Ausbreitung von Ladestationen für Elektroautos

Ausbreitung von Ladestationen für Elektroautos

Elektroautos sind der Schlüssel für klimafreundliche Mobilität. Der große Vorteil: Durch den Betrieb von Elektrofahrzeugen wird deutlich weniger CO2 verbraucht. Elektrofahrzeuge fahren emissionsfrei und sind sehr viel leiser als konventionelle Fahrzeuge. Die Förderung dieser Elektromobilität ist deswegen so wichtig wie noch nie. Wir zeigen auf, wieso Ladestationen für Elektroautos auch für Gemeinden/Kommunen interessant sind.

Elektroautos und Ladestationen – Förderung und Ausbreitung

Um die Elektromobilität in den Alltag zu integrieren und attraktiv für zahlreiche Gemeinden/Kommunen zu machen, muss eine zugängliche Ladeinfrastruktur gewährleistet werden.

Mittlerweile sind vom Bund schon 300 Millionen Euro bereitgestellt wurden, um die Verbreitung von Ladestationen zu fördern. Damit wurden bisher private Investoren und auch Kommunen und Gemeinden bei dem Aufbau einer Ladeinfrastruktur unterstützt. Durch die doch recht große Nachfrage werden ab Sommer 2021 bis Ende 2025 noch mal 500 Millionen Euro bereitgestellt. Damit ist die Ausbreitung der Ladestationen für Elektroautos auf einem wirklich guten Weg.

Wie viele Ladestationen wurden bisher durch Fördergelder gebaut?

Durch das Bundesförderprogramm des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) konnten bisher 30.000 Ladestationen bewilligt werden.

Was wird wie gefördert?

Gefördert werden sowohl der Aufbau von Ladestationen an zahlreichen Standorten als auch deren Aufrüstung. Bis zum Jahre 2025 soll jedes Jahr ein Förderaufruf mit einer Antragsfrist von drei Monaten veröffentlicht werden. Damit jeder Bedarf gerecht gedeckt werden kann, wird seit 2018 ein Standorttool verwendet, welches den Bedarf der Ladeinfrastruktur einer Gemeinde/Kommune errechnet. So soll eine gleichmäßige Verteilung von Ladestationen in ganz Deutschland gesichert werden. Bundesländer können durch eigene Ladeprogramme zusätzlich zur Verbreitung der Ladeinfrastruktur beitragen, insofern die Rahmenvorgaben beachtet werden. Informationen zu diesen Vorgaben finden sich auf der Internetseite der Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen (BAV).

Wie viele Städte nutzen die gesetzlichen Möglichkeiten aktuell?

Mehr als 100 Gemeinden/Kommunen nutzen bereits die gesetzlichen Optionen der Bevorrechtigung von E-Autos.

Wieso sind Ladestationen für Gemeinden/Kommunen interessant?

Durch eine gute Vernetzung von Ladestationen sind sicherlich mehr Menschen gewillt, auf E-Mobilität umzusatteln. Durch die Verbreitung der E-Mobilität können Gemeinden/Kommunen sowohl Ihren Gästen als auch Ihren Bewohnern eine weniger mit schadstoffbelastete Umgebung schaffen. Je weniger konventionelle Kraftfahrzeuge auf den Straßen unterwegs sind, desto sauberer die Luft.

Fakten rund um Elektromobilität

Was gehört alles zur Elektromobilität?

Unter Elektromobilität fallen alle Fahrzeuge, die elektrisch angetrieben werden. Dazu gehören neben dem Elektroauto auch Elektromotorräder, Busse, Pedelecs/E-Bikes, Straßenbahnen, Züge oder Schiffe.

Welche Vorteile bietet Elektromobilität?

Elektrofahrzeuge sind sowohl aus Klimaschutzgründen als auch aus wirtschaftlicher Sicht betrachtet mehr als sinnvoll. Die Betriebskosten sind niedriger als bei konventionellen Autos, bei denen Diesel oder Benzin viel kosten. Ein zusätzlicher Vorteil: E-Autos verfügen kaum über Verschleißteile. Die Instandhaltungs- und Reparaturkosten sind dadurch ebenfalls niedrig.

Welche Nachteile haben E-Autos?

Die teilweise lange Ladezeit stellt in vielen Köpfen noch ein Problem dar. Dieses Problem wird allerdings bereits durch Schnellladestationen aufgebessert. Schnellladestationen sind allerdings noch nicht so weit verbreitet, als dass sich die breite Masse davon überzeugen lässt. Die Ausweitung dieser Ladestationen muss also in den kommenden Jahren noch deutlich mehr gefördert werden. Ein weiteres Manko für viele: Die E-Autos sind in der Anschaffung aktuell noch etwas teurer, im Gegensatz zu Benzinern. Die Zahl der Modelle steigt jedoch seit einiger Zeit massiv an und wird auch in naher Zukunft weiter steigen, wodurch die Preise dementsprechend sinken werden.

Was benötigt man, um sein E-Auto zu Hause aufzuladen?

Möchte man sein E-Auto bequem zu Hause aufladen, so benötigt man eine Wallbox oder eine eigene Ladesäule. Die Bedienung und Einrichtung dieser Geräte ist meist unkompliziert und sehr simpel zu steuern.

Wie lange dauert eine Ladung meines E-Autos?

An einer öffentlichen Ladesäule mit 10 bis 22 kW beträgt die Ladezeit ungefähr 2 bis 4 Stunden. An einer öffentlichen Schnell-Ladesäule mit 50 kW kann es sogar nach 0,5 bis 1 Stunde weitergehen.
Das Laden einer 20 kWh-Autobatterie über einen Hausanschluss mit 3,7 kW dauert ungefähr fünf bis sechs Stunden. Öffentliche Schnellladestationen sind also deutlich effektiver und Alltagstauglicher. Ein weiterer Grund, wieso die Ausbreitung der Schnellladestationen immer wichtiger wird.

Ist Elektromobilität umweltfreundlich?

Vergleicht man die Treibhausgasemmissionen eines konventionellen Autos mit der eines heutigen Elektrofahrzeuges, wird deutlich, dass diese bis zu etwa 30 Prozent weniger schädliche Klimagase verursachen. Beim derzeitigen Strommix sind E-Autos nach 127.500 Kilometern umweltfreundlicher als Benziner. Die Schattenseite der Elektromobilität liegt in der Herstellung der Akkus, denn beim Bau werden seltene Rohstoffe wie Lithium und Kobalt verwendet. Jedoch arbeiten Unternehmen und Forscher kontinuierlich an der Weiterentwicklung der Batterien.

Elektromobilität für Gemeinden/Kommunen

Elektromobilität als ein Hoffnungsträger für viele Gemeinden/Kommunen. Der Wechsel hin zu E-Autos wird immer wichtiger für unsere Zukunft, wenn wir den CO2-Ausstoß drastisch reduzieren möchten. In den Gemeinden/Kommunen findet eine rasche Ausbreitung von Ladestationen für E-Autos statt, welche durch den Bund gefördert wird. Für eine saubere Zukunft sind Elektroautos ein wichtiger Schritt.
Das Energiekonzept der Zukunft ist ohne Elektromobilität nicht realisierbar, weswegen Elektroautos den Beginn einer anderen Logik von Energie und Mobilität markieren.

KFW bestätigt neue Wallbox-Förderung – diesmal dürfen sich vor allem Unternehmen und Kommunen freuen!

KFW bestätigt neue Wallbox-Förderung – diesmal dürfen sich vor allem Unternehmen und Kommunen freuen!

+++ Dieser Artikel wird laufend aktualisiert +++

Nach der KFW-440 Förderung (Förderung für private Ladestationen) geht die staatliche KFW-Bank nun noch einen großen Schritt weiter! Klar, nach KFW-440 folgt KFW-441 und das bedeutet:

Ladestationen werden nun auch im unternehmerischen bzw. betrieblichen Umfeld gefördert.
Der Fördertopf umfasst ein Volumen von 350 Millionen Euro.

(Achtung: Für Kommunen gilt hierzu die KFW-Förderung 439! – Hier geht´s zum Antragsformular)

KFW-441 geförderte Ladestationen?… HIER ENTLANG!


KFW-441 geförderte Ladestationen – eine große Auswahl finden Sie im energielösung-Online-Shop!



Ein kurzer Überblick: Das Wichtigste

  • Zuschuss bis zu 900 Euro pro Ladepunkt
  • Zuschuss für Kauf und Installation von Ladestationen, die nicht öffentlich zugänglich sind
  • Zuschuss für Ladestationen, die dem Aufladen von Firmen- und Privatfahrzeugen dienen
  • Zuschuss für: (kommunale) Unternehmen / freiberufl. Tätige / gemeinnü. Organisationen

energielösung-Tipp: Was versteht man unter einem „Ladepunkt“?

Die KFW-Förderbank definiert einen Ladepunkt wie folgt: „Ein Ladepunkt ist ein Gerät, mit dem Sie ein Elektrofahrzeug aufladen können – aber nicht mehrere gleichzeitig. Wenn Ihre Ladestation mehrere Ladepunkte hat, erhalten Sie 900 Euro pro Ladepunkt.“

energielösung-Tipp: Detaillierte Informationen finden Sie im Merkblatt der KFW.

  • Ladestation auf dem Betriebsgelände
  • Zum Aufladen von unternehmenseigenen Flottenfahrzeugen
  • Zum Aufladen von Carsharing-Fahrzeugen
  • Zum Aufladen von Beschäftigten-Fahrzeugen
  • Nicht-öffentliche Ladepunkte auf kommunalen Betriebshöfen

  • Zuschuss-Bestätigung abwarten
  • 100% Ökostrom
  • Mind. 1.285,71 EUR Kostensumme
  • Max. 45.000 EUR Fördersumme pro Standort
  • 12 Monate Frist zur Umsetzung
  • Reporting-System (Reporting ID)
  • Sechs Jahre Betrieb
  • Achtung: Vergessen Sie nicht die Anmeldung bei Ihrem Netzbetreiber!

Weitere Informationen:

NOW GmbH – Ladeinfrastruktur für Kommunen und Betriebe

NOW GmbH – Richtlinie Förderprogramm


Antrag stellen: Wann geht´s los?

Merken Sie sich den 23. November 2021 am besten gleich dick im Kalender vor. Denn ab diesem Dienstag können Sie den Zuschuss bei der KFW beantragen.

Schon jetzt drängt die Zeit: Der Zuschuss wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur finanziert. Das bedeutet auch, dass diese Mittel nur solange zur Verfügung stehen, solange sie auch „vorrätig“ sind. Sind die Mittel aufgebraucht, können auch keine Zuschüsse mehr ausbezahlt werden. Es lohnt sich also schnell zu sein.

Das hat bereits der riesen Erfolg zur KFW-440 Förderung (Förderung privater Ladestationen) gezeigt. Allerdings: aufgrund der enorm hohen Anfrage wurde dieser Zuschuss-Topf mehrmals aufgestockt! Es bleibt also für Nachzügler nur zu hoffen, dass sich dies auch bei der KFW-441 Förderung wiederholt. Gesichert ist dies allerdings nicht.

Antrag stellen: Hier geht´s zum KFW-Zuschussportal.


Was wird gefördert?

Die KFW fördert Ladestationen für Elektroautos, die an nicht öffentlich zugänglichen Stellplätzen entstehen. Dabei wird sowohl der Kauf als auch die Installation der Ladestationen bedacht. Die Ladestationen sind für die Firmen– und Privatfahrzeuge der Beschäftigten gedacht.

Gefördert wird daher:

  • der Kauf neuer Ladestationen mit bis zu 22kW Ladeleistung und intelligenter Steuerung
  • der Einbau und der Anschluss der Ladestationen (inklusive aller Installationsarbeiten)
  • Energiemanagement-Systeme zur Steuerung der Ladestationen

energielösung-Tipp: Was bedeutet „intelligente Steuerung“?

Die KFW definiert eine intelligente Steuerung wie folgt: „Eine intelligent gesteuerte Ladestation kann mit anderen Komponenten des Stromnetzes kommunizieren – zum Beispiel, um die Ladeleistung zu begrenzen oder zeitlich zu verschieben.“

energielösung-Tipp: 22kW – Den Unterschied zum 11kW-Laden erklären wir Ihnen hier.

energielösung-Tipp: Intelligente Ladestationen finden Sie hier.


Welche Ladestationen fallen in die Förderung?

Die KFW vermerkt auf ihrer Homepage die förderfähigen Ladestationen. Diese können Sie hier ganz einfach einsehen (klicken Sie hierzu bitte auf der KFW-Homepage rechts auf den folgenden Link „Zur Liste der geförderten Ladestationen“ – Bitte beachten Sie, dass diese Liste durch die KFW laufend ergänzt wird!).

Im energielösung-Online-Shop finden Sie zahlreiche KFW-441 geförderte Ladestationen!

Voraussetzung für die Förderung ist, dass für die Ladestationen ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien genutzt wird – zum Beispiel aus einer eigenen Photovoltaik-Anlage oder über einen Energieversorger.

Wir haben Ihnen deshalb einige nützliche Informationen zum Thema „erneuerbare Energien“ zusammengestellt:

PV-Überschussladen – wie funktioniert es?

PV-Überschussladen – die Technik dahinter!

Ökostrom für das E-Auto – was genau ist das?

Ökostrom der energielösung


Wer kommt für die Förderung infrage?

Einen Zuschuss können folgende Parteien beantragen:

  • Unternehmen
  • Einzelunternehmen
  • Freiberuflich Tätige
  • Kommunale Unternehmen
  • Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts (z. B. Kammern und Verbände)
  • Gemeinnützige Organisationen einschließlich Kirchen
  • Vereine

energielösung-Tipp: Sie sind eine kommunale Körperschaft und möchten einen Zuschuss erhalten? Dann sollten Sie Ihren Zuschuss-Antrag über die KFW-Förderung 439 stellen!


Wie sind die Konditionen?

Folgende Konditionspunkte lässt die KFW derzeit verlauten:

  • Zuschuss von 900 Euro pro Ladepunkt
    (geben Sie unbedingt die Anzahl der Ladepunkte schon im KFW-Antrag an!).
  • Ihre Gesamtkosten müssen mindestens 1.285,71 Euro betragen
    (sonst können Sie keine Zuschüsse beantragen!).
  • Wenn Ihre Ladestation mehrere Ladepunkte hat, können Sie pro Ladepunkt 900 Euro Zuschuss erhalten – vorausgesetzt, Ihre Gesamtkosten liegen über 1.285,71 Euro pro Ladepunkt.
    Ansonsten wird der Zuschuss auf 70% der Gesamtkosten reduziert.
  • Die maximale Zuschusshöhe beträgt – je Standort – 45.000 Euro.
  • Der Zuschuss landet direkt auf Ihrem Konto.
So berechnet sich Ihr Zuschuss. Quelle: KFW-Bank

Eine Kombination mit anderen Fördermitteln ist nicht möglich.

Achtung:
Das Einreichen der Nachweise wird vermutlich ab Ende Februar 2022 möglich sein!


Das könnte Ihnen weiterhelfen! – FAQs zum Thema

Wie lange muss die Ladestation genutzt werden? Die geförderte Ladestation ist ab dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme mindestens sechs Jahre zweckentsprechend zu nutzen! Die KFW kann den Zuschuss zurückfordern, wenn die Ladestation in diesem Zeitraum veräußert wird.

Wann muss der Ökostromtarif abgeschlossen sein? Spätestens wenn die Rechnungen im Zuschussportal hochgeladen werden, muss auch der Stromliefervertrag abgeschlossen sein. Allerdings muss der Stromvertrag zu diesem Zeitpunkt noch nicht begonnen haben.

Kann die Zahl der Ladepunkte nachträglich erhöht werden? Nein! Sie können aber selbstverständlich einen neuen Antrag stellen. Aber Achtung: Sie sollten dabei noch nicht mit der Umsetzung des Vorhabens begonnen haben. Die Verfügbarkeit der Fördermittel wird dabei natürlich vorausgesetzt.

Weitere FAQs finden Sie hier.


Ladestation installieren (lassen) – Bitte nur von Profis!

energielösung-Installation

Tipps für die Installation von E-Ladestationen

Installation einer Wallbox – darauf sollten Sie achten

Was kostet die Installation einer Wallbox?

Voraussetzungen für die Installation einer Wallbox


KFW – Ihr Zuschussgeber

Alle Informationen zur Förderung „Ladestationen für Elektrofahrzeuge (441)“ finden Sie hier.

Zum KFW-Zuschussportal geht´s hier.

Informationen zum KFW-Zuschussportal gibt´s hier.


Quelle: KFW Bank

Juice erhält internationales Zertifikat für Cybersicherheit und regt Diskussionen an

Juice erhält internationales Zertifikat für Cybersicherheit und regt Diskussionen an

Juice Technology AG – Zertifizierte E-Mobility Sicherheit

Die Juice Technology AG mit Hauptsitz in der Schweiz ist eine global tätige Herstellerin von Ladestationen und Software für E-Fahrzeuge. Der Aspekt der Cybersecurity steht für den namhaften Konzern aktuell klar im Fokus, weswegen die das Technologie-Unternehmen nun mit der Zertifizierung ISO27001 einen wichtigen Nachweis für Informationssicherheit und Datenschutz erbringt.

„Software First“ und „Security by Design“

Von großen Schnellladern bis hin zum kleinen mobilen Gerät – das Produktportfolio von Juice umfasst alles rund um die E-Mobilität. Die Gewährleistung von Schutz vor Cyberangriffen ist besonders für Kunden, aber auch für Geschäftspartner und Investoren von großer Wichtigkeit.
Mit dem Erhalt der internationalen Zertifizierung macht die Juice Technology AG Ihren Standpunkt in Hinblick auf das Thema IT-Sicherheit deutlich. Das Unternehmen erklärt, dass Sie sich in Sachen Cybersecurity von ihren Konkurrenten klar durch Ihre Ansätze „Software First“ und „Security by Design“ unterscheidet. Damit ist der Aspekt der Sicherheit sowohl ein großer Bestandteil in der Produktplanung als auch der Entwicklung.

ISO27001 – die wichtigste Zertifizierung für Cybersicherheit

Die Norm ISO/IEC 27001 stellt die weltweit wichtigste Cyber-Sicherheits-Zertifizierung dar und zeigt, dass alle nötigen Unternehmungen zum Schutz von Daten getätigt wurden. Auch die regelmäßige Überprüfung der Informationssicherheit wird durch sie repräsentiert. Für besonders innovative Konzerne wie die Juice Technology AG ist dieser Nachweis von enorm hohem Stellenwert und wichtig für das gesamte Unternehmensnetzwerk.

Mit der Zertifizierung steigert der Hersteller sowohl bei seinen Kunden als auch bei seinen Partnern das Vertrauen in seine Produkte. Aus diesem Grund ist das Zertifikat unerlässlich für die weitere Vernetzung des Unternehmens. Das Risiko, dass Angreifer beispielsweise an Ladestationen in Besitz von Daten gelangen und das gesamte System für ihre kriminellen Zwecke nutzen, wird durch die genormte Kontrolle und Optimierung aller IT-gesteuerten Prozesse beseitigt.

Christoph Erni, CEO der Juice Technology AG, betont, dass bei einem Cyberangriff nicht nur der Verlust von Daten oder der Ausfall von Anlagen droht. Die Problematik ist dabei viel weitreichender, denn auch betriebliche Abläufe können verursacht durch einen zu niedrigen Sicherheitsstandard gestört werden. Die Konsequenzen wären verheerend, so der Gründer der Juice Technology AG, da mit Verlusten, der bei der Produktivität zu rechnen ist. Zusätzlich würde ohne Zweifel das Image des Technik-Konzerns erheblichen Schaden erleiden.

Das Sicherheitskonzept der Juice Technology AG

Das Sicherheitskonzept des Unternehmens konzentriert sich nicht nur auf die einwandfreie rein mechanische Sicherheit aller Produkte, sondern zieht sich weiterführend ebenfalls in die Bereiche der Anwendung und der digitalen Handhabung. Das Konzept besteht also aus drei Ebenen und umfasst sowohl die physische Sicherheit als auch die Benutzer- und Softwaresicherheit.

Alle Anwender von neuen Technologien der Juice Technology AG sollen sich rundum geschützt wissen und das Produkt in all seinen Einzelheiten als vertrauenswürdig wahrnehmen. Darüber hinaus soll die offene Präsentation des Sicherheitskonzeptes alle beteiligten Gruppen wie die Autohersteller oder Energieversorger dazu anregen, transparent mit dem Thema Sicherheit umzugehen.

Die ISO-Norm 27001

Wie bereits erwähnt, ist die ISO-Norm 27001 die wichtigste Cyber-Sicherheits-Zertifizierung weltweit und regelt die Informationssicherheit sowohl in öffentlichen als auch in privaten Organisationen. Die Norm definiert die Anforderungen an das Aufbauen, verwirklichen, betreiben und verbessern eines dokumentierten Informationssicherheits-Managementsystems (ISMS). Dabei ist der interne Schutz ebenso wichtig wie der externe. Planmäßige Updates schützen dabei beispielsweise vor Angriffen von Außen und ein überwachter Zugang zum Serverraum minimalisiert Bedrohungen von innen.

Elektromobilität für alle sicher machen

Die Juice Technology AG setzt mit der Zertifizierung ISO27001 ein klares Statement: Elektromobilität muss für alle Beteiligen sicher gemacht werden und jeder Akteur sollte in diese Diskussion über Sicherheit mit einbezogen und sensibilisiert werden. Nur mit einer gemeinsamen Security-Strategie können zukünftige Cyberangriffe sowohl von innen als auch von außen verhindert werden, sodass die E-Mobilität und deren Entwicklung gefahrlos verlaufen kann.

Bildquelle: Juice Technology AG/Presseportal

Wichtige Fragen zu Ladestationen für Unternehmer und Arbeitgeber

Wichtige Fragen zu Ladestationen für Unternehmer und Arbeitgeber

Zentrale Ausgangsfrage: Welcher Bedarf für Ladestationen besteht?

Eine zentrale Ausgangsfrage vor der Installation von Ladestationen für Unternehmer und Arbeitgeber dreht sich um den Bedarf bei Mitarbeitern oder Kunden. Sie müssen für Ihren Betrieb beantworten, wie viele Elektroautos regelmäßig mit Strom versorgt werden sollen. Darüber hinaus sind die Häufigkeit und Dauer der voraussichtlichen Ladevorgänge wichtige Planungskriterien bei der Einrichtung einer Ladestation. Es ist sinnvoll, Angestellte und andere Beteiligte hierzu detailliert zu befragen.

In großen Konzernen erleichtern Ihnen Fragebögen diese Aufgabe. Damit können Arbeitgeber und Unternehmer durch umfassende Auswertungen der Antworten die Nachfrage nach Ladestationen besser einschätzen. Sie erhalten hierdurch Statistiken, die in Planungsphasen die Beantwortung weiterer Fragen entscheidend vereinfachen. Denn Empfehlungen für die richtige Technik, sinnvolle Aufstellorte und die Anzahl der Stationen hängen maßgeblich vom konkreten Bedarf bei der Versorgung der Elektroautos ab.

Grundsatzentscheidung zwischen Wallbox oder umfangreicher Ladeinfrastruktur

Für Arbeitgeber und Unternehmer stellt sich vor der Installation der Ladestationen die Grundsatzfrage, ob eine einfache Wallbox genügt oder eine umfangreichere Ladeinfrastruktur notwendig ist. Sobald Sie über einen relativ großen Fuhrpark verfügen und dort täglich zahlreiche Fahrzeuge Strom benötigen, sind große Ladesäulen empfehlenswert. Dann ist es wichtig, die voraussichtliche Situation bei einer maximalen Auslastung zu berücksichtigen und hierfür eine umfassende Anlage installieren zu lassen. Sie vermeiden spätere Probleme und notwendige Nachrüstungen, indem Sie einen Fachbetrieb direkt mit der Errichtung einer ausreichenden Ladeinfrastruktur beauftragen.

Solange täglich lediglich bis zu zwei Elektroautos an einem Firmenstandort aufgeladen werden, genügt dort für Arbeitgeber und Unternehmer oft eine einzelne Wallbox. In Zufahrten oder Garagen lässt sich die Installation der kleinen Ladestationen häufig einfach umsetzen. Unternehmer und Arbeitgeber können durch Elektrofachbetriebe jeweils Kostenvorschläge zu mehreren Wallboxen sowie einer umfassenden Ladesäule erstellen lassen. Durch einen Vergleich der Angebote ermitteln Sie dann, welche Variante für Sie in Ihrer individuellen Situation im Preis-Leistungs-Verhältnis besser abschneidet.

Wie schnell müssen die Elektroautos aufgeladen werden?

Vor der Entscheidung für bestimmte Ladestationen spielt auch die verfügbare Zeit für Ladevorgänge eine zentrale Rolle. Falls die ständige Mobilität der Mitarbeiter für Arbeitgeber und Unternehmer unverzichtbar bleibt, müssen Ladesäulen oder Wallboxen ein Elektroauto im Ernstfall möglichst schnell aufladen. Das betrifft Sie vor allem, wenn Sie mit einer eigenen Firma Ihre Ware direkt an Kunden liefern oder als Dienstleister mit einem Vor-Ort-Service zur Verfügung stehen. Unter diesen Voraussetzungen brauchen Unternehmer und Arbeitgeber häufig besonders leistungsstarke Schnell-Ladestationen. Zügige Ladevorgänge verhindern, dass leere Akkus der Elektrofahrzeuge im Fuhrpark zu Lieferverzögerungen oder verschobenen Service-Terminen führen.

Wenn Sie und Ihre Mitarbeiter nahezu ausnahmslos an festen Standorten beispielsweise im Büro, der Werkstatt oder einer Verkaufsfiliale arbeiten, ist die Schnelligkeit der Ladevorgänge hingegen oft nicht so wichtig. In diesem Fall reicht es für Arbeitgeber und Unternehmer manchmal aus, während der Arbeitszeit für die Elektroautos der Mitarbeiter langsamere Ladestationen bereitzustellen. Zudem genügt möglicherweise das Aufladen über die Nacht, solange Sie und Ihre Kollegen mit vollelektronischen Dienstfahrzeugen täglich lediglich kurze Strecken zurücklegen. Dann ist es durchaus denkbar, dass die Leistungsfähigkeit einer gewöhnlichen Wechselstrom-Ladestation für Ihre Ansprüche ausreicht.

Arbeitgeber und Unternehmer müssen im Zweifelsfall die Reichweite der verfügbaren Elektroautos mit dem voraussichtlichen Tagesverbrauch vergleichen. Dadurch finden Sie heraus, ob Sie mit der Akku-Kapazität üblicherweise bis zum Tagesende zurechtkommen und langsame Ladevorgänge über die Nacht dem berechneten Fahrbedarf gerecht werden.

Ermittlung des Sparpotenzials durch Lastmanagement mit Ladestationen

Sie sollten als Arbeitgeber oder Unternehmer vor der Anschaffung der Ladestationen auch abklären, inwiefern in Ihrem Betrieb erfolgreiches Lastmanagement umsetzbar ist. Diese Frage ist ganz besonders relevant, sobald Sie über Ladesäulen mit zahlreichen Ladepunkten große Fuhrparks versorgen. Wenn Unternehmer und Arbeitgeber in diesem Fall die Last über längere Zeiträume nach Bedarf verteilen und nicht alle verbundenen Fahrzeuge gleichzeitig aufladen, können die Betreiber manchmal enorme Kosten einsparen. Denn Sie reduzieren mit dem Lastmanagement für Ladestationen sogenannte Spitzen im lokalen Stromnetz, die Stromkosten für Firmen oft entscheidend beeinflussen.

Durch eine intelligente Laststeuerung kommen Arbeitgeber und Unternehmer häufig mit geringeren Gesamtkapazitäten zurecht. Dadurch verhindern Sie im Idealfall, dass für das Aufladen Ihrer Elektroautos über Ladestationen eine Leistungserhöhung am Netzanschluss notwendig wird. Für diese Maßnahme müssten Unternehmer und Arbeitgeber beim Netzbetreiber in der Regel einen Baukostenzuschuss bezahlen. Weil dieser Zuschuss meistens relativ kostspielig ist, ermöglicht die Einrichtung eines effektiven Lastmanagements Ihnen mit Ladestationen eventuell Einsparungen.

Notwendigkeit der Abrechnung und Erfassung

Ob Arbeitgeber oder Unternehmer den Verbrauch an Ladestationen exakt abrechnen und jeden Nutzer erfassen müssen, ist ebenfalls eine relevante Frage. Denn hierfür bleiben präzise Erfassungssysteme an Ladesäulen unentbehrlich. Zudem müssen Sie dann Vorgaben des Eichrechts beachten.

energielösung-Fazit: Bedarf und Ladegeschwindigkeit als zentrale Kriterien

Antworten zum Ladebedarf und der notwendigen Ladegeschwindigkeit beeinflussen maßgeblich, wie Unternehmer oder Arbeitgeber eine Ladeinfrastruktur für Elektroautos gestalten sollten. Indem Sie für Ihre individuelle Situation Ladestationen mit einer ausreichenden Leistungsfähigkeit auswählen, vermeiden Sie spätere Nachrüstungen. Intelligentes Lastmanagement ermöglicht Ihnen zudem manchmal Einsparungen.

Ladeverlust beim Elektroauto – wirklich ein Thema? Hintergründe, Fakten, Prävention.

Ladeverlust beim Elektroauto – wirklich ein Thema? Hintergründe, Fakten, Prävention.

Elektroautos fahren energiesparsamer als Wagen mit Verbrennungsmotor. Aber die Energie, die beim Ladevorgang genutzt wird, landet nicht komplett im Akku. Ladeverluste sind normal und müssen ebenfalls gezahlt werden. Im extremsten Fall liegt der Ladeverlust laut ADAC bei bis zu 25 Prozent der kompletten Akkuladung – das ist viel. Diese Energie ist komplett verloren und kommt überhaupt nicht im E-Auto an, vergleichbar mit Treibstoff, der oben den Tank statt hinein gegossen wird. Kann man den Ladeverlust verhindern oder wenigstens minimieren? Wie kommen die Verluste beim Ladevorgang überhaupt zustande?

Was ist ein Ladeverlust?

Im Grunde genommen kennen wir das vom Smartphone oder vom Laptop: Das Gerät wird an das Ladekabel oder Adapter angeschlossen. Kaum steckt der Stecker in der Dose, werden Kabel und Akku heiß. Elektrische Energie wird also in Wärmeenergie umgeleitet – und das ist ein Ladeverlust. Energie geht genau genommen niemals verlustig, sondern wird immer in eine andere Energieform umgewandelt. Wir erinnern uns an den Physikunterricht: Wenn ich einen Bollerwagen den Berg hinaufziehe, kostet mich das viel Kraft. Ich schwitze – ein Teil der Kraft oder Energie geht in Wärmeenergie verloren. Ist der Wagen oben, lasse ich los. Er rollt alleine wieder den Berg herunter. In der immer höheren Geschwindigkeit wird die Energie sichtbar, die ich vorher aufgewendet habe, um den Wagen den Berg hinauf zu bugsieren. Energie geht nicht verloren, sondern wird nur umgewandelt.

Im Elektroauto sind genauso wie in der Ladestation Kabel und Leitungen verbaut. Diese Kabel haben einen elektrischen Widerstand, der für die Umwandlung von elektrischer Energie in Wärme verantwortlich ist. Wie viel Elektrizität in Wärme umgewandelt wird, hängt von Kabeldurchmesser und Kabellänge ab. Auch die Temperatur von Umgebung und Bauteilen sowie der Akkufüllstand speilen eine Rolle. Ladeverluste sind bei der Schnellladung in der Regel höher als beim langsamen Laden über viele Stunden.

Wie hoch ist der Verlust beim Ladevorgang?

Neben den genannten Umweltbedingungen hängt es auch vom Elektroauto ab, wie hoch der Ladeverlust ist. Und tatsächlich gibt es dazu schon detaillierte Erkenntnisse. Der ADAC hat sich im Ecotest mit diesem Thema befasst. 29 Elektroautos standen auf dem Prüfstand, 27 davon sind aktuell (Oktober 2021) erhältlich. So kommen insgesamt 27 Werte zustande, die die Ladeverluste bei den aktuellen Modellen ganz gut abbilden.

  • Tesla X 100D – 100,0 – 108,3 – 8,3 – 451
  • Tesla 3 Longe Range AWC – 75,0 – 89,5 – 14,5 – 429
  • Porsche Taycan 4S Performance Plus – 93,4 (netto 83,7) – 95,2 – 1,8 (netto 11,5) – 400
  • Kia e-Niro 64 kWh Spirit – 64,0 – 72,3 – 8,3 – 398
  • Audi e-tron Sportback 55 quatrro – 95,0 (netto 86,5) – 96,0 – 1,0 (netto 9,5) – 390
  • Kia e-Soul 64 kWh Spirit – 64,0 – 73,9 – 9,9 – 390
  • VW ID.4 Pro Performance 77 kWh – Max 82 (netto 77) – 88,5 – 6,5 (netto 11,5) – 385
  • Hyundai Kona Elektro 64 kWh Trend – 64 – 73,9 – 9,9 – 379
  • Jaguar I-Pace EV400 S AWD – 90,0 – 100,8 – 10,8 – 366
  • Audi e-tron 55 quattro – 95,0 (netto 83,6) – 94,3 – 10,7 – 365
  • Mercedes EQC 400 AMG Line – 80,0 – 93,0 – 13,0 – 335
  • Renault Zoe R135 Z.E. 50 52 kWh Intens – 52,0 – 64,3 – 12,3 – 335
  • VW ID.3 Pro Performance 1st – Max 62,0 (netto 58,0) – 64,8 – 2,8 (netto 6,8) – 335
  • Tesla 3 Standard Range Plus – 53,0 – 60,0 – 7,0 – 305
  • Nissan Leaf e+ Tekna 62 kWh – 62,0 – 68,4 – 6,4 – 300
  • Polestar 2 Long Range Dual Motor – 78,0 (netto 72,5) – 86,0 – 8,0 (netto 13,5) – 290
  • Peugeot e-208 GT – 50,0 (netto 47,5) – 53,1 – 3,1 (netto 5,6) – 280
  • BMW i3 120 Ah – 42,2 (netto 37,9) – 48,8 – 6,6 (netto 10,9) – 272
  • DS 3 Crossback E-Tense So Chic 500 – (netto 47,5) – 55,4 – 5,4 (netto 7,9) – 270
  • Hyundai Ioniq Elektro Style – 38,3 – 44,1 – 5,8 – 270
  • Peugeot e-2008 GT – 50,0 (netto 47,5) – 53,1 – 3,1 (netto 5,6) – 260
  • Renault Zoe Intens 41 kWh – 41,0 – 49,5 – 8,5 – 243
  • Mini Cooper SE – 32,6 (netto 28,9) – 37,6 – 5,0 (netto 8,7) – 210
  • Nissan Leaf Acenta 40 kWh – 40,0 – 44,5 – 4,5 – 201
  • Mazda MX-30 e-Skyactiv – 35,5 (netto 32,5) – 37,5 – 2,0 (netto 5,0) – 170
  • Nissan e-NV 200 Evalia – 40.0 – 46,9 – 6,9 – 167
  • Smart forfour EQ passion – 17,6 – 18,9 – 1,3 – 100

Legende: Modell – Batterie in kWh nach Hersteller – Benötigte Energie je Vollladung in kWh laut ADAC Ecotest – Ladeverlust in kWh – Reichweite in Kilometern nach ADAC Ecotest

Ladeverlust ist teure Angelegenheit

Rechnet man die Ladeverluste bei einem durchschnittlichen Preis von 31,89 Cent je Kilowattstunde auf das Jahr hoch, kommt man bei einer jährlichen Laufleistung von 10.000 Kilometern beim Tesla X100D auf 58,30 Euro jährlich. Beim VW ID.3 Pro Performance 1st Max sind es 65 Euro, beim Renault Zoe R135 Z.E. 50 52 kWh Intensität sogar 117 Euro. Rechnet man diese Beträge auf die durchschnittliche Lebensdauer der Fahrzeuge hoch, kommen niedrige bis mittlere vierstellige Beträge heraus.

Ganz lassen sich die Ladeverluste nicht vermeiden. Aber sie lassen sich eindämmen: Langsames Laden über mehrere Stunden ist besser als der Schnellladevorgang. An der Wallbox sind die Ladeverluste geringer als an der normalen Steckdose.

Rohstoffe für Akkus der Elektroautos: Einordnung zu Kritik und Vorurteilen

Rohstoffe für Akkus der Elektroautos: Einordnung zu Kritik und Vorurteilen

Geplanter Verzicht auf Kobalt durch alternative Rohstoffe für Akkus

Viele Kritiker gehen davon aus, dass bei der Gewinnung der Rohstoffe für E-Autos Kobalt wegen der Arbeitsbedingungen im Kongo ein besonders großes Problem darstellen würde. Sie müssen aber aus mehreren Gründen nicht bei jedem Akku pauschal annehmen, dass dieses Vorurteil gegen die Elektromobilität uneingeschränkt zutrifft. Zunächst ist beachtenswert, dass viele Hersteller den Kobalt-Anteil bei der Weiterentwicklung der Elektroautos gezielt reduzieren wollen und für die Zukunft der Elektromobilität auf alternative Rohstoffe setzen.

Bei neuen Tesla-Modellen ist der Kobalt-Gehalt bis 2020 beispielsweise bereits auf ein Drittel gesunken. Zeitnah will der Autohersteller bei der Entwicklung der Akkutechnik für E-Autos Kobalt sogar vollständig durch andere Rohstoffe ersetzen. Es gibt mit Lithium-Eisenphosphat-Akkus schon jetzt eine Technologie für stationäre Batteriesysteme, die Sie ohne Kobalt-Anteile betreiben könnten.

Wettbewerbsvorteil für australische Kobalt-Minen und Förderprojekte der Hersteller im Kongo

Wenn Sie wegen Ihrer Begeisterung für die Elektromobilität nicht auf Fortschritte durch alternative Rohstoffe warten möchten und E-Autos mit Kobalt-Bestandteilen kaufen, müssen Sie sich deswegen nicht zwingend schuldig fühlen. Obwohl der Kobalt-Abbau im Kongo in einigen Minen tatsächlich mit Kinderarbeit oder sehr schlechten Arbeitsbedingungen durchgeführt wird, trifft das definitiv nicht in jedem Fall zu.

Rund 80 Prozent des Kobalterzes im Kongo stammen laut einer Schätzung der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe stattdessen aus den Minen eines internationalen Industrie-Konzerns. Bei diesen Firmen dürfen Sie in der Regel erwarten, dass die Komponenten für E-Autos ohne die Ausbeutung von Kindern gewonnen werden. Außerdem kommt Kobalt für die Elektromobilität keineswegs immer aus dem Kongo. Minen aus Australien haben ihren Anteil an der Förderung der Rohstoffe für die Akkus der E-Autos bis 2020 deutlich erhöht.

Weil die Transportstrecke zu den Häfen Chinas kurz ist, verfügen die Anbieter des australischen Kobalts auf dem Markt über einen entscheidenden Vorteil. Darüber hinaus engagiert sich zum Beispiel der Autohersteller BMW gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern Samsung und BASF dafür, in kongolesischen Minen bei der Gewinnung der Rohstoffe für sichere Arbeitsbedingungen zu sorgen. Insofern Sie sich für die Elektromobilität entscheiden und einen Akku mit Kobalt-Anteilen nutzen, dürfen Sie sich bei manchen Herstellern sogar auf einen unproblematischen Herstellungsprozess verlassen.

Einordnung zur Problematik bei der Lithium-Gewinnung für E-Autos

Falls Sie vor dem Kauf eines E-Autos ernsthafte Bedenken wegen der Auswirkung der notwendigen Lithium-Gewinnung auf die Umwelt haben, sollten Sie den Anteil der Rohstoffe in der Elektromobilität und anderen Branchen einordnen. Seit vielen Jahrzehnten nutzt und fördert die Industrie weltweit Lithium für vielseitige Technologien. Diese Rohstoffe galten in zahlreichen Industriezweigen schon lange vor dem Vormarsch der Elektromobilität und der Entwicklung der Akkus für serienmäßige E-Autos als unverzichtbar.

Stahllegierungen oder Reduktionsmittel aus der Metallbranche bestehen beispielsweise zum Teil aus Lithium. Wenn Sie Smartphones, Tablets oder Notebooks benutzen, befinden sich darin meistens ebenfalls Lithium-Akkus. Für diese Mobilgeräte fördern Konzerne bisher viel höhere Mengen des Rohstoffs als wie für die Batterien der E-Autos. Obwohl Einflüsse auf die Umwelt bei der Lithium-Gewinnung manchmal zu berechtigter Kritik führen, ist die Elektromobilität hierfür also definitiv nicht der alleinige Verursacher.

Einfluss auf den Grundwasserspiegel als Schwierigkeit

Weil keine natürlichen Rohstoffe aus reinem Lithium bestehen, lässt sich dieses Material für die Akkus der E-Autos nur durch Verbindungen gewinnen. Hierbei handelt es sich oft um Lithium-Salze, die in manchen Binnengewässern angereichert sind. Derartige Salzseen liegen unter anderem in Argentinien, Chile und Bolivien. Im nahen Umfeld der Seen herrschen zumeist Bedingungen, die sowieso kein Pflanzenwachstum ermöglichen. Tatsächliche Probleme sind eher in der erweiterten Umgebung denkbar, weil ein gesunkener Grundwasserspiegel ein potenzieller Nebeneffekt der Rohstoff-Gewinnung ist.

Hoffnung auf verbesserten Umweltschutz durch weiterentwickelte Verfahren

Auch wenn die Kritik an der Lithium-Gewinnung für die Akkus der E-Autos wegen der Beeinflussung der Umwelt derzeit teilweise noch berechtigt ist, dürfen Sie sich für die Zukunft durchaus Hoffnungen auf eine umweltverträglichere Förderung der Rohstoffe machen. Denn es gibt bereits Pläne dafür, beim Förderungsprozess verdunstetes Wasser zu isolieren und für die Allgemeinheit wieder zur Verfügung zu stellen.

Zusätzlicher Strombedarf für diesen Prozess ist bei der Gewinnung der Rohstoffe für E-Autos kein unüberwindbares Hindernis. Um mit modernen Verfahren den Grundwasserspiegel nicht mehr so stark abzusenken, könnten Experten in sonnigen Fördergebieten mit hoher Lage durch Photovoltaik-Anlagen Energie erzeugen. Obwohl sich der potenzielle Gewinn für Minen-Betreiber mit solchen Zusatzmaßnahmen verringert, wäre diese Investition in moderne Förderprozesse für eine umweltfreundliche Elektromobilität lohnenswert.

Fazit: Es gibt Hoffnung, aber auch noch Vieles zu tun!

Auf Kritik an der Kobalt-Gewinnung für E-Autos reagieren Autohersteller bereits. Das ist auch gut so. Aber noch, das gilt es deutlichst zu erwähnen, ist eben nicht alles gut. Im Gegenteil: in Teilen der Welt werden diese seltenen Rohstoffe weiterhin unter unmenschlichen Bedingungen abgebaut – teilweise auch oder ausschließlich von Kindern. Das gilt es sofort stoppen!

Dennoch gibt es Hoffnung: alternative Rohstoffe könnten Kobalt bald vollständig ersetzen. Außerdem dürfen Sie wegen der Weiterentwicklung der Förderungsprozesse hoffen, dass die Lithium-Gewinnung für die Elektromobilität zukünftig umweltfreundlicher verläuft. Noch ist aber auch hier noch viel zu tun!

Magazin für Elektromobilität