In einer Wohnanlage mit 40 Stellplätzen ist eine Einzelverkabelung vom Wohnungszähler zum jeweiligen Stellplatz baulich meist kaum realisierbar – und bei wechselnder Stellplatzzuweisung auch wenig sinnvoll. Eine zentrale EVU-Messung mit individueller Abrechnung je Wallbox ist daher die deutlich bessere Wahl.
Sie schafft gleichzeitig die Grundlage für ein effektives Energiemanagement:
- Mit 40 möglichen Ladevorgängen kommen theoretisch bis zu 440 kW zusammen – damit gerät jeder Netzanschluss schnell über die Grenzen. Über die zentrale Messung lässt sich die verfügbare Leistung gezielt steuern und eine Überlastung zuverlässig verhindern.
- Darüber hinaus ermöglicht die zentrale Infrastruktur den Einsatz von Schienenverteilern: Statt aufwendiger Einzelverkabelung sorgen sie für eine saubere, platzsparende und bei Bedarf einfach erweiterbare Stromverteilung entlang aller Stellplätze.
Messkonzept mit zentraler EVU-Messung realisieren
Im ersten Schritt wird ein Wandlerschrank mit EVU-Zähler und Wandlermessung in die bestehende Steigleitung zwischen HAK und der vorhandenen Zähleranlage eingebunden. Über diesen zentralen Messpunkt wird der gesamte Ladestrom der Anlage erfasst – unabhängig von den bestehenden Wohnungszählern und ohne Eingriff in die vorhandene Zähleranlage.
Der Strom wird jetzt auf die bestehende Zähleranlage und einen neuen Zähler für die Ladeinfrastruktur aufgeteilt.
Stromverteilung über Stromschienen
Mit dem zentralen Messpunkt muss der Ladestrom nun zu den einzelnen Stellplätzen verteilt werden. Bei 40 Ladepunkten ist eine konventionelle Einzelverkabelung nicht praktikabel – Stromschienen sind hier die deutlich effizientere Lösung. Sie ermöglichen eine strukturierte Verteilung entlang der Stellplatzreihen und lassen sich jederzeit flexibel erweitern.
Passende Schienensysteme Canalis KNA und KSA von Schneider electric
Ein Schienenverteilersystem ist einfacher geplant als man denkt. Folgende Komponenten werden benötigt, wir unterstützen gern bei der Planung.
CANALIS KNA
- Stromverteilung in kleinen bis mittleren Gebäuden
- Stromstärke-Bereich von 40 bis 160 A
- Spannung bis 690 V
- Standardlänge der Segmente 1,5 oder 3 Meter
CANALIS KSA
- Energieverteilung in größeren Gebäuden und industriellen Anlagen
- Stromstärke-Bereich von 100 bis 1000 A
- Spannung bis 1000 V
- Standardlänge der Segmente 3 oder 5 Meter
Energiemanagement
Mit der Stromverteilung an jeden Stellplatz ist die physische Infrastruktur komplett – doch ohne intelligente Steuerung droht bei gleichzeitigen Ladevorgängen schnell eine Überlastung des Netzanschlusses. Ein Energiemanagementsystem muss daher eine dynamische Verteilung der verfügbaren Anschlussleistung auf alle aktiven Ladepunkte übernehmen. Entscheidend dabei: Nicht nur der Ladestrom, sondern auch der laufende Hausverbrauch fließt in die Berechnung ein – so bleibt die Gesamtanlage jederzeit im sicheren Betrieb, ohne dass der Netzanschluss kostspielig erweitert werden muss.
Unsere Energiemanagement-Empfehlung für 40 Stellplätze
Der energielenker LOBAS überzeugt durch eine einfache Parametrierung. Zusätzlich zum Constroller benötigen Sie einen Energiezähler und je Ladepunkt einen Lizenzkey. Mit dem Energiezähler und den dazu passenden Wandlerspulen kann einfach der Hausverbrauch gemessen werden. Die Wandlerspulen können einfach im neuen Wandlermessschrank eingebaut werden. Für einen einfachen Aufbau der Netzwerkverteilung empfehlen wir den Bayernwerk Netzwerkschrank.
Mit LOBAS kompatible Wallboxen mit MID-Zähler
Eine Auswahl von Wallboxen, die mit dem Energiemanagementsystem LOBAS MID kompatibel sind und auf der Liste förderfähiger Wallboxen der aktuellen Förderung Laden im Mehrparteienhaus stehen.
Mit LOBAS kompatible Wallboxen mit Eichrecht
Unabhängig von einer möglichen Förderung sind alle nachfolgenden Wallboxen vollständig mit dem LOBAS-Energiemanagementsystem kompatibel und lassen sich reibungslos in Ihre Ladeinfrastruktur integrieren.
Einfache und transparente Abrechnung aus einer Hand
Die energielösung übernimmt nach der Installation den vollständigen Betrieb der Ladeinfrastruktur – EVU-konform, OCPP-basiert und mit automatischer Abrechnung direkt an die Nutzer. Für Elektriker bedeutet das eine saubere Übergabe an einen verlässlichen Betreiber, der die Anlage langfristig betreut.
Professioneller Betrieb
Die installierte Ladeinfrastruktur läuft von Anfang an in professionellen Händen. energielösung übernimmt den vollständigen Betrieb – von der Überwachung der Anlage bis zur Störungsbehebung. Für Elektriker bedeutet das: saubere Übergabe, kein Nachbetreuungsaufwand.
Automatische Abrechnung
Ladevorgänge werden über das offene OCPP-Protokoll automatisch erfasst und direkt mit den Nutzern abgerechnet – transparent, nachvollziehbar und vollständig digitalisiert. Eine Lösung, die sich nach der Installation von selbst trägt.
Bindung an einen Betreiber
Mit energielösung als Betreiber erhalten Ihre Kunden einen langfristigen Partner, der die Anlage kennt und verlässlich betreut. Das schafft Vertrauen – und macht die installierte Lösung zu einem echten Mehrwert, der weit über die Hardware hinausgeht.
