wasserabläufen ausgestattete Ladebuchse sorgen auch bei starkem Regen für einen zuverlässigen und sicheren Ladevorgang. Sollte sich dennoch Wasser aufstauen – etwa bei Starkregen oder verstopften Abläufen – erkennt ein integrierter Wasserstandssensor die kritische Situation frühzeitig und unterbricht den Ladevorgang automatisch, noch bevor der Fehlerstromschutzschalter (FI) auslöst.

Montage, Installation und Sicherheit 
Die Installation des Ladebordsteins erfolgt im Rahmen klassischer Tiefbaumaßnahmen und kann sowohl bei Neuerschließungen als auch im Bestand umgesetzt werden. Mit Abmessungen von etwa 1.000 × 250 × 120/150 mm und einem Gewicht von ca. 70 kg lässt sich der Bordstein mit handelsüblichem Gerät versetzen und anschließen. Die Schutzart IP54 für das Gesamtsystem und IP68 für das Elektronikmodul gewährleistet einen dauerhaften, sicheren Betrieb – selbst bei Regen, Schnee oder Hochdruckreinigung. Die Oberfläche ist beheizbar (automatisch mit Temperatursensoren gesteuert), um ein Einfrieren im Winter zu verhindern. Zudem ist das Gehäuse nach IK10 (Schlagfestigkeit) geprüft und daher sehr robust.
Der Ladebordstein kann laut Herstellerangaben mit einer Achslast von 10 Tonnen überfahren werden.
Bei elektrischen Störungen sorgen ein integrierter Überspannungsschutz sowie die kontinuierliche Schützklebe- und PE-Überwachung für zusätzliche Sicherheit – für Personen, das E-Fahrzeug und alle angeschlossenen Systeme.
Erweiterbarkeit 
Der modulare Aufbau des Rheinmetall Ladebordsteins erlaubt eine flexible Planung und stufenweise Nachrüstung. Neben aktiven Ladeeinheiten können zunächst sogenannte Dummy-Elemente (Leerbordsteine mit optionalem Edelstahl-Schutzdeckel) verbaut werden, es wird nur der Schutzdeckel gegen ein funktionales Elektronikmodule getauscht, der Bordstein verbleibt im Boden. Auch einzelne Komponenten, wie die Elektronikeinheit, lassen sich bei Wartung oder Service mit wenigen Handgriffen ersetzen. Damit eignet sich der Ladebordstein ideal für skalierbare Ladeinfrastrukturprojekte – von einzelnen Stellplätzen bis zur flächendeckenden Ausstattung ganzer Straßenzüge.
QR-Code
Die Schilder können individuell durch den Kunden beschafft werden. Dafür gibt es eine Kooperation mit der Firma SchiBo: https://www.schilder-bohn.de/jetzt-curbcharger-schild-gestalten-und-bestellen-

Lieferumfang

  • Leerbordstein
  • Eletronikmodul

Technische Daten

Artikelnummer EL1128644
Allgemeine Eigenschaften
Hersteller
Rheinmetall
Tiefe
990 mm
Breite
150 mm
Höhe
250 mm
Gewicht
80 kg
Farbe
Grau
Nettogewicht
80 kg
Elektrische Eigenschaften
Bemessungsstrom
32 A
Anzahl Phasen
dreiphasig
Bemessungsspannung
400 V
Maximaler Querschnitt Zuleitung (Volldraht)
6 mm³
Mechanische Eigenschaften
Montageort
Outdoor
Material
Beton, gebürsteter Edelstahl
Schutzklasse
IP54
Schlagfestigkeit
IK10
Ladetechnik
Ladeanschluss
Typ 2-Steckdose
Anwendungsbereich
Professionelles Laden
Anzahl Ladepunkte
1
Max. Ladeleistung pro Ladepunkt
AC 22 kW (32A/ 3-phasig)
Montagemöglichkeiten
Bordstein
Integrierter Fehlerstromschutz
DC-Fehlerstromerkennung (6 mA)
Integrierter Überspannungsschutz
Typ II + III
Energiemessung
Eichrechtskonform
Konnektivität
Ethernet/LAN (RJ-45), Mobilfunk (LTE)
Backendanbindung
OCPP 1.6
Energie- und Lastmanagement
Herstellereigenes Lastmanagement
Schnittstellen Lastmanagement
OCPP, Modbus TCP-IP
Phasenumschaltung
Automatisch
Benutzeroberfläche
LED-Statusanzeige
Autorisierungsschnittstellen
RFID, Remote (App/Backend)
Konfiguration (Installation)
Webinterface

Dokumente & Downloads

Hersteller

Rheinmetall ist ein international tätiger Technologiekonzern mit Hauptsitz in Düsseldorf und zählt zu den führenden Systemanbietern in den Bereichen Sicherheit und Mobilität. Neben seiner bekannten Tätigkeit im Verteidigungssektor betreibt Rheinmetall eine starke zivile Sparte, die innovative Lösungen für die Industrie, die Automobilbranche und die Energiewirtschaft entwickelt. Ein Beispiel hierfür ist der sogenannte „Ladebordstein“ – eine im Straßenbordstein integrierte Ladelösung für Elektrofahrzeuge, die speziell für den urbanen Raum konzipiert wurde. Diese Technologie stammt aus dem zivilen Geschäftsbereich von Rheinmetall und kombiniert die langjährige Erfahrung des Unternehmens in der Entwicklung robuster Infrastrukturlösungen mit zukunftsweisender E-Mobilitätstechnologie. Damit trägt Rheinmetall nicht nur zur Verkehrswende bei, sondern positioniert sich auch als wichtiger Partner für Städte und Gemeinden bei der Umsetzung moderner Ladeinfrastruktur.
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