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HYC49: Warum ein Kreditkartenterminal doch Sinn macht!

Mit der jüngsten Modellpflege bietet alpitronic seinen immer beliebteren HYC50 auch in einer Variante mit 49,9 kW Ladeleistung an. Der Gedanke dahinter: Unterhalb dieser Schwelle greift die AFIR-Pflicht nicht, ein Kreditkartenterminal (KKT) zu verbauen. Juristisch scheint das wasserdicht – für den Nutzer ist die Drosselung kaum bemerkbar. Im Markt wird diese neue Option als flexible Lösung für Betreiber vermarktet, die so Kosten beim Aufbau sparen können. Doch was bedeutet das für den Alltag an der Ladesäule und die Zukunft der Elektromobilität?

Eine kleine Laudatio auf die AFIR und warum ›50 kW mehr wie eine Tankstelle werden muss

Die AFIR hat mit der Terminal-Pflicht für DC-Ladepunkte über 50 kW einen klaren und – wie ich finde – mutigen Standard gesetzt: Zahlen muss beim Laden so einfach sein wie beim Tanken. Das ist nicht nur Verbraucherschutz, sondern auch eine Einladung, Ladeinfrastruktur endlich massentauglich zu machen. Und diese Entscheidung hat dazu geführt, dass Betreiber, Ladesäulenhersteller, Payment-Service-Provider und viele andere Marktteilnehmer endlich Produkte und Lösungen entwickelt haben, die den Betrieb von Zahlungsterminals an Ladeinfrastruktur einfach und standardisiert möglich machen – und kein Vermögen mehr kosten müssen. 

Erst kürzlich war ich am EnBW-Ladepark in Oberau kurz vor Garmisch-Partenkirchen. Dort stand eine niederländische Familie mit ihrem Tesla Model Y – und kämpfte mehr als 15 Minuten damit, den Ladevorgang zu starten. Keine App, keine passende Ladekarte, nur eine Kreditkarte in der Hand. Ohne Zahlungsterminal bedeutet das: QR-Codes scannen, Online-Portal öffnen, Zahlungsdaten eintippen – ein umständlicher Prozess, den sie erstmal überhaupt nicht kannten und bei dem sie mehr Zeit mit dem Smartphone als beim Laden verbrachten.

Wäre dort ein Terminal wie an einer Tankstelle gewesen, hätte der gesamte Vorgang unter einer Minute gedauert.

Aber wo ist die Grenze?

Braucht wirklich jede AC-Ladestation ein Kreditkartenterminal? Sicher nicht. Im halböffentlichen Bereich – etwa am Hotelparkplatz oder am Arbeitsplatz – sind App- oder RFID-Lösungen oft sinnvoller und auch der beliebte QR-Code kann hier eine praktische Alternative bei der Autorisierung bieten. 

Aber bei DC-Ladepunkten ab 50 kW sieht die Sache anders aus: Hier sprechen wir von „Reisegeschwindigkeit“, von Standorten, an denen Nutzer schnell weiterfahren wollen – und von einer Zielgruppe, die nicht vorbereitet sein muss, um zu laden. Und deswegen ist diese Grenze bei 50 kW gut und richtig gesetzt. Man vergisst ja auch schnell, dass es nur um öffentliche Ladepunkte geht. Kein Unternehmer oder Flottenbetreiber muss am DC-Lader ein Kreditkartenterminal vorsehen. 

Ein Kreditkartenterminal macht das Laden für Kunde und Betreiber besser

Nutzer profitieren davon, dass sie ohne Registrierung, App oder spezielle Ladekarte direkt starten können – einfach Karte oder Smartphone an das Terminal halten, Preis sehen, laden. Die Abrechnung ist transparent, der Preis steht klar vor Ladebeginn fest, ganz wie an einer Tankstelle.

Für Betreiber bedeutet ein Zahlungsterminal mehr potenzielle Kunden: Touristen, Mietwagenfahrer oder Gelegenheitsnutzer, die sonst vielleicht weiterfahren würden, können spontan laden. Das steigert die Auslastung und damit die Einnahmen. Gleichzeitig lassen sich mit modernen Terminals mehrere Ladepunkte an einem Standort bedienen, was die Hardware- und Wartungskosten reduziert. Zudem bleibt die Preisgestaltung flexibel, da keine Roamingplattform dazwischengeschaltet ist. So wird das Zahlungsterminal nicht nur zu einem Service-Plus, sondern auch zu einem wirtschaftlichen Vorteil.

Eine wichtige Modellpflege am HYC50

Die Serie 2 des HYC50 – inklusive der 49,9 kW Option haben wir natürlich auch als energielösung in unser Produktportfolio mit aufgenommen. Neben der Variante mit 49,9 kW (aktuell auf Anfrage erhältlich) bringt diese zahlreichen Detailverbesserungen für den Alltag von Betreibern und Installateuren.

Dazu gehören ein überarbeiteter AC-Anschluss mit neuem Dichtungsdesign, höherer Position für besseren Toleranzausgleich und Montagefreundlichkeit sowie ein neues Schließsystem mit zusätzlichen Verriegelungspunkten und frontseitigem Griff für leichteren Zugang. Ein integriertes Wasserablaufsystem mit Filter verbessert den IP-Schutz, und eine flexiblere Kabelkonfiguration ermöglicht jetzt auch Varianten mit nur einem Kabel auf der rechten Seite. Optimierte EMV-Eigenschaften (Klasse B nach IEC 61000-6-3) machen den HYC50 jetzt für Wohngebiete geeignet, während zusätzliche Leitungsführungen die Kabelführung vereinfachen. Erstmals ist zudem eine MID-konforme Messung als Option verfügbar – wenn Eichrecht nicht benötigt wird, aber ein MID-Zähler wichtig ist.

Ladeinfrastruktur in 15 Jahren?

Am Ende bleibt für mich beim Kreditkartenterminal immer die Frage: Wollen wir in einer Zukunft schnellladen, in der spontane Nutzung und klare & günstige Preise selbstverständlich sind – oder weiter mit App-Downloads, Registrierungsformularen und Preisintransparenz kämpfen?

Die HYC49-Strategie mag kurzfristig die Kosten für den Betreiber senken, aber sie senkt auch den Komfort.

Mein Fazit

Wir sollten Ladeinfrastruktur bauen, die so offen, einfach und selbsterklärend ist wie eine Tankstelle – und das bedeutet: Bei 50 kW und mehr gehört ein Kreditkartenterminal einfach dazu. Trotz allem ist die neue Variante mit 49,9 kW natürlich auch in unserem Portfolio erhältlich. 

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